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Nationalflagge Frankreich

Frankreich im Überblick

Staatsname:
Französische Republik
Hauptstadt:
Paris
Staatsform:
Semipräsidiale Republik
Fläche:
543.965 km²
Bevölkerung:
65 Mio.
Sprachen:
Französisch
Religionen:
83-88% Römisch-Katholisch, 5-10% Muslimisch
Währung:
Euro (EUR)
Vorwahl:
+33
Zeitzone:
ME(S)Z
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Frankreich-Reise: Informationen & Auslandskrankenversicherung

Die grandiose landschaftliche Vielfalt unseres Nachbarlandes Frankreich wird auf drei Seiten durch Meer begrenzt – von Ärmelkanal, Atlantik und Mittelmeer – und auf drei Seiten von Land gesäumt – von Belgien, Luxemburg, dem Jura und den Alpen, sowie, zwischen zwei Meeren, den Pyrenäen. Ebenso vielfältig wie Landschaft und Natur, sind auch seine Kultur und Geschichte. Hier ein paar Tipps für Ihre Reise. Bon voyage!

  • Feste & Feiertage

    In ganz Frankreich gibt es insgesamt zwölf Feiertage. Es gibt verschiedene religiöse und staatliche Feste, die eine wichtige Rolle im französischen Leben spielen. So ruht die Arbeit am Neujahrstag (Jour de l’An), am Ostersonntag und Ostermontag. Ebenfalls zu den religiösen Festtagen gehören Christi Himmelfahrt (Ascension), Pfingstmontag (Lundi de Pentecôte), Maria Himmelfahrt (Assomption), Allerheiligen (Toussaint) sowie der erste Weihnachtsfeiertag (Noël). Im Elsass und in Lothringen steht das Arbeitsleben außerdem am Karfreitag (Vendredi Saint) und am zweiten Weihnachtsfeiertag (Saint Étienne) still.

    Daneben werden staatliche Feiertage begangen. Mit einer pompösen Militärparade, einer flugakrobatischen Show der Fliegerstaffel Patrouille de France und einem prunkvollen Feuerwerk am Abend, erinnern die Franzosen am 14. Juli an den Sturm auf die Bastille und die Französische Revolution von 1789. Neben dem Nationalfeiertag sind auch die Festtage zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai und zum Waffenstillstand des Ersten Weltkriegs am 11. November offiziell frei. Regional, vor allem in Elsass und Lothringen, werden besondere Feiertage begangen. In den Überseegebieten gedenkt man außerdem dem Ende der Sklaverei (Abolition de l'esclavage).

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    Fotografieren

    Im Alltag und bei Sightseeing-Touren dürfte es kaum zu Problemen beim Fotografieren kommen. Gerade an touristisch beliebten Punkten sind viele Besucher unterwegs. Eine Besonderheit in Frankreich ist, dass es keine sogenannte Panoramafreiheit gibt. Das bedeutet, dass von einigen Gebäuden, Skulpturen oder anderen Werken im öffentlichen Raum nicht ohne weiteres Bilder gemacht werden dürfen, wenn diese einem Urheberanspruch von Architekten, Eigentümern oder Firmen unterliegen. Zum Beispiel besitzt das Unternehmen, das die Lichtinstallation am Eiffelturm gestaltet hat, die Rechte am Abbild des beleuchteten Wahrzeichens. Damit ist es nicht erlaubt, ein Foto des Eiffelturms bei Nacht im Internet auf privaten Seiten zu posten oder eigenmächtig kommerziell zu veräußern.

    Etwas empfindlich reagieren die Sicherheitsdienste auch darauf, wenn Sie ein Stativ für Ihre Aufnahmen nutzen. Sie werden damit automatisch als professioneller Fotograf eingeordnet und können darum gebeten werden, ihre Tätigkeiten zu unterlassen.

