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Nationalflagge Frankreich

Frankreich im Überblick

Staatsname:
Französische Republik
Hauptstadt:
Paris
Staatsform:
Semipräsidiale Republik
Fläche:
543.965 km²
Bevölkerung:
65 Mio.
Sprachen:
Französisch
Religionen:
83-88% Römisch-Katholisch, 5-10% Muslimisch
Währung:
Euro (EUR)
Vorwahl:
+33
Zeitzone:
ME(S)Z

Frankreich-Einreise: Einreisebestimmungen & Sicherheit

Frankreich ist ein sicheres Reiseland. Allein in Großstädten und an vollen Plätzen sollte man aber dennoch die üblichen Vorsichtsmaßnahmen walten lassen. Was man noch tun kann oder lassen sollte, haben wir hier aufgelistet.

  • Sicherheit & Kriminalität

    Seit Anfang 2015 wurden mehrere terroristische Anschläge an verschiedenen Orten in Frankreich verübt. Die französische Regierung hat den Ausnahmezustand erklärt. Infolgedessen wurden Kontrollen an den Landesgrenzen wiedereingeführt und es kann zu Einschränkungen im Reiseverkehr kommen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden in ganz Frankreich erhöht. Reisende sind angehalten, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten, stets ein Ausweisdokument mit sich zu führen und allgemein umsichtig zu verhalten. Es wird empfohlen, die aktuelle Sicherheitslage aufmerksam in den Medien und über das Auswärtige Amt zu verfolgen.

    In Notfällen kontaktieren Sie die europäische Notrufnummer 112, alternativ steht Ihnen auch die französische Polizei unter der Durchwahl 17 mit Rat und Tat zur Seite. 

    Verstärkt kam es in letzter Zeit in Frankreich zu Überfällen auf Wohnmobile durch organisierte Banden, insbesondere auf Rastplätzen entlang der Nord-Süd-Achse und im gesamten Süden des Landes. Übernachten Sie deswegen wenn möglich nur auf überwachten Campingplätzen. Bei Fahrten in die Regionen Rhône-Alpes, Auvergne, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Languedoc-Roussillon, Midi-Pyrénées, Aquitaine und nach Korsika sollten Sie besonders auf Ihre Wertsachen achten. Teilweise wurden dort Autos im Straßenverkehr überfallen. Vorbeugend sollten Sie keine Wertsachen für andere sichtbar aufbewahren und das Fahrzeug auch während der Fahrt verriegeln.

    An touristisch viel besuchten Orten kann es zu Taschendiebstählen kommen. Die Deutsche Botschaft bittet Sie entsprechen darum, auf Ihre Habseligkeiten zu achten. Es empfiehlt sich Personalausweis und Reisepass im Hotelsafe zu verwahren und unterwegs nur Kopien bei sich zu tragen. Sinnvoll ist es Bargeld und Kreditkarten getrennt voneinander am Körper aufzubewahren, um im Fall von Raub und Diebstahl immer noch finanzielle Reserven zu haben.

    Auf Korsika kam es seit 2003 vereinzelt zu Anschlägen auf leer stehende Wohnungen, öffentliche Einrichtungen und Polizeistationen. Diese stehen im Zusammenhang mit der separatistischen Bewegung Korsikas und sollen die Staatsmacht treffen. Urlauber sind bisher nicht zum Ziel der Aktionen geworden. Dafür steigt auf der Insel die Anzahl von Übergriffen mit räuberischem Hintergrund. Wenn Sie Opfer einer Straftat geworden sind, informieren Sie umgehend die französische Polizei unter der Durchwahl 17. Eine Übersetzungshilfe für Anzeigen stellt Ihnen die Deutsche Botschaft bereit.

    Naturgefahren

    Nach der Schneeschmelze kann es in den Hochlagen, zum Beispiel in den Alpen, den Pyrenäen, im Zentralmassiv sowie im Juragebirge zu Erdrutschen und Überschwemmungen kommen. Beobachten Sie bei Reisen im Frühjahr besonders aufmerksam die Nachrichtenlage.

