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Nationalflagge Ghana

Ghana im Überblick

Staatsname:
Republik Ghana
Hauptstadt:
Accra
Staatsform:
Präsidialrepublik
Fläche:
239.000 km²
Bevölkerung:
25,2 Mio.
Sprachen:
Englisch (offiziell), Akan, Ewe, andere
Religionen:
63% Christen, 16% Muslime, 8,5% Naturreligionen
Währung:
Ghanaischer Cedi (GHC)
Vorwahl:
+233
Zeitzone:
GMT

Ghana-Reise: Einreisebestimmungen & Sicherheit

Ghana wird aufgrund seiner Goldvorkommen auch als Goldküste bezeichnet. Um Ihren Aufenthalt in dem westafrikanischen Staat gut vorzubereiten, erfahren Sie hier unter anderem nützliche Informationen zu Ein- und Ausreisebestimmungen, medizinischer Versorgung, Kriminalität und aktuellen Reisewarnungen.

  • Sicherheit & Kriminalität

    Obwohl Ghana als eines der sichersten Reiseländer Afrikas gilt, sind dennoch bestimmte Vorsichtsmaßnahmen dringend angeraten. So sind die Provinzen Northern Region, Upper West und Upper East Risikogebiete, denn hier flammen immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen auf. In der Folge kann es zur Schließung der regionalen Geschäfte oder zur Einstellung des Personentransportes kommen. Vor Reisen in dieses Gebiet sollten Informationen zur aktuellen Sicherheitslage eingeholt werden.

    Eigentumsdelikte wie Taschendiebstahl, bewaffnete Überfälle oder Handtaschenraub sind an der Tagesordnung und werden zumeist in den Abendstunden oder nachts verübt. Besonders betroffene Bereiche sind der Flughafen Kotoka, das Geschäftsviertel Osu, die Airport Residential Area sowie die vornehmeren Wohnviertel Cantonments und Labone. Taschendiebe sind besonders auf Märkten, an Haltestellen und anderen Punkten aktiv, an denen viele Menschen auf engem Raum zusammentreffen.

    In Ghana wird das Internet gerne zur Anbahnung von Straftaten genutzt. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie über das Internet von Menschen aus Ghana angesprochen werden. Per E-Mail oder über eines der sozialen Netzwerke werden Heiratsabsichten kundgetan, Erbschaften in Aussicht gestellt oder Beteiligungen an lukrativen Geschäften angeboten. Dahinter verbergen sich nahezu immer kriminelle Absichten. Daher sollte man sein Gegenüber genau prüfen und bei Geldforderungen sofort misstrauisch werden.

    Naturgefahren

    In den dicht besiedelten Städten geht unter Umständen Gefahr von streunenden Hunden und Katzen aus, von denen einige mit Tollwut infiziert sind. Im ländlichen Bereich sind auch einige Affen mit der Tollwut infiziert. In Ghana ist zudem eine Reihe giftiger Reptilien heimisch, denen Reisende aber äußerst selten begegnen. Dazu gehören die Grüne Mamba, mehrere Kobraarten, darunter die Speikobra und die recht aggressiven Puffottern, Nashornvipern und Gabunvipern.

    An Gewässern wird zu besonderer Vorsicht geraten, denn Krokodile und Nilpferde sorgen alljährlich für zahlreiche Angriffe auf Menschen, von denen nicht wenige tödlich enden. Zudem sollten Ghanareisende unbedingt Vorsicht walten lassen, wenn sie auf Nashörner, Löwen oder Leoparden treffen. Eine potenzielle Gefahr geht ebenfalls von Elefanten aus, insbesondere, wenn diese als Einzelgänger unterwegs sind oder im Rudel mit Jungtieren durch das Land ziehen.

    Mit bloßem Auge kaum zu sehen sind die winzigen Würmer, die in fast allen Süßwasserseen, Flüssen oder in den Wasserfällen Ghanas vorkommen. Das Schwimmen und Baden in allen freien Gewässern Ghanas geht mit dem erheblichen Risiko einher, eine Wurminfektion zu bekommen und an Schistosomiasis zu erkranken, auch als Bilharziose bekannt. Dabei dringen die Larven von Saugwürmern durch die Haut in den Körper ein und können sich über das Blut- und Lymphsystem bis in Blase, Leber, Darm und sogar bis in das Gehirn verbreiten. Erstes Anzeichen ist ein starkes Hautjucken an der Eintrittsstelle. Bei Symptomen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Es gibt gegen die Schistosomiasis ein gängiges Medikament, wobei der Heilungserfolg und die Behandlungsdauer maßgeblich davon abhängen, wie schnell nach der Infektion die Behandlung einsetzt.

