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Nationalflagge Griechenland

Griechenland im Überblick

Staatsname:
Griechische Republik
Hauptstadt:
Athen
Staatsform:
Parlamentarische Republik
Fläche:
132.000 km²
Bevölkerung:
11 Mio.
Sprachen:
Griechisch
Religionen:
98% Griechisch-Orthodoxe
Währung:
Euro (EUR)
Vorwahl:
+30
Zeitzone:
OE(S)Z

Griechenland-Einreise: Einreisebestimmungen & Sicherheit

Auf den Spuren der Antike wandeln, an Traumständen entspannen oder das pulsierende Nachtleben genießen – Griechenland verzaubert mit vielem. Um trotz der in letzter Zeit vermehrt auftretenden Unruhen sicher durch das Land zu reisen, sollten Sie Ihren Urlaub sorgfältig vorbereiten. Dafür finden Sie hier alle wichtigen Informationen, wie beispielsweise zur medizinischen Versorgung, zu Impfungen oder zu Einreisebestimmungen.

  • Sicherheit & Kriminalität

    Streiks und Demonstrationen haben seit 2014 deutlich abgenommen, dennoch kann es vereinzelt zu Arbeitsniederlegungen und zu Protesten kommen, die in Gewalt umschlagen können. Es wird daher empfohlen, sich von größeren Menschenaufläufen fernzuhalten und sich umsichtig zu verhalten.

    In Folge der Finanzkrise ist der Kapitalverkehr in Griechenland zur Zeit eingeschränkt. Für ausländische Urlauber gibt es allerdings momentan keine besonderen Einschränkungen. Informationen zur aktuellen politischen Lage erhalten Sie entweder über die deutsch- und englischsprachigen Medien, die Deutsche Botschaft oder die lokalen Behörden.

    Einige großstädtische Viertel sind in Griechenland besonders stark von Kriminalität betroffen. Hierzu gehören vor allem der Omónia-Platz mit der gleichnamigen Metrostation in Athen sowie der sich nördlich anschließende Platía Vathís. Beide Orte sind als Umschlagplatz für Drogen bekannt, weswegen ein erhöhtes Risiko für Taschendiebstahl oder Überfälle besteht. Achten Sie daher in einschlägigen Vierteln auf Ihre Wertgegenstände und nutzen Sie für nächtliche Heimfahrten ausschließlich Taxis. Ähnliche Vorsicht ist auf dem Flohmarkt im Thiseio-Bezirk geboten, wo teils sehr starkes Gedränge herrscht. Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands, ist im Vergleich zu Athen weitaus sicherer. Dennoch kann es auch hier zu Kleinkriminalität und Raubüberfällen insbesondere im Bereich südlich des Hauptbahnhofs und in der westlichen Innenstadt kommen. Ein erhöhtes Risiko besteht darüber hinaus in Ferienorten wie Faliraki auf Rhodos, Kavos auf Korfu, Malia auf Kreta und auf der Insel Ios. Vorsichtshalber sollten Sie Bargeld, Ausweispapiere sowie Kredit- und EC-Karten getrennt voneinander am Körper aufbewahren. Im Fall von Taschendiebstählen oder Raubüberfällen sollten Sie die Polizei unter der Notrufnummer 100 oder der europaweit gültigen Durchwahl 112 hinzuziehen

    Naturgefahren

    Griechenland liegt in einer seismisch aktiven Zone, in der es zuletzt 2008 zu einer heftigen Erschütterung mit mindestens 240 Verletzten in Achaia kam. Besonders gefährlich kann der marode Zustand vieler Gebäude werden, weshalb Sie bei einem Erdbeben umgehend Schutz unter schweren stabilen Möbeln oder einem Türrahmen suchen sollten. Im Freien wird empfohlen, sich so schnell wie möglich an einen möglichst unbebauten Platz zu begeben. Weitere Sicherheitsempfehlungen können auf dem Merkblatt zu Erdbeben über die Griechische Botschaft eingesehen werden.

    In nahezu jeder Region in Griechenland sind die im Sommer auftretenden Wald- und Buschbrände eine Gefahr, die zu Atemwegs- und Rauchvergiftungen führen können. Hier ist es wichtig, die aktuelle Nachrichtenlage, zum Beispiel über die Meldungen der deutschsprachigen Griechenland-Zeitung oder der englischsprachigen Tageszeitungen Tovima und Kathimerini, im Auge zu behalten.