    Sollten Sie im Winter einen Skitrip planen, müssen Sie adäquate Schutzkleidung, einen Notsender und ein Mobiltelefon mit sich tragen. Diese sind bei Skiunfällen oder Lawinen wichtig. Wer sich beim Wandern oder Bergsteigen in der Natur verirrt, kann die Polizei informieren, welche dann die örtliche Bergwacht benachrichtigt. Bergrettungseinsätze mit dem Hubschrauber können je nach Region mit hohen Kosten verbunden sein, während sie in anderen Gegenden ohne Zusatzkosten Hilfe leistet. Als alpines Notsignal gelten sechs, innerhalb einer Minute aufeinanderfolgende, akustische oder optische Zeichen. Die Rettungskräfte antworten innerhalb einer Minute mit drei Zeichen.

    Im Süden von Frankreich kommt es jedes Jahr zu verheerenden Waldbränden, wovon vor allem die Region Provence betroffen ist. Auch hier sollten Sie vor der Anreise einen Blick auf die aktuellen Nachrichten werfen. Wenn Sie Französisch sprechen, achten Sie auf die Mittelungen des Office national des forêts. Jede Art von offenem Feuer ist in den trockenen Sommermonaten zu unterlassen. Auch Zigarettenstummel dürfen nicht auf den Waldboden geworfen werden.

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  • Gesundheitshinweise

    Grundsätzlich sollten Sie über den auch in Deutschland gängigen Standardschutz durch Impfungen verfügen. Bei Wanderungen im Elsass und in der Rheinebene sind angemessene Kleidung und Repellentien wichtig, um die Gefahr von Zeckenbissen zu minimieren. Dies trifft auch in Bezug auf die Mückenschwärme in Südfrankreich zu, die in seltenen Fällen auch andere Krankheitsbilder verursachen können.

    In Frankreich vorkommende Krankheiten

    In der Rheinebene und im Elsass sollten Sie bei längeren Ausflügen in die Natur eine Immunisierung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) besitzen. Die Krankheit bricht etwa zwei bis 20 Tage nach dem Zeckenbiss aus und geht mit plötzlich auftreten Grippesymptomen und Fieberschüben einher. In manchen Fällen kommt es zu einer Infektion der Hirnhaut, was zu schweren Folgeschäden wie Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und Bewusstseinsstörungen führen kann. Gehen Sie daher umgehend zum Arzt und versuchen Sie nicht selbst, die Zecke zu entfernen. Bei nichtprofessioneller Handhabung kann der Kopf abreißen und fest verankert in der Haut stecken bleiben. Ein weiteres Risiko besteht bei Zeckenbissen in Form der Borreliose-Krankheit. Die von den Borrelia-burgdorferi-Bakterien übertragene Infektion zeigt sich in den meisten Fällen durch eine kreisrunde Rötung rund um den Zeckenbiss. Sollte dieser charakteristische Hautausschlag auftreten, sollte ebenfalls sofort ein Arzt aufgesucht werden, der eine Antibiotika-Therapie einleitet, um eine Streuung des Erregers zu vermeiden.

    Vereinzelt kam es in der Vergangenheit in der Mittelmeerregion rund um Nizza zur Ansteckung mit dem Dengue-Virus. Hierfür sind die tagaktiven Gelbfiebermücken verantwortlich. Vor Einbruch der Dunkelheit sollten Sie daher außerhalb größerer Städte Repellentien anwenden und unter Umständen lange Kleidung tragen. Wichtig sind diese Vorsichtsmaßnahmen vor allem für Kinder und ältere Menschen, bei denen die Krankheit zu hämorrhagischen Fieberschüben (zwei bis vier Prozent der Betroffenen) und in sehr seltenen Fällen zum Tod führen kann. Üblicher ist dagegen ein milder Verlauf, bei dem nach etwa drei bis 14 Tagen grippale Symptome, Gliederschmerzen, hohes Fieber bis zu 40 Grad Celsius und Schüttelfrost auftreten. Hinzu kommen bisweilen Hautausschläge und Haarausfall, der selbst noch zwei Monate nach dem Mückenstich die Betroffenen plagt.

    Am Unterlauf des Flusses Cavu bei Porto-Vecchio auf Korsika kam es vereinzelt zu Bilharziose-Fällen. Die Krankheit wird durch Würmer übertragen, die in Binnengewässern Schnecken als Zwischenwirt nutzen. Zunächst tritt ein lokaler Hautausschlag an der Eintrittsstelle der Larven auf. Über drei bis vier Wochen hinweg wandert der Wurm anschließend durch den Körper und kann allergische Reaktionen in der Lunge auslösen: Ödeme, Husten, Quaddelbildung und Katayama-Fieber sind die Folgen. Teilweise können auch andere Organe wie die Blase und die Leber betroffen sein. Bei auffälligen punktartigen Ausschlägen nach dem Baden in Binnengewässern auf Korsika, sollte daher sofort ein Arzt konsultiert werden. Die Behandlung mit dem Medikament Praziquantel führt in der Frühphase zur schlagartigen Verbesserung der Krankheitssymptome.