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  • Gesundheitshinweise

    Um insbesondere Durchfallerkrankungen zu verhindern, sollten Sie ausschließlich gekauftes Mineralwasser trinken und zum Zähne putzen verwenden. Beim Kauf sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Siegel des Schraubverschlusses ungebrochen ist. Auf den Genuss von Speisen an Ständen und auf Märkten sollten Sie verzichten, ebenso auf Eiswürfel in Kaltgetränken. Obst kann nur geschält bedenkenlos verzehrt werden.

    Das Robert-Koch-Institut sowie das Centrum für Reisemedizin empfehlen bei Reisen nach Ghana einen vorsorglichen Impfschutz. Dazu gehören die Immunisierungen gegen Hepatitis A und bei längerem Aufenthalt auch gegen Hepatitis B. Wenn Sie mit Tieren Umgang haben, sollte eine Tollwutimpfung zu Ihren Reisevorbereitungen gehören. Typhus, Cholera und Polio zählen ebenso zu den notwendigen Schutzimpfungen vor einer Reise nach Ghana. Zum letzten großen Cholera-Ausbruch mit mehr als 28.000 Betroffenen kam es erst im Jahr 2014 in der ghanaischen Hauptstadt Accra. Eine Immunisierung gegen Meningitis ist ebenso ratsam. Dabei sollten Impfstoffe gegen die Meningokokken Serotypen A, C, W 135 und Y injiziert werden.

    Ghana ist, wie weite Bereiche Zentralafrikas, ein Gelbfiebergebiet. An Gelbfieber erkranken jährlich etwa 200.000 Menschen weltweit. 90 Prozent der Patienten leben auf dem afrikanischen Kontinent. Gegen Gelbfieber ist eine zuverlässige Impfung erhältlich, die bei einer Einreise nach Ghana Pflicht ist. Die Virusinfektion wird, ebenso wie Dengue, von der Tigermücke übertragen, einem ausschließlich tagaktiven Fluginsekt. In der Regel zeigen sich beim Gelbfieber Symptome, die einer schweren Grippe ähneln und mit hohem Fieber einhergehen. Gewöhnlich klingt die Erkrankung nach etwa einer Woche ab. Bei schwerem Verlauf ist eine Beteiligung innerer Organe zu beobachten. Beachten Sie, dass die Impfung gegen Gelbfieber nur von speziell zugelassenen Medizinern verabreicht werden darf. Informieren Sie sich deswegen rechtzeitig vor Ihrem Reisebeginn.

    Eine HIV-Infektion ist nach vorsichtigen Schätzungen bei zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung Ghanas vorhanden. Insbesondere bei flüchtigen Bekanntschaften und im Bereich des Drogenmilieus ist höchste Vorsicht angesagt. Generell sollte in gesamt Schwarzafrika niemals ungeschützter Sexualverkehr praktiziert werden.

    Das gesamte Land ist ganzjährig ein Ansteckungsgebiet für Malaria. Die von der Anopheles-Mücke übertragene Viruserkrankung kann bei Europäern mit einer Immunschwäche oder bei ungenügender medikamentöser Vorsorge zum Tode führen, vor allem wenn sich die Betroffenen mit der Malaria tropica infiziert haben. Deshalb ist eine Malariaprophylaxe selbst bei kurzfristigem Aufenthalt dringend angeraten. Dabei wird unterschieden zwischen zwei Arten der Vorsorge: Bei der Chemoprophylaxe werden bereits vor Reiseantritt vorsorglich Medikamente eingenommen. Die Stand-By-Prophylaxe kommt zum Einsatz, wenn der Patient erste Anzeichen von Malaria verspürt oder den Stich einer Anopheles-Mücke direkt wahrgenommen hat. Lassen Sie sich von einem Tropenmediziner zu der passenden Prophylaxe für Ihre Reise beraten. Der beste Schutz gegen eine Malariainfektion besteht aus mehreren Einzelmaßnahmen. Der Körper sollte komplett mit Kleidung bedeckt sein. Das Schlafen unter einem Moskitonetz ist obligatorisch. Es sollten Zimmer mit Klimaanlage bevorzugt werden, denn Moskitos fliegen nicht in kalte Räume. Zudem ist die Nutzung von Insektenabwehrmitteln unumgänglich. Da die übertragende Anopheles-Mücke nur nachtaktiv ist, sind diese Maßnahmen ab Einbruch der Dämmerung unbedingt einzuhalten.