    Weitverbreitet sind freilaufende Hunde und Katzen. Einige dieser streunenden Tiere sind mit Tollwut infiziert. Deswegen sollten Sie stets jeglichen Tierkontakt vermeiden.

    Giftige Reptilien kommen dagegen seltener vor: In den vielen Schluchten und Waldgebieten im griechischen Inland können Sie jedoch auf die Kreuzotter treffen, die Sie am markanten Zickzackmuster auf dem Rücken erkennen. Das Gift der Schlange verursacht akute Herzrhythmusstörungen und Atembeschwerden, die jedoch durch eine gute medizinische Versorgung schnell und effektiv bekämpft werden können. Wichtig ist es, die lokale Bissstelle stillzustellen, zu kühlen und abzubinden, um eine weitere Ausbreitung des Giftes zu verhindern. Im Krankenhaus beziehungsweise bei örtlichen Ärzten und Apotheken werden im Notfall Antiseren verabreicht, was jedoch nur dann notwendig ist, wenn sich ein über die Extremitäten hinaustretendes Ödem bildet.

    Beim Baden sollten Sie sich je nach Region über das Seeigel-Vorkommen informieren und gegebenenfalls Badeschuhe kaufen, die vor den Stacheln der Tiere schützen.

    © Reisemeister GmbH
  • Gesundheitshinweise

    Vor Ihrer Reise nach Griechenland sollten Sie Ihren Standardimpfschutz auf Vollständigkeit überprüfen. Als Reiseimpfung wird eine Hepatitis A-Impfung empfohlen. Bei längeren Aufenthalten ist außerdem ein Schutz gegen Hepatitis B, für Jugendliche eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis C sinnvoll.

    Wenn Sie Ausflüge in die Natur planen, sollte ein Schutz gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bestehen. Die FSME zeigt sich zunächst durch hohes Fieber, Kopfschmerzen, Schwindel, Lichtempfindlichkeit sowie Rücken- und Nackenschmerzen. Bei einem Teil der Patienten kommt es zum Einbezug der Hirnhaut, was starke Lähmungen, Sprachstörungen und Wesensveränderungen zur Folge haben kann. Bei einer Borreliose-Infektion zeigt sich eine typische kreisrunde Rötung rund um den Zeckenbiss. Gegen die Borreliose-Krankheit gibt es bis heute keinen Impfschutz, weswegen eine vorsorgliche Verwendung von Repellentien und das Tragen langer Kleidung gegen Zeckenbisse bei Wanderungen in Makedonien besonders wichtig sind.

    Eher selten tritt das Krim-Kongo-Fieber auf, das ebenfalls von Zeckenbissen, aber auch durch den Kontakt mit Blut und Körperflüssigkeiten, übertragen wird. Die ersten Symptome der hämorrhagischen Fiebererkrankung zeigen sich nach ein bis 13 Tagen in Form von plötzlich auftretendem Fieber, Schüttelfrost, Reizbarkeit, Kopf-, Muskel-, Glieder- sowie Oberbauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Impfungen gibt es gegen das Krim-Kongo-Fieber bisher nicht, weswegen ein angemessener Zeckenschutz wichtig ist. In der Therapie konzentriert man sich weitgehend auf die Bekämpfung der Symptome.

    Durch Anti-Insekten-Sprays können Sie auch Mückenstiche verhindern. Im Norden Griechenlands gab es in den vergangenen Jahren vereinzelt Ausbrüche des durch Mücken übertragenen West-Nil-Fiebers. In 80 Prozent der Infektionsfälle treten allerdings keine weiteren Symptome auf. Nur in sehr seltenen Fällen kann der Virus eine Enzephalitis oder Meningitis mit schweren Folgeschäden auslösen.

    Im südlichen Teil des Peloponnes kam es in einigen Fällen zu Malariaübertragungen, wogegen Sie sich durch die Anwendung von Repellentien bei Nacht schützen können.

    Bei langen Wanderungen im Sommer und Strandaufenthalten sollten Sie wegen der hohen Sonneneinstrahlung eine Kopfbedeckung tragen und Sonnenschutzmittel für die Haut verwenden. Wenn Sie längere Zeit im Meer sind, ziehen Sie am besten ein T-Shirt über, da das Wasser die Sonnenstrahlen verstärkt und dadurch eine erhebliche Sonnenbrandgefahr besteht. Nutzen Sie nach Möglichkeit überwachte Strände mit Rettungsschwimmern. Ausreichend Trinkwasser bei sich zu tragen ist sowohl im Badeurlaub als auch auf Wanderausflügen empfehlenswert, um Dehydrierungen zu verhindern. Leitungswasser ist in der Regel genießbar, auch wenn durch den hohen Chloranteil auf manchen Inseln beim Duschen und Baden Haut- und Augenrötungen auftreten können.