    Wie für alle anderen Länder auch, gilt es sich gegenüber den Einheimischen höflich zu verhalten. Wenn Sie jemanden im Alltag fotografieren möchten, fragen Sie daher vorher nach oder holen Sie sich nach einem spontanen Schnappschuss die Erlaubnis, das Bild behalten zu dürfen. Ausdrücklich untersagt ist es auf Friedhöfen Fotos zu machen. Nichtsdestotrotz setzen sich viele Besucher darüber hinweg, insbesondere auf dem Pariser Cimetière du Père-Lachaise, wo sich Grabmäler berühmter Persönlichkeiten wie Honoré de Balzac oder Edith Piaf befinden.

    Schwierigkeiten können Sie auch bekommen, wenn Sie Bahnhöfe, Flughäfen und Kirchen ablichten. Fragen Sie, bevor Sie Ihre Kamera zücken, am besten das Sicherheitspersonal nach einer Erlaubnis. Nach den jüngsten Drohnensichtungen über Atomkraftwerken und sogenannten weichen Angriffszielen, sind Einrichtungen dieser Art ebenfalls tabu für Hobby-Fotografen.

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    Knigge

    Wirkliche Tabuthemen gibt es in Frankreich nicht. Im Allgemeinen sind Umweltschutz und Atomenergie jedoch weniger zentrale Themen als in Deutschland und sollten deswegen nicht unbedingt diskutiert werden. Besonders das Atomwaffenarsenal des Landes wird oft als Teil der eigenen militärischen Stärke gesehen und daher sind die Franzosen für Kritik daran nur wenig offen.

    Großen Stolz besitzt die Nation auch in Bezug auf ihre Sprache. Argwöhnische Blicke erntet man schnell, wenn man direkt auf Englisch oder gar Deutsch nach dem Weg fragt. Während Letzteres im Elsass noch relativ verbreitet ist, wird in den anderen Regionen bevorzugt Französisch gesprochen. Ein freundliches „Bonjour!" oder ein „Pardon Monsieur/Madame." kann schnell eine wohlwollende Atmosphäre schaffen.

    Wenn Sie ein Restaurant besuchen, ist es üblich, dass man vom Ober platziert wird. Bestellen Sie anschließend ein Menü, da individuelle Zusammenstellungen à la carte oftmals sehr viel preisintensiver sind. Traditionell beginnt das Essen mit einem Aperitif. Anschließend folgen Vorspeise, Hauptgericht, Käse und Dessert. Beim dritten Gang sollte dezente Zurückhaltung gezeigt werden – am Käsewagen schneidet man sich üblicherweise zwei bis drei Scheiben ab. In Bezug auf die Tischmanieren sind viele Franzosen sehr empfindlich. Schlürfen und Schmatzen gelten ebenso als Fauxpas wie das Eintunken von Brot in Soßenreste. Hähnchen und Obst werden grundsätzlich mit Besteck gegessen. Es ist unüblich die Rechnung getrennt zu begleichen, worauf mit Unverständnis und Kopfschütteln reagiert wird. Achtung: Wenn Sie in der Bäckerei ein Baiser bestellen möchten, verwenden Sie den französischen Begriff meringue, da baiser im Französischen Kuss oder Geschlechtsverkehr bedeutet. Als obszön gilt außerdem die, in Deutschland eher als Zustimmung verstandene Geste, bei der ein Kreis mit Daumen und Zeigefinger gebildet wird.

    Bei der Begrüßung gibt man sich nicht so oft die Hand wie in Deutschland. Die berühmten angedeuteten Küsschen auf die Wange, genannt bise, gibt man sich allerdings auch meistens nur unter Bekannten. In vielen Gegenden Frankreichs küsst man sich zweimal auf die Wange, in anderen Regionen wie im Zentralmassiv und Haute-Alpes dreimal. Rund um Paris, in der Champagne und in der Normandie können es mit der rechten Wange beginnend bis zu vier Küsse sein. Wundern Sie sich im Übrigen nicht, wenn Ihre Verabredung einige Minuten zu spät kommt: Eine 15-minütige Verspätung wird meist eingeplant.

