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Nationalflagge Frankreich

Frankreich im Überblick

Staatsname:
Französische Republik
Hauptstadt:
Paris
Staatsform:
Semipräsidiale Republik
Fläche:
543.965 km²
Bevölkerung:
65 Mio.
Sprachen:
Französisch
Religionen:
83-88% Römisch-Katholisch, 5-10% Muslimisch
Währung:
Euro (EUR)
Vorwahl:
+33
Zeitzone:
ME(S)Z

Frankreich: Au Pair, Auslandsstudium und Schüleraustausch

Leben & Studieren in Frankreich

Ein längerer Aufenthalt in Frankreich bietet eine tolle Möglichkeit, nicht nur die Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch die Kultur und Menschen kennenzulernen. Es ist besonders beliebt, ein Au Pair-Jahr in Frankreich zu absolvieren. Hier wohnt man, genauso wie während eines Schüleraustauschs nach Frankreich, in einer Gastfamilie und erlebt den französischen Alltag hautnah. Aber auch während des Studiums kann man im Rahmen eines Auslandssemesters Land und Leute kennenlernen und nebenbei wertvolle Erfahrungen in der eigenen Fachrichtung sammeln.

  • Vorteile

    Die universitäre Ausbildung blickt in Frankreich auf eine lange Geschichte zurück: Bereits im Mittelalter zog es Gelehrte und Studierende aus aller Welt nach Paris, später auch Montpellier. Die Qualität der Ausbildung an den französischen Universitäten ist auch heute noch exzellent – rund 6.000 deutsche Studenten profitieren aktuell im Rahmen ihres Auslandsstudiums davon.

    Ein weiterer Vorteil ist die weitgehende Zulassungsfreiheit an französischen Universitäten. Wer in Frankreich studieren möchte, muss für die meisten Fächer – anders als zum Beispiel in Deutschland (Numerus Clausus) – keinen speziellen Abiturnotenschnitt vorweisen. Darüber hinaus sind auch die Studiengebühren niedrig – davon profitieren vor allen Dingen Studenten, die Ihren Auslandsaufenthalt nicht über ein universitäres Austausch- oder Förderprogramm organisieren.

    Französisch ist noch immer eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt. Wer in Frankreich studiert, hat daher die Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse zu perfektionieren und dadurch im globalisierten Arbeitsmarkt größere Jobchancen. 

    Nicht zuletzt ist es die französische Kultur und Lebensweise, die viele ausländische Studierende anzieht. Ausgezeichnetes Essen, eine Vorliebe für guten Wein, das berühmte "laissez faire"-Gefühl, französische Mode und zahlreiche Sehenswürdigkeiten von Paris bis an die Côte d'Azur begeistern Besucher und Einheimische gleichermaßen.

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    Hochschulsystem

    Das Hochschulsystem in Frankreich weist einige Unterschiede zum deutschen Hochschulsystem auf.

    Die Ausbildung an französischen Hochschulen ist beispielsweise nicht in Semester, sondern in Studienjahre eingeteilt. Ein Studienjahr geht von September bis Juni, dementsprechend ist eine Immatrikulation auch nur im Herbst möglich. An einigen Hochschulen gibt es dazu Ausnahmeregelungen für ausländische Studierende; erkundige Dich dazu im Vorfeld bei Deiner Heimat- sowie Austausch-Uni.

    Die universitäre Ausbildung gliedert sich, wie in Deutschland, in zwei Stufen: Bachelor (heißt in FrankreichLicence) und Master. Die Institutionen, die einem diese Titel verleihen können, sind allerdings anders aufgebaut als bei uns. Es gibt verschiedene Hochschultypen: die klassische Universität, die Grande École, eine Reihe spezialisierter Fachhochschulen und private Institute.

    Vom Grundaufbau her ähneln französische Universitäten denen in Deutschland. Jede Universität verfügt in der Regel über mehrere Fakultäten (zum Beispiel Naturwissenschaften, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, etc.) mit ihnen untergeordneten Instituten (zum Beispiel Medizin, Physik, Chemie beziehungsweise Sprachen, Soziologie, Literatur, etc.). Ein Studienjahr an einer klassischen französischen Universität schlägt meist mit 180 bis 250 Euro Studiengebühren zu Buche.