    Medizinische Versorgung / Auslandskrankenversicherung

    Frankreich verfügt über ein sehr gutes Gesundheitssystem und bietet in Krankenhäusern und Praxen eine moderne Ausstattung sowie hohe hygienische Standards. Die besten Kliniken lassen sich selbstverständlich in den größeren Städten finden, während die medizinischen Angebote in ländlichen Regionen deutlich schmaler gestreut sind. Bei Unfällen in den Bergen oder abgelegenen Gebieten ist die erstklassige Flugrettung schnell zur Stelle.

    Viele der grundversorgenden Leistungen wie Schmerzbehandlung und Zahnarztbesuche sind über Ihre Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) abgedeckt. Um Zusatzleistungen zu erhalten, benötigen Sie jedoch eine Auslandsreisekrankenversicherung. So unterteilen sich die Krankenhäuser in Frankreich in die öffentlichen hôpitaux (Einzahl: hôpital), deren Dienste Sie mit der Europäischen Krankenversicherungskarte nutzen können, und in die privaten cliniques, für die Sie erweiterte Versicherungsleistungen brauchen. Zudem decken Auslandsreisekrankenversicherungen die Kosten für die Behandlung bei Privatärzten sowie für einen eventuell notwendigen medizinisch veranlassten Rücktransport ab. Vor dem Besuch eines Arztes, sei es der généraliste, der dentiste, pédiatre oder gynécologue, ist es in nicht dringenden Fällen ratsam, einen Termin zu vereinbaren. Per Telefon können Sie mit der Wendung „Je voudrais prendre rendez-vous s'il vous plait." einen Termin erbeten und sollten darauf hinweisen, dass es dringend (urgent) ist. Wenn Sie keinerlei Grundkenntnisse im Französischen besitzen, lohnt sich der direkte Gang zur Arztpraxis.

    Trotz der zunehmenden Verbreitung der englischen Sprache, ist es in Frankreich teilweise immer noch schwer zweisprachige Ärzte in den Krankenhäusern und Praxen zu finden. Deutschsprachige Mediziner können Sie dagegen vermehrt in der Grenzregion zu Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland konsultieren. Die Deutsche Botschaft stellt Ihnen über ihre Generalkonsulate Listen deutschsprachiger Ärzte in Paris, Lyon, Bordeaux und Marseille zur Verfügung.

    Wenn Sie kurzfristig Medikamente benötigen, wenden Sie sich an die Apotheken (pharmacies). Diese erkennen Sie an dem grünen, meist blinkenden Kreuz. Üblicherweise sind die pharmacies montags bis samstags von 08.30 bis 20.00 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Öffnungszeiten müssen Sie auf die Notapotheken zurückgreifen, die am Sonntag und in der Nacht Dienst haben. Welche Apotheke gerade Nachtdienst hat, erfahren Sie bei Pharmacie de Garde. Leider ist die Webseite nur auf Französisch verfügbar, jedoch relativ einfach zu bedienen. Wählen Sie unter dem Menüpunkt Département die Region aus, in der Sie sich befinden und geben Sie unter Ville Ihren Ort an. Anschließend erhalten Sie eine Liste mit geöffneten Apotheken in Ihrer Umgebung.

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  • Einreisebestimmungen

    Durch das Schengen-Abkommen sind Grenzkontrollen in der Europäischen Union gänzlich weggefallen. Dennoch sollten Sie für den Fall einer Zoll- und Personenkontrolle im Inland einen gültigen Reisepass oder Personalausweis mit sich führen. Eine Einreise ist sogar mit Ausweisdokumenten möglich, die seit höchstens einem Jahr abgelaufen sind. Es ist nicht mehr zulässig Kinder in diese Dokumenten eintragen zu lassen, sodass ein gesonderter Kinderausweis nötig ist. Alleinreisende Jugendliche unter 15 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten bei sich tragen.