    Medizinische Versorgung / Auslandskrankenversicherung

    Dringend erforderliche Behandlungen in Krankenhäusern, bei Ärzten und Zahnärzten können Sie mithilfe der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) in Anspruch nehmen. Für weitergehende Therapien ist eine Auslandsreisekrankenversicherung jedoch unabdingbar, zumal mit dieser auch ein Rücktransport nach Deutschland abgedeckt wird. Bei Unfällen rufen Sie den Allgemeinen Notruf unter der Nummer 112, die Polizei unter 100, die Feuerwehr unter 199 oder die Unfallrettung unter 166 an. Letztere betreibt in enger Zusammenarbeit mit anderen Staaten einen sehr effektiven Hubschrauberservice, der innerhalb kürzester Zeit die nächstgrößere Notaufnahme anfliegt. Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, in welcher Klinik Sie versorgt werden: Während die Leistungen öffentlicher Krankenhäuser über die allgemeine europäische Krankenversicherungskarte abgedeckt sind und Notfallbehandlungen sogar kostenlos erfolgen, kommt für die private medizinische Versorgung nur die Auslandsreisekrankenversicherungen auf. Auf dem Land stehen neben den Krankenhäusern auch sogenannte Ambulatorien und auf größeren Inseln 24-Stunden-Unfallkliniken für Notfälle bereit. Vor Ort können Sie meist auf einen englischsprachigen Service bauen. Eine Übersicht über deutschsprachige Mediziner gibt die Ärzteliste der Deutschen Botschaft in Athen.

    Für kleinere Erkrankungen wenden Sie sich an die Apotheken (φαρμακείο/ farmakeio) des Landes. Die griechischen Pharmazeuten sind sehr gut ausgebildet, können Ihnen in vielen Fragen weiterhelfen und führen alle in Europa gängigen Medikamente. Achtung: Viele Apotheken haben nachmittags und am Wochenende geschlossen. Konkrete Öffnungszeiten und den aktuellen Bereitschaftsdienst entnehmen Sie den Aushängen an den Schaufenstern oder Sie verschaffen sich bei Vrisko einen Überblick über die Notfallapotheken.

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  • Einreisebestimmungen

    Für die Einreise nach Griechenland benötigen Sie lediglich einen gültigen Personalausweis, da der Staat zur Europäischen Union und Schengen-Raum gehört. Grundsätzlich ist es auch möglich mit Ausweisdokumenten zu reisen, die bereits seit einem Jahr abgelaufen sind, jedoch kann es dann bei Flügen zu Problemen mit der jeweiligen Airline kommen. Wenn Sie mit dem vorläufigen Personalausweis griechischen Boden betreten möchten, sollte dieser in jedem Fall noch gültig sein. Allein reisende Minderjährige müssen eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern beziehungsweise der Erziehungsberechtigten bei sich tragen. Offizielle Beglaubigungen erhalten Sie als nicht-griechischer Staatsbürger auf der griechischen Botschaft in Berlin sowie in den Generalkonsulaten Griechenlands.

    Wer über den Landweg anreist, sollte für die Fahrt durch Albanien, Mazedonien oder Bulgarien in jedem Fall einen Reisepass dabei haben. Bei Aufenthalten, die länger als drei Monate dauern, ist offiziell eine Registrierung (Nationales Visum Typ D) mit ausgestellter Aufenthaltserlaubnis notwendig. Diese Regelung wird in der Praxis allerdings kaum umgesetzt. Als Austauschstudent, Au-pair oder Ferienarbeiter sollten Sie sich dennoch um ein solches Dokument bemühen, indem Sie sich direkt an die griechische Botschaft beziehungsweise an eines der griechischen Generalkonsulate in Deutschland wenden.

    Zollbestimmungen

    Griechenlands Einfuhrgesetze verbieten auf das Strengste das Mitbringen von Munition, Waffen und waffenartigen Gegenstände, wozu unter Umständen auch größere Campingmesser, Schwerter, Säbel und Pfeffersprays zählen. Gleichsam verboten ist die Mitnahme von Rauschgiften – ein Delikt, das mit hohen Strafen geahndet wird.