    Die Geschichte der Grande École reicht zurück bis zur Französischen Revolution. Nach deren Ende wollte man eine neue Elite für Politik, Verwaltung, Militär, Wirtschaft und das damalige Ingenieurswesen ausbilden – zu diesem Zweck gründete man Universitäten, denen man den hochtrabenden Namen Grande École, also "Große Schule", gab. Diese Einrichtungen existieren zum Teil bis heute oder wurden im Laufe der Zeit neu gegründet – sie unterstehen fast alle direkt dem Staat. Meist sind sie auf eine bestimmte Ausbildungsrichtung (zum Beispiel École des Etudes Commerciales, eine Management-Hochschule) spezialisiert. Die Grande Écoles gelten immer noch als Kaderschmiede der französischen Elite, ihr Besuch ist ein Privileg. Daher gibt es harte Aufnahmeprüfungen, die sogenannten Concours. Auch ausländische Studierende müssen sich diesem Auswahlverfahren stellen. Da die meisten von den Grand Écoles angebotenen Studiengänge Hauptstudiengänge sind, kann eine Immatrikulation nur nach einem abgeschlossenen Grundstudium erfolgen. Je nach Einrichtung werden für den Besuch dieser Elite-Uni zwischen 800 und 5.000 Euro pro Studienjahr an. Achtung: Einige private Institute nennen sich ebenfalls Grand École, obwohl sie keine staatlich anerkannten Abschlüsse verleihen.

    Neben den regulären Universitäten und Grande Écoles gibt es auch spezialisierte Fachhochschulen. Die meisten richten sich meist an angehende Ingenieure oder Betriebswirte. Da diese Fachhochschulen weniger strenge Aufnahmekriterien haben, studieren hier viele, die es auf die Grande École nicht geschafft haben. Je nachdem, ob es sich um eine staatliche oder eine private Einrichtung handelt, müssen unterschiedlich hohe Studiengebühren gezahlt werden.

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    Studentenvisum

    EU-Bürger brauchen für ein Studium in Frankreich kein Visum.

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    Gesundheitscheck & Impfungen

    Während Deines Aufenthalts in Frankreich bist Du keinen größeren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt als in Deutschland.

    Die medizinische Versorgung in Frankreich ist sehr gut und kann mit der Situation in Deutschland verglichen werden. Wenn Du in Deutschland gesetzlich krankenversichert bist, kannst Du mit Deiner Versichertenkarte auch in Frankreich zum Arzt gehen. Die Behandlung ist überall kostenlos – außer in Privatkliniken und -arztpraxen. Dennoch ist es oft der Fall, dass ausländische Patienten für medizinische Behandlungen zunächst in Vorleistung treten müssen. Diese Kosten werden Dir allerdings von Deiner deutschen Krankenkasse umgehend erstattet. Achtung: Einige Gesundheitsleistungen sind von dieser Regelung ausgeschlossen, zum Beispiel die Behandlung in Privatkliniken und -praxen sowie ein Krankentransport zurück in Dein Heimatland. Wir empfehlen Dir deshalb, zusätzlich eine Krankenversicherung speziell für Studenten im Ausland abzuschließen. Sie sichert Dich im Notfall gegen alle anfallenden Kosten ab.

    Für Deinen Aufenthalt in Frankreich reicht der herkömmliche Impfschutz nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts völlig aus. Vor der Abreise solltest Du Dein Impfbuch auf jeden Fall überprüfen und eventuell notwendige Impfungen durchführen lassen. Sprich dazu auch noch einmal mit Deinem Hausarzt, er kann Dich individuell zu diesem Thema beraten.

    Achtung: Für die französischen Überseedepartements gelten besondere medizinische Vorschriften. Nachzulesen sind diese am besten beim Auswärtigen Amt.

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    Versicherungen

    Als gesetzlich versicherter EU-Bürger übernimmt Deine deutsche Krankenkasse die Kosten für medizinische Behandlungen in Frankreich. In der Regel musst Du dafür zunächst in finanzielle Vorleistung treten, erhältst das Geld nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen aber umgehend von Deiner Krankenkasse zurück.

    Achtung: Nicht alle medizinischen Leistungen sind dadurch abgesichert. Willst oder musst Du beispielweise in einer Privatklinik oder -arztpraxis behandelt werden, trägt die gesetzliche Krankenkasse dafür nicht die Kosten. Ebenfalls ausgeschlossen ist die Kostenübernahme für den medizinischen Transport zurück nach Deutschland. Viele französischen Unis empfehlen ihren ausländischen Studenten daher, noch vor Abreise aus Deutschland eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.