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    Rauchen

    Seit dem 01. Februar 2007 gilt in allen öffentlichen Gebäuden in Frankreich absolutes Rauchverbot. Wenn Sie Schilder wie „Défense de fumer" oder „Interdiction de fumer" sehen, ist Rauchen nicht gestattet.

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    Strom

    Stromspannung und Steckdosensystem sind in Frankreich mit Deutschland. Ein Adapter wird nicht benötigt.

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    Telefonieren und Internet

    Öffentliche Telefonzellen werden auch in Frankreich angesichts der Verbreitung von Mobiltelefonen immer seltener. Im Gegensatz zu Deutschland können Sie die öffentlichen Telefone aber immer noch an vielen Stellen im Alltag sehen. Zur Nutzung benötigen Sie eine télecarte, die Sie zu 50 oder 120 Einheiten in jedem Rauchwarengeschäft, am Kiosk oder auf der Post erwerben können. Typische Orte, an denen Sie Telefonzellen finden, sind Bushaltestellen, Metrostationen, Bahnhöfe und Dorfplätze. Falls Sie aus dem Ausland in Frankreich angerufen werden möchten, muss die +33 vorgewählt werden. Im Inland kommt vor die Ortsvorwahl stets eine 0.

    Mit dem Mobiltelefon genießen Sie europaweit einheitliche Preise auf internationale Anrufe. So kostet ein Gespräch von Frankreich nach Deutschland nur 19 Cent pro Minute. Für angenommene Anrufe werden fünf Cent pro Minute, für eine SMS sechs Cent berechnet. Die Gebühren für Datenroaming sind 2014 auf 20 Cent per Megabyte gesunken. Alternativ können Sie sich auch in Frankreich eine Prepaid-SIM-Karte (carte prépayée) für das Mobiltelefon (portables oder mobiles) zulegen. Erhältlich sind diese in jedem Telefongeschäft. Zur Auswahl stehen Ihnen Anbieter wie Orange.fr, Bouygues Telecom, Virgin Mobile, Free Mobile und SFR. SIM-Karten können in Frankreich verhältnismäßig teuer sein: Acht Euro für ein Datenvolumen von 100 Megabyte, das innerhalb von 15 Tagen zu verbrauchen ist, gehören zum Standard. Für weitere 20 Euro erhält man zwei Gigabyte für den gesamten Monat. Je nach Länge Ihres Aufenthalts sollten Sie abwägen, ob sich der Kauf lohnt.

    Internetcafés stehen Ihnen in fast jeder größeren Stadt zur Verfügung. Des Weiteren gibt es in belebten Gebieten eine Reihe von Hotspots, die Sie gegen Gebühr nutzen können. Die meisten kostenlosen WLAN-Netzwerke finden Sie dagegen in den vielen Cafés und Salons de thé. Bars, die im Schaufenster ein @-Zeichen haben, bieten auch einen Internetzugang an. Viele öffentliche Parks und Bibliotheken offerieren Besuchern einen freien Internetzugang über WLAN. In Paris ist beispielsweise das berühmte Centre Pompidou ein idealer Anlaufpunkt.

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    Trinkgeld

    Üblicherweise gibt man im Restaurant zehn Prozent Trinkgeld, meist weniger. Zunächst bezahlen Sie dabei den Rechnungspreis und lassen einen Teil des Wechselgeldes für die Bedienung auf dem Tisch liegen. In vielen Gaststätten ist eine Servicegebühr in der Rechnung enthalten. In diesem Fall wird von Ihnen kein zusätzliches Trinkgeld erwartet und auch grundsätzlich gilt das sogenannte pourboire als freiwillige Aufmerksamkeit. Im Taxi und im Hotel rundet man den Fahrpreis auf, Zimmermädchen und Nachtportiers erhalten ein bis zwei Euro.