    Auch bei längerfristigen Aufenthalten greifen die Verträge der Europäischen Union. So können Sie für eine unbegrenzte Anzahl an Tagen in Frankreich bleiben und einer Arbeit nachgehen, Au-pair-Jobs annehmen oder an einer französischen Hochschule studieren. Solten Sie sich längerfristig in Frankreich aufhalten wollen, ohne erwerbstätig zu sein, müssen Sie einen Nachweis über Ihre Einkünfte erbringen, aus denen glaubhaft hervorgeht, dass Sie keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen werden. Für die Überseegebiete Frankreichs gelten andere Einreisebestimmungen.

    Zollbestimmungen

    Zollfrei dürfen Sie nach Frankreich bis zu 10.000 Euro in bar, Aktien oder Schecks ein- und ausführen. Alles, was über diesem Wert liegt, muss bei der nationalen Zollbehörde unaufgefordert angemeldet werden. Die Deklaration sollte anders als in Deutschland fünf Tage vor der Anreise auf dem Schriftweg erfolgen. Verstöße werden mit Strafen bis zu einer Million Euro geahndet.

    Einschränkungen bestehen außerdem für nicht private Genussmittel: Die Ein- und Ausfuhr von Zigaretten ist bis zu 800 Stück, von Zigarillos bis zu 400 Stück, von Zigarren bis zu 200 Stück und von Rauchtabak bis zu einem Kilogramm erlaubt. Spirituosen dürfen Sie lediglich in Mengen bis zu zehn Litern über die Grenze mitführen. Dasselbe trifft auf alkoholhaltige Süßgetränke (Alkopops) zu. Die Beschränkungen bei Weinen und Schaumweinen liegen bei 90 beziehungsweise 60 Litern. Zwischenerzeugnisse wie Sherry, Portwein und Marsala dürfen dagegen nur bis zu 20 Litern mitgebracht werden. Bei der Ein- und Ausfuhr von Bier liegt die Obergrenze bei 110 Litern. Für Kaffee und kaffeehaltige Waren gilt ein 10-Kilogramm-Limit.

    Wenn Sie Medikamente benötigen, sollten Sie bei einem Vorrat, der mehr als drei Monate reicht, ein offizielles Rezept mit sich führen. Strikte Verbote betreffen selbstredend illegale Drogen und nicht vom Arzt verschriebene Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Zudem greift der Gesetzgeber beim Besitz von jugendgefährdenden und verfassungswidrigen Schriften, Feuerwerkskörpern, Waffen und Munition ein.

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  • Auskunft

    In Deutschland

    Atout France - Französische Zentrale für Tourismus
    Zeppelinallee 37
    60325 Frankfurt am Main
    Tel. +49 (0900) 157 00 25
    Fax +49 (0) 69 74 55 56
    E-Mail: info.de@atout-france.fr sowie info.de@rendezvousenfrance.com
    Webseite: www.rendezvousenfrance.com

    Diplomatische Vertretungen

    In Deutschland

    Botschaft der Französischen Republik
    Pariser Platz 5
    10117 Berlin
    Tel. +49 (0) 30 5 90 03 90 00
    Fax +49 (0) 30 5 90 03 91 10
    http://www.ambafrance-de.org


    In Frankreich

    Deutsche Botschaft in Paris
    13/15 avenue Franklin D. Roosevelt
    75008 Paris
    Tel. +33 (0) 1 53 83 45 00
    Notfall-Telefon (24.00-09.00 Uhr): +33 (0) 1 53 83 45 00
    Fax +33 (0) 1 53 83 45 02
    www.allemagne.diplo.de

    Konsulate der Bundesrepublik Deutschland befinden sich in Bordeaux, Lyon, Marseille, Straßburg, Avignon, Dijon, Lille, Monaco, Montpellier, Nizza, Perpignan, Reims, Rennes, Rouen, Toulouse und Tours.

    Wichtige Rufnummern

    Tel. 112 Europaweite Notrufnummer
    Tel. 15 Ambulanz (SAMU)
    Tel. 17 Polizei
    Tel. 18 Feuerwehr
    Tel. (+33) 80 25 80 08 22 ADAC-Notruf auf Deutsch
    Tel. +33 (0) 1 40 27 40 27 Suche nach Personen in öffentlichen Krankenhäusern
    Tel. +49 116 116 Allgemeine Kreditkartensperrnummer

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