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    Organisation

    Wenn Du ein Studium oder Auslandssemester in Frankreich machen möchtest, solltest Du frühzeitig mit der Planung dafür beginnen. Als erstes ist es sinnvoll, sich über die französischen Universitätsstädte und ihre Bildungseinrichtungen zu informieren. Welche Hochschulen bieten Deinen Studiengang an? Gibt es Kooperationen oder Austauschprogramme mit Deiner Heimat-Uni? Welche Städte kommen (nicht) in Frage? Die Fragen solltest Du Dir mindestens ein Jahr vor dem geplanten Beginn Deines Auslandsaufenthaltes in Frankreich stellen.

    Sobald Du Dich für eine Stadt beziehungsweise Hochschule entschieden hast, solltest Du damit beginnen, alle benötigten Unterlagen für Deine Bewerbung zusammensuchen. Beachte dabei, dass Du für die Zulassung an einigen Unis neben dem klassischen Motivationsschreiben und Lebenslauf oft auch ein Empfehlungsschreiben von einem Deiner Dozenten, ein Sprachzertfikat sowie Passbilder benötigst – für deren Ausstellung geht meist recht viel Zeit drauf. Plane für die Vorbereitung und Erstellung Deiner Bewerbung am besten vier bis sechs Wochen ein.

    Tipp: Da vor allem die Plätze für ein Auslandssemester rar sind, ist es sinnvoll, sich an mehreren Universitäten gleichzeitig zu bewerben.

    Je nachdem, ob Du Dich für ein universitäres Austauschprogramm oder direkt bei Deiner Wunsch-Uni bewirbst, kann es einige Wochen bis zu mehreren Monaten dauern, bis Du ein Feedback zu Deiner Bewerbung erhältst. Sobald Du die Zusage für einen Studienplatz in Frankreich hast, kannst Du Dich inviduell auf Deine neue Stadt und die zukünftige Uni vorbereiten.

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  • Vorteile

    Ein Schüleraustausch bietet Dir eine völlig andere Sichtweise auf Frankreich als jede Urlaubsreise. Als Austauschschüler lebst Du in einer Gastfamilie oder in einem Internat, triffst interessante Menschen und schließt Freundschaften, die nicht selten ein Leben lang halten. Ganz nebenbei perfektionierst Du Deine Sprachkenntnisse und erlebst die einzigartige französische Kultur hautnah. Von den Alpen über die Stadt der Liebe und berühmte Weinregionen bis zum sonnigen Mittelmeer... Egal, wo Dein Austauschjahr stattfindet - Du entdeckst die Vielfalt des Landes und die ganz eigene Lebensart der Franzosen.

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    Schulsystem

    Generell besuchen französische Kinder und Jugendliche fünf Jahre die Grundschule (École élémentaire). Nach dem vierjährigen Collège (vergleichbar mit der deutschen Sekundarstufe I) haben die Schüler die Möglichkeit, am Lycée (Gymnasium) zu lernen und dort das Baccalauréat (Abitur) abzulegen.

    Das Schuljahr beginnt in Frankreich Anfang September und endet Mitte Juni. Stelle Dich für Dein Austauschjahr auf lange Schultage ein, denn der Unterricht wird ganztags (meist von 8 Uhr bis 17 Uhr) erteilt. Zwischendurch hast Du eine Stunde Mittagspause.

    Es stehen verschiedene Schulformen für einen Schüleraustausch in Frankreich zur Verfügung. Während Du an einer öffentlichen Schule oder einer Privatschule in einer Gastfamilie wohnst, lebst Du im Internat mit anderen Schülern zusammen. Internat klingt für viele meist nach Strenge, Disziplin und Ordnung, hat heutzutage aber eher etwas von einer großen Wohngemeinschaft mit vielfältigem Unterrichts- und Freizeitangebot. Ob Du in einer französischen Familie oder im Internat wohnen möchtest, ist eine grundsätzliche Entscheidung, über die Du Dir - gemeinsam mit Deinen Eltern - frühzeitig Gedanken machen solltest.

    Für eine öffentliche Schule spricht, dass die Kosten meist niedriger sind. Private Schulen und Internate punkten hingegen meist mit einer besseren Ausstattung und hochmotivierten Lehrkräften. So ist es nicht unüblich, dass dort die neuesten Computer genutzt werden und sich Tanzstudios oder Schwimmbäder auf dem Schulgelände befinden.