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    © Reisemeister GmbH
  • Autofahren

    Mit einem Auto europäischer Zulassung können Sie ohne Probleme oder Kontrollen nach Frankreich einreisen. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, sich an Flughäfen, Bahnhöfen oder regionalen Autovermietungen ein Fahrzeug auszuleihen, wofür Sie nur Ihren Führerschein benötigen. Achtung: Frankreichweit gilt eine Mitführpflicht für ein Alkoholschnelltestgerät. Viele der Mietwagenfirmen stellen Ihnen dieses zur Verfügung. Sollte der Apparat 0,5 Promille anzeigen, sind Sie offiziell nicht mehr fahrtüchtig. Bei Zuwiderhandlung werden hohe Strafen erhoben. Gleiches gilt für das Telefonieren am Steuer und für Fahrten ohne Gurt. Das Bußgeld fällt mit 135 Euro sehr hoch aus.

    Gefahren wird in Frankreich wie in Deutschland auf der rechten Straßenseite. Die Höchstgeschwindigkeit innerorts beträgt 50, auf Landstraßen 90, auf 110 und auf der Autobahn 130 Stundenkilometer. Fahranfänger, die den Führerschein weniger als zwei Jahre besitzen, müssen stets 20 Kilometer pro Stunde langsamer fahren als die anderen Verkehrsteilnehmer. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn ein Auto etwas langsamer unterwegs ist. Im Allgemeinen gilt, dass die meisten Franzosen umsichtige Fahrzeugführer sind und die Wahrscheinlichkeit von Unfällen deutlich geringer ist, als in anderen europäischen Ländern. Sollten Sie in einen Unfall verwickelt sein oder beobachten, ist umgehend die Polizei unter der Nummer 17 anzurufen.

    Die Straßenverhältnisse sind in der Regel sehr gut in Frankreich. Während der Rushhour heures de pointe, können Sie auf Stadtautobahnen wie der périphérique in Paris stundenlang im Stau stehen. Weichen Sie in diesem Fall auf den Schienenverkehr aus. Bei Überlandfahrten reisen Sie auf der Autobahn am schnellsten, die sowohl tagsüber als nachts sicher ist. Für deren Nutzung werden in Frankreich allerdings Mautgebühren fällig, die in verschiedenen Abschnitten an den Mauthäuschen bezahlt werden. Diese sind durch die Aufschrift Section à péage (péage bedeutet Maut) gekennzeichnet. Eine Fahrt von Straßburg nach Paris über etwa 500 Kilometer kostet um die 38 Euro Mautgebühren. Achtung: Wenn Sie zu den Gebührenhäuschen vorfahren, sollten Sie nur dann die T-Spur nehmen, wenn Sie Abonnent sind, also per télépéage-System den Rechnungsbetrag begleichen. Die mit CB markierte Spur ist für alle gedacht, die mit Kreditkarten bezahlen. Die Verwendung von EC-Karten ist nicht möglich. Zusatzkosten können auf Fahrten durch Tunnel (zum Beispiel den Tunnel du Frejus bei Modane oder den Tunnel Prado Carénage zwischen Toulon und Marseille) sowie über Brücken (Viaduc de Millau, Pont de Normandie) entstehen. Vor der Tourenplanung ist ein Blick auf die aktuelle Gebührenordnung ratsam. Alternativ können Sie sich die passende Strecke auf dem Reiseportal von Via Michelin heraussuchen.

    Öffentliche Verkehrsmittel - in der Stadt

    In den meisten Großstädten Frankreichs können Sie auf die U-Bahn, hier als Métropolitain oder kurz Métro bekannt, zurückgreifen. Die mit Abstand bekannteste Métro ist selbstverständlich die von Paris. Am 19. Juli 1900 eingeweiht, verfügt Sie mittlerweile über ein Streckennetz von nahezu 220 Kilometern und 303 Haltepunkten. Hinzukommen die Vorortzüge RER und Transilien, welche die Vororte (banlieues) mit dem Zentrum verbinden. Sie werden von der Eisenbahngesellschaft Société National des Chemins de fer Français (SNCF) betrieben, während der innerstädtische Verkehr in Paris der Régie autonome des transports Parisiens (RATP) obliegt. Ein Ticket für eine einfache Fahrt, kostet etwa 1,80 Euro. Fahrkarten sind an Schaltern und Automaten erhältlich. Das Einzelticket ist 90 Minuten gültig und muss beim Betreten der Métro entwertet werden. Neben der U-Bahn können Sie die Fahrkarte für die städtischen Busse, den RER, die Standseilbahn Funiculaire zum Montmartre und die Straßenbahn benutzen. Für andere Angebote wie die Flughafenzubringer Roissybus oder Orlybus müssen Sie eine seperate Fahrkarte kaufen. Tipp: Wenn Sie zehn Tickets auf einmal kaufen, kostet die Einzelfahrt nur einen Euro. Ähnlich gemischte Systeme aus U-Bahn-Netz, Vorortzügen, Bus und Straßenbahn, haben auch die Städte Marseille, Toulouse, Rennes, Lille und Lyon. Auch dort können Sie mit lukrativen Mengenrabatten beim Kauf der billets rechnen.