    Ghana gehört aber auch zu den Regionen, in denen Denguefieber bekannt ist. Eine Ansteckung mit dieser Virusinfektion erfolgt über den ausschließlich tagaktiven Tiger-Moskito. Das relativ große Fluginsekt kann durch seine auffällig gelb-schwarze Musterung am Leib leicht identifiziert werden. Dengue ist eine der am meisten verbreiteten Infektionen weltweit. Vom Denguevirus sind vier Stämme bekannt, die zumeist regional begrenzt auftreten. Hier liegt ein Problem, denn nach einer überstandenen Dengueinfektion ist der menschliche Körper lediglich kurzfristig gegen alle, danach nur noch gegen diesen einen Virusstamm immun – nicht gegen die drei anderen. Kommt es zu einer Übertragung mit einem differenten Virus, so bricht die Erkrankung erneut aus. Dabei ist der Krankheitsverlauf regelmäßig schwerer und die Mortalitätsrate steigt mit jeder Neuinfektion. Gegen Dengue gibt es weder die Möglichkeit einer Impfung noch die einer medikamentösen Prophylaxe. Nach erfolgter Infektion kann dem Patienten nur durch die Gabe von Medikamenten zur Schmerzlinderung und zur Fiebersenkung geholfen werden. Die einzige sinnvolle Vorsichtsmaßnahme ist der lückenlose Schutz vor Moskitostichen mit Repellents, Moskitonetzen und entsprechender heller, langer Kleidung. Achtung: Anstatt Paracetamol darf auf keinen Fall ein Medikament mit Acetylsalicylsäure, dem sogenannten Aspirin, verwendet werden. Es kann bei Dengue zu inneren Blutungen kommen. Da Acetylsalicylsäure die Gerinnung hemmt, kann eine Einnahme fatale Folgen haben.

    Medizinische Versorgung / Auslandskrankenversicherung

    Die medizinische Versorgung in Ghana gilt als unzureichend. Außerhalb der größeren Städte sind Krankenhäuser mit qualifiziertem Personal nur selten vorhanden. Oftmals fehlen in den einfachen ambulanten Krankenstationen lebensnotwendige Medikamente. Technische Hilfsmittel und eine moderne Apparatediagnostik fehlen gänzlich. Selbst in den Zentren des Landes kann es zu Engpässen bei der medikamentösen Versorgung kommen. In Accra und Kumasi ist die medizinische Situation zufriedenstellend. In Accra sind gut ausgebildete Ärzte verfügbar, darunter ein Regionalarzt des Auswärtigen Amtes. Viele der hier behandelnden approbierten Mediziner sprechen Englisch, einige auch Deutsch.

    Die Apotheken in Accra und teilweise auch in Kumasi verfügen über ein Grundsortiment von gebräuchlichen Medikamenten, die zumeist britischer Herkunft sind. Gelegentlich kommt es zu Engpässen bei der Nachlieferung. Auch werden immer wieder Medikamentenfälschungen entdeckt. Spezielle Präparate sind nur schwer oder nicht erhältlich. Dringend empfohlen wird das Mitnehmen einer Reiseapotheke. Darin sollten Schmerzmittel, Arzneimittel zur Fiebersenkung, Wunddesinfektion, Präparate gegen Durchfall sowie die eigenen individuellen Medikamente in ausreichender Menge enthalten sein. Wenn Sie auf die ständige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind, sollten Sie diese von zu Hause mitbringen. Ratsam ist es dazu ein Attest oder Rezept für die Arzneimittel bei sich zu tragen, welches Sie bei der Einreise den Grenzbeamten vorlegen.

    Operationen, die geplant durchgeführt werden, sollten in Europa erfolgen. Bei Notfällen sind verschiedene Privatkliniken verfügbar, die einen annehmbaren medizinischen Standard vorweisen können. Bei schweren Notfällen, insbesondere nach Unfällen mit massiven Verletzungen, ist die Herz- und Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu oder das 37 Military Hospital in Accra eine Empfehlung.

    Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie eine Auslandskrankenversicherung abschließen, die eine Rückholversicherung beinhaltet. So bleiben Sie bei einem möglichen medizinischen Notfall nicht auf den Behandlungskosten sitzen und können – wenn medizinisch notwendig – ins Ausland evakuiert werden. Bei längeren Aufenthalten in Ghana empfiehlt es sich, Mitglied der West African Rescue Association zu werden, einem gut funktionierenden Ambulanzservice.