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    Schüleraustauschvisum

    Da Frankreich in der Europäischen Union ist, benötigst Du kein Visum, sondern lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

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    Versicherungen

    Da Deine deutsche Krankenkasse in der Regel nicht alle Kosten für Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte übernimmt, ist eine Auslandskrankenversicherung ein absolutes Muss. Darüber hinaus gibt es noch weitere Versicherungen, die für Austauschschüler sehr sinnvoll sind.

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    Organisation

    Du hast verschiedene Möglichkeiten, Dein Schuljahr im Ausland zu organisieren. Haben Deine Geschwister oder Freunde bereits einen Schüleraustausch gemacht? Dann könntest Du die guten Kontakte zur Gastfamilie nutzen, um das Jahr an einer französischen High School auf eigene Faust zu planen. Andernfalls kannst Du Dich an Organisationen wenden, die die Planung von Austauschprogrammen anbieten.

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  • Vorteile

    Verbinde Deine Begeisterung für Kinder mit der Neugier auf Frankreich! Wenn Du Dich für die spannende französische Kultur und die ureigene Lebensart der Franzosen interessierst, solltest Du nicht länger warten: Organisiere einen Au Pair-Aufenthalt in Frankreich und freue Dich auf eine Zeit, die Du nicht vergessen wirst. Du lebst und arbeitest in einer Gastfamilie, kümmerst Dich um Kinder, erlebst Land und Leute im Alltag und schließt viele neue Freundschaften. Nebenbei vertiefst Du Deine Sprachkenntnisse und erweiterst Deinen Horizont.

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    Au Pair-Visum

    Das Gute an einem Au Pair-Job in der EU: Ein deutscher Personalausweis oder Reisepass ist ausreichend, muss aber unbedingt bis zum Ende Deines geplanten Aufenthalts gültig sein. Ein spezielles Visum wie zum Beispiel in Neuseeland oder den USA ist also nicht notwendig.

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    Versicherungen

    Die wichtigste Versicherung, die Du abschließen solltest, ist eine Auslandskrankenversicherung. Sie übernimmt die Kosten, falls Du Dich in Frankreich von einem Arzt behandeln lassen musst. Weitere sinnvolle Versicherungen für Au Pairs sind unter anderem eine Unfallversicherung und eine Haftpflichtversicherung.

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    Organisation

    Wenn Du Deine Zeit als Au Pair selbst organisierst, beschäftigst Du Dich eingehend mit dem Thema Au Pair und den Gegebenheiten, die in Frankreich auf Dich warten. Wie viele vor Dir wirst Du diese Herausforderung meistern und machst einen enormen Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Unser Tipp: Nimm via Forum Kontakt zu (ehemaligen) Au Pairs auf und profitiere von ihren Erfahrungen. Oder frage bei Freunden oder Bekannten nach. Vielleicht ergibt sich auf diesem Wege ein hilfreicher Kontakt.

    Kostenlose Vermittlungsseiten geben Dir die Möglichkeit, Dich vorzustellen und / oder Gastfamilien aktiv zu suchen. Im Gegensatz zur Vermittlung durch eine Au Pair-Agentur kannst Du direkten Einfluss darauf nehmen, wo Du eingesetzt wirst. Ein weiterer Vorteil: Du kannst mit mehreren Familien kommunizieren und entscheidest Dich für diejenige, die Du am sympathischsten findest.

    Vorteilhaft ist ebenfalls, dass Du Deine Auslandsreisekrankenversicherung frei wählen kannst und dadurch ggf. Geld sparst.

    Wenn Du eine passende Gastfamilie gefunden hast, müssen noch einige Formalitäten geklärt werden. Ganz wichtig ist es, die Rahmenbedingungen vertraglich festzuhalten, damit es später nicht zu Missverständnissen kommt. Am einfachsten ist es, wenn man sich an herkömmlichen Au Pair-Verträgen orientiert. Aus dem direkten Kontakt zur Gastfamilie ergibt sich ggf. ein weiterer Vorteil: Agenturen verlangen meist umfangreiche und bestätigte Erfahrungen in der Kinderbetreuung, akzeptieren dabei leider keine Arbeiten innerhalb der eigenen Verwandtschaft. Au Pair-Familien, die direkt suchen, sind im Normalfall flexibler.

    Sofern Du Dich über eine Agentur vermitteln lassen möchtest, geben wir Dir folgenden Tipp: Seriöse Agenturen haben sich zum Verein "Gütegemeinschaft Au Pair e.V." zusammengeschlossen, um einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten. Achte bei Deiner Wahl darauf, dass die Agentur Mitglied in diesem Verein ist.

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