    Nachts sind Sie sicher mit den Taxis unterwegs. Eine festgelegte Farbe gibt es für die offiziellen Anbieter nicht, jedoch erkennen Sie diese am Taxizeichen auf dem Dach. Leuchtet es weiß, ist das Taxi unbesetzt. Andernfalls erstrahlt es rot oder gar nicht. Größere Taxistände sind mit einem viereckigen Schild ausgewiesen – das Wort Taxi erscheint hier in Weiß auf blauem Grund. In der Regel nimmt man sich ein Taxi an den Ständen oder winkt es an der Straße ran. In abgelegenen Gebieten ist es sinnvoll, die Taxizentrale per Telefon zu kontaktieren. In Paris können Sie sich beispielsweise an Taxis G7 (+33 147 39 47 39), Taxis Bleus (+33 141 52 54 25) oder Alpha Taxi (+33 145 85 85 85) wenden. Weitere Anbieter in ganz Frankreich finden Sie nach Regionen geordnet über Taxis de France.

    Preislich müssen Sie in Paris mit etwa 2,60 Euro Grundgebühr und 1,04 bis 1,54 Euro je angefangenem Kilometer einplanen. Die Tarife variieren abhängig von der Tageszeit. Besonders günstig sind Sie zwischen 10.00 und 17.00 Uhr unterwegs. Als Mindestpreis für eine Strecke gelten 6,86 Euro. Vom Pariser Zentrum zum Airport Charles de Gaulle werden zwischen 50 und 70 Euro je nach Tageszeit veranschlagt. Nach Orly geht es bereits ab 40 Euro. Der Fahrer ist bei einer solchen Rechnungshöhe (bereits ab 25 Euro) dazu verpflichtet, Ihnen einen Rechnungsbeleg auszuhändigen. Für eine vierte Person wird stets ein pauschaler Zuschlag berechnet, ebenso für ein zweites Gepäckstück, das mehr als fünf Kilogramm wiegt. Außerhalb von Paris können die Preise im Allgemeinen etwas niedriger sein. Wenn an der Fensterscheibe ein Kreditkartenzeichen vermerkt ist, ist bargeldloser Zahlungsverkehr möglich.

    Öffentliche Verkehrsmittel - über Land

    Frankreich verfügt über ein gut ausgebautes und sehr dichtes Eisenbahnnetz, das von der nationalen Eisenbahngesellschaft Société National des Chemins de fer Français betrieben wird. Für weite Strecken ist der Hochgeschwindigkeitszug TGV, der mit bis zu 320 Stundenkilometer für eine schnelle und sichere Fahrt sorgt, ideal. Insgesamt umfasst das Netz des TGV-Systems mehr als 2.000 Kilometer, wobei viele Verbindungen in Paris zusammenlaufen. Dadurch müssen Sie unter Umständen große Umwege in Kauf nehmen, zum Beispiel, wenn Sie von Bordeaux nach Lyon reisen möchten. Andererseits erreichen Sie Ihr Ziel immer noch denkbar schnell. Die immerhin 772 Kilometer lange Strecke von Paris bis in die Hafenstadt Marseille bewältigt der TGV innerhalb von dreieinhalb Stunden. Mit dem Auto würde dieselbe Fahrt etwa sieben Stunden dauern und angesichts der hohen Mautpreise für eine Einzelperson kaum günstiger sein. Ein Ticket für den TGV von Paris nach Marseille kostet standardmäßig etwa 116 Euro - in kurzfristig buchbaren Sonderangeboten sogar nur knapp 60 Euro. Wenn Sie Geld sparen möchten oder für kürzere Touren nicht unbedingt den Schnellzug benötigen, können Sie auf das Corail-System zurückgreifen, das mit dem deutschen InterCity vergleichbar ist. Ein Vorteil am Corail ist, dass die Züge auch kleinere Städte anfahren. Der Vorort- und Regionalverkehr wird dagegen von der SNCF-Tochter TER betrieben. Fahrkarten können Sie ganz einfach online, am Schalter oder an einem der Automaten am Bahnhof kaufen. Es ist sowohl Kreditkarten- als auch Bargeldzahlung möglich.