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  • Einreisebestimmungen

    Um nach Ghana einreisen zu können, müssen Sie vorab bei der Botschaft ein Visum beantragen. Achtung: Selbst wenn Sie ein langfristiges Visum im Voraus beantragt haben, wird ein solches regelmäßig bei der Einreisekontrolle auf 60 Tage begrenzt. Bei der Einreise muss der Reisepass eine Gültigkeit von mindestens sechs Monaten über das geplante Ende der Reise hinaus haben. Zudem ist eine Impfbescheinigung notwendig, mit der eine gültige Gelbfieberimpfung nachgewiesen wird. Diese wird nur in einem internationalen Impfausweis anerkannt. Wenn Sie mit einem Studentenvisum einreisen, benötigen Sie zusätzlich die Immatrikulationsbescheinigung Ihrer ghanaischen Universität.

    Ist ein Aufenthalt von mehr als 60 Tagen geplant, so sollten Sie rechtzeitig das Büro des Immigration Service aufsuchen und dort um eine Visa-Verlängerung zu beantragen. Das gilt auch, wenn Sie zwischendurch in einen Nachbarstaat ausreisen möchten, denn beim Immigration Service können Sie auch ein Re-Entry-Visum erhalten. Zur Beantragung sind zwei aktuelle Passbilder mitzubringen, die Kosten liegen bei 80 Ghana Cedi pro Verlängerungsmonat. Planen Sie etwa 14 Tage Bearbeitungszeit für die Verlängerung ein.

    Bei der Ausreise müssen der Reisepass und das Visa noch gültig sein. Zuwiderhandlungen werden mit hohen Geldstrafen geahndet. Ist das Visum ausgelaufen, ist der Reisende des illegalen Aufenthaltes schuldig. Das hat neben einer Geldbuße die Aufnahme in die Visaversagensdatei zur Folge. Eine erneute Einreise nach Ghana kann dann nur erfolgen, wenn der Ghana Immigration Service dem zuvor zustimmt.

    Zollbestimmungen

    Persönliche Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs oder solche, die bei einem Arbeitsaufenthalt zur Ausübung des Berufes benötigt werden, können zollfrei nach Ghana eingeführt werden. Wenn zum eigenen Verzehr bestimmt, dürfen ein Liter Spirituosen und zwei Liter Wein, wahlweise 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Tabak bei der Einreise mitgeführt werden. Zollfrei sind ebenso 250 Milliliter Eau de Toilette und 60 Milliliter Parfüm. Reisegepäck, welches Sie nicht mit sich führen, muss sofort nach der Ankunft am Flughafen angemeldet werden. Versäumen Sie das Deklarieren dieser Gepäckstücke, wird auf den Inhalt ein Einfuhrzoll erhoben.

    Welche Waren aktuell unter ein generelles Einfuhrverbot fallen oder einer besonderen Einfuhrgenehmigung bedürfen, erfahren Sie beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service.

    Devisen dürfen in unbegrenzter Menge eingeführt werden und müssen nicht deklariert werden. Sollen davon beim Verlassen des Landes Devisen wieder ausgeführt werden, ist dies bei der Einreise anzumelden. Die ghanaische Währung darf nur bis zu einer Höhe von 5 Ghana Cedi ausgeführt werden.

    Für Antiquitäten und Edelmetalle ist eine Exportgenehmigung erforderlich. Nähere Informationen erteilt auch hierzu das CEPS. Dringend abgeraten wird vom Kauf von Souvenirs, bei denen Pflanzen oder Tiere oder Teile davon zur Herstellung verwendet worden. In Ghana gibt es mehr als 30.000 artgeschützte Tiere und Pflanzen. Schon der Versuch diese lebendig, tot oder als Souvenir auszuführen, zieht empfindliche Strafen nach sich.

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  • Diplomatische Vertretungen

    In Deutschland

    Botschaft des Staates Ghana
    Stavangerstraße 17
    10439 Berlin
    Tel. +49 (030) 547 149 0
    Fax +49 (030) 446 706 3

    Honorarkonsulate Ghanas werden außerdem in Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt am Main, München-Gräfelfing und Hannover betrieben.


    In Ghana

    Deutsche Botschaft Ghana
    No. 6, Ridge Street
    North Ridge
    Accra
    Tel. +233 (021) 211 000
    Fax +223 (021) 221 347

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