    In der EU bereits besteuerte Waren können ohne Probleme von Privatpersonen nach Griechenland eingeführt werden. Sollte ein kommerzieller Zweck der Mitnahme bestehen, ist eine Deklaration beim Zoll (teloneiakés archés beziehungsweisedasmós) obligatorisch. Bei Genussmitteln richten Sie sich bitte nach den folgenden Vorgaben für die Ein- und Ausreise: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1.000 Gramm Tabak, zehn Liter Spirituosen, 20 Liter Zwischenerzeugnisse wie Campari, Portwein oder Madeira sowie 90 Liter Wein, 60 Liter Schaumwein und 110 Liter Bier werden pro Person gewährt. Unter 17-Jährige sind von dieser Regelung ausgenommen. Achtung: Bei der Einreise über Nicht-EU-Staaten wie Albanien, Mazedonien und die Türkei liegen die Grenzwerte deutlich niedriger. In diesem Fall sind nur 200 Zigaretten, 100 Zigarillos, 50 Zigarren oder 250 Gramm Tabak erlaubt. Nicht schäumende Weine, Schaumweine und Likörweine können bis zu zwei Litern, Spirituosen mit mehr als 22 Prozent Alkoholanteil bis zu einem Liter, Parfüm bis zu 50 Gramm und Eau de Toilette bis zu 0,25 Litern mitgebracht werden. Bei Kaffee liegt die Beschränkung bei 500 Gramm, bei Kaffee-Extrakten bei 200 Gramm, wohingegen Tee- und Tee-Extrakte auf 100 beziehungsweise 40 Gramm begrenzt sind. Beim Grenzübertritt mit dem Auto können Sie exakt zehn Liter Kraftstoff im Reservekanister dabei haben. Sämtliche andere Waren, die nicht für den Eigenverbrauch gedacht sind, sollten bei der Einreise aus Drittländern einen Wert von 175 Euro (für Reisende unter 15 Jahren von 90 Euro) nicht überschreiten. Bei Bargeld, Inhaberpapieren, Schecks, Wechseln und Edelmetallen ist eine Anmeldung ab einem Betrag von 10.000 Euro beim Zoll notwendig. Eine Deklarationspflicht besteht darüber hinaus bei der Ausfuhr von mehr als 2.000 Euro beziehungsweise dem entsprechenden Gegenwert in einer Fremdwährung.

    Vorsicht beim Kauf von Antiquitäten und dem Aufsammeln von Steinen an archäologischen Orten: Grundsätzlich verbietet das griechische Kultusministerium die Ausfuhr aller kulturgeschichtlich wertvollen Objekte, die vor 1830 entstanden sind. Hierzu zählen unter anderem auch Ikonen, Volkskunst und Münzen. Zuwiderhandlung kann hohe Strafen bis hin zu Gefängnisaufenthalten zur Folge haben.

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  • Auskunft

    In Deutschland

    Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
    Direktion für Deutschland
    Holzgraben 31
    60313 Frankfurt am Main
    Tel. +49 (0) 69 257827 0
    Fax +49 (0) 69 257827 29

    Diplomatische Vertretungen

    In Deutschland

    Griechische Botschaft in Berlin
    Jägerstraße 54-55
    10117 Berlin
    Tel. +49 (0) 30 206260
    Fax +49 (0) 30 20626444

    Konsularabteilung Griechenlands in Berlin
    Mohrenstraße 17
    10117 Berlin
    Tel. +49 (0) 30 213 7033 4
    Fax +49 (0) 30 218 2663
     

    In Griechenland

    Deutsche Botschaft in Athen
    Karaoli & Dimitriou 3
    10675 Athen – Kolonaki
    Tel. +30 210 72 85 111
    Notfall-Telefon: +30 693 23 381 53 (deutschsprachig)
    Fax +30 210 72 85 335
     

    In Thessaloniki stehen Ihnen die Dienste des Deutschen Generalkonsulats zur Verfügung. Honorarkonsulate gibt es darüber hinaus auf Korfu, in Igoumenitsa, Patras, Volos, Komotini, Chania, Iraklion, auf Rhodos, Samos sowie Syros.

    Wichtige Rufnummern

    Tel. 112 Allgemeiner Notruf
    Tel. 100 Polizei
    Tel. 171 Touristenpolizei Athen
    Tel. 166 Unfallrettung
    Tel. 104 00 Pannenhilfsdienst des griechischen Automobilclubs ELPA
    Tel. 21 09 60 12 66 ADAC-Notruf in Athen
    Tel. +49 116 116 Sperrnummer für Kreditkarten

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