    Noch schneller als mit dem Zug können Sie mit dem Flugzeug in Frankreich reisen. Inlandsverbindungen unterhalten die französischen Fluggesellschaften Air France, Hex‘Air und HOP!. Darüber hinaus steuern auch einige Budgetairlines wie easyJet und Ryanair Destinationen im Inland an. Ryanair nutzt dabei mehr als 30 Flughäfen in Frankreich und fliegt Sie unter anderem preiswert vom äußersten Norden in Lille an die Côte d'Azur im Süden.

    Falls Sie viel Zeit mitbringen, sind die Überlandbusse, beispielsweise von Eurolines und iDBUS, eine gute Möglichkeit, um in Frankreich mobil zu sein. Frühzeitige Buchungen auf der Internetseite des jeweiligen Anbieters sind ein absolutes Muss, um Sitzplätze und günstige Preise garantieren zu können. Mit über 50 Reisezielen in Frankreich ist das Eurolines-Netzwerk hervorragend ausgebaut und bringt Sie fast täglich vom einen Ort zum anderen. iDBUS, ein Unternehmen der französischen Staatsbahn, ist dagegen weitaus regionaler ausgerichtet. 2012 ins Leben gerufen, bietet die Firma momentan Fahrten nach Aix-en-Provence, Lille, Lyon, Marseille, Nizza, Paris und zum Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle an. Viele der Routen werden mehrmals täglich angeboten, wobei Sie sich auf reichlich Sitzkomfort, Steckdosen an jedem Sitzplatz und WLAN-Zugang freuen dürfen. Mit circa 30 Euro für eine Strecke von Paris nach Lyon, gehören die Überlandbusse deutlich zu den günstigsten Verkehrsmitteln über Land.

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  • Klima

    Der Norden Frankreichs, von der Bretagne bis an die belgische Grenze, ist von gemäßigtem maritimem Klima geprägt. In den Wintermonaten ist es in der Region und insbesondere an der Nordseeküste sehr mild, dafür aber auch regenreich. Gelegentlich wirkt sich die Nähe zur Nordsee und zum Atlantik auch in Paris aus. Regen ist in der französischen Hauptstadt keine Seltenheit, wobei im Sommer ein angenehmes warmes Klima herrscht. Die Tagesdurchschnittstemperatur im Juli liegt in Paris bei etwa 25 Grad Celsius, im Winter bei circa fünf Grad Celsius. Allgemein betrachtet, dürfte der Juli mit den höchsten Temperaturwerten und der geringsten Regenwahrscheinlichkeit (etwa acht Regentage im Monat) als beste Reisezeit für den Norden gelten.

    Östlich von Paris, im Elsass und in Lothringen, ähnelt das Wetter sehr dem in Deutschland. Die leicht kontinentale Prägung sorgt für viel Schneefall im Winter. Westlich von Paris an der Atlantikküste sorgen dagegen die starken Ozeanwinde für eine konstante Brise. Das recht milde Klima hat hier eine sehr ausgeprägte Weinanbaukultur hervorgebracht. Daneben pilgern jedes Jahr tausende Surf-, Kite- und Segelfans in die südliche Bretagne und in die Region Aquitaine.

    Im Sommer reichlich sonnenverwöhnt sind Zentralfrankreich und die Mittelmeerküste, wo ein mild-mediterranes Klima herrscht. Auch im Herbst ist es an der Côte-d'Azur und im Gebiet Languedoc-Roussillon noch angenehm mild. Bei etwa fünf Sonnenstunden am Tag und Lufttemperaturen um die zehn Grad Celsius sorgt lediglich der kühle Fallwind Mistral von Nordwesten ein wenig für frische Luft. Durch ihn sind das untere Rhônetal, die Provence, das Languedoc-Roussillon, die Gegend rund um Marseille und die Insel Korsika im Winter von stark wehenden Böen geprägt. Gleichsam schafft der Mistral für viele Windsurfer vom Spätherbst bis in das Frühjahr hinein optimale Bedingungen.

    Reisezeit

    Die beste Reisezeit hängt von Ihrer Reiseroute und geplanten Aktivitäten in Frankreich ab. Wenn Sie bei sonnigem Wetter und wenig Niederschlag die Sehenswürdigkeiten im Norden des Landes entdecken möchten, sind die Sommermonate und insbesondere der Juli optimal. Städte wie Straßburg, Rennes, Paris und Lille können aber auch im Frühjahr, Herbst und Winter sehr charmant sein.

    Zum Wandern, Radfahren oder Sporttreiben an frischer Luft eigenen sich weniger regenreiche Perioden. Zwischen Mai und September können Sie beispielsweise die bezaubernden nordfranzösischen Flusslandschaften wie das Seine-Becken oder die Loire bereisen. Alternativ lässt sich im Süden auf Naturparks oder die Pyrenäen ausweichen. Dort können Sie ab Dezember auch hervorragend Skifahren. Die Wintersportsaison hält bis in den Februar an. Gleiches gilt für die Skizentren in den Alpen.

    Badeliebhaber reisen zwischen Mai und September an die Côte d'Azur oder verbringen den Hochsommer an der südlichen Atlantikküste. Städte wie Nizza, Cannes, Monaco und Biarritz haben sich dabei zu echten Sommermetropolen entwickelt.

    Kleidung

    Grundsätzlich ist die Mitnahme warmer Kleidung stets sinnvoll, gerade wenn Sie in den Norden reisen. Auch in den Bergen sollten Sie eine Regenjacke nicht vergessen. Im Süden lässt sich zur Sommerzeit dagegen unter Umständen auf eine solche Ausstattung verzichten. Hier sind im Winter Windjacken nützlich.

    Kleiderkonventionen werden immer weniger wichtig. Sollten Sie zu einer Veranstaltung mit tenue de soirée eingeladen werden, ist feine Abendgarderobe obligatorisch. Unter tenue de ville kann man dagegen auch einen legeren Anzug oder ein lockeres Kleid tragen. Für den Besuch von Gotteshäusern und Friedhöfen gibt es keine Vorschriften mehr.

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  • Geld & Währung

    Wie in Deutschland wird in Frankreich mit dem Euro bezahlt, sodass ein Umtausch von Bargeld nicht nötig ist. Geld abheben können Sie an allen Geldautomaten. Bei der Nutzung von EC-Karten fällt eine Gebühr von etwa fünf bis acht Euro an. Wenn Sie dagegen auf Kreditkarten zurückgreifen, kann dieser Zusatzbetrag abhängig vom Geldinstitut entfallen. Kreditkarten sind auch im Alltag weitverbreitet und werden von Einzelhändlern, Supermärkten, Fahrkartenautomaten, Kiosken, Restaurants, Cafés und Bars anstandslos akzeptiert. In Paris fallen die Preise im öffentlichen Leben allgemein etwas höher als in anderen Städten Frankreichs aus. Am Seine-Ufer kann ein Kaffee beispielsweise 4,50 Euro kosten. In den Vorstädten und außerhalb von Paris sind die Preise ebenso deutlich niedriger.

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