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Nationalflagge Griechenland

Griechenland im Überblick

Staatsname:
Griechische Republik
Hauptstadt:
Athen
Staatsform:
Parlamentarische Republik
Fläche:
132.000 km²
Bevölkerung:
11 Mio.
Sprachen:
Griechisch
Religionen:
98% Griechisch-Orthodoxe
Währung:
Euro (EUR)
Vorwahl:
+30
Zeitzone:
OE(S)Z
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Griechenland-Urlaub: Informationen & Auslandskrankenversicherung

Neben antiken Stätten und schönen Stränden locken auch bezaubernde Dörfer, gigantische Hochgebirge und mittelalterliche Burgen unzählige Touristen nach Griechenland, und das bei ganzjährigem Sonnenschein. Damit auch Sie hier Ihren Traumurlaub verbringen, haben wir praktische Tipps für Sie zusammengestellt, wie zu Steckdosen, zum Wetter oder zur Bezahlung.

  • Fotografieren

    Es ist strikt untersagt, wichtige zivile Anlagen wie Häfen und Flughäfen sowie militärische Einrichtungen zu fotografieren. Dies trifft auch auf zivile Schiffe und Flugzeuge, Marineboote und Militär-Jets sowie in manchen Fällen auf falsch geparkte Polizeiautos zu. In einigen Museen ist das Fotografieren ebenfalls verboten oder nur ohne Blitz und Stativ gestattet.

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    Feiertage und Feste

    Griechenland ist ein streng orthodoxes Land, in dem religiöse Feiertage und Feste eine große Rolle spielen. Fast jeder Ort hat einen Schutzheiligen, der mit fulminanten Prozessionen und Feuerwerken an Namenstagen geehrt wird. Landesweit haben die Griechen zum Tag der Heiligen Drei Könige (Theofánia/ Fóta), am Rosenmontag (Kathará Deftéra), am orthodoxen Karfreitags- (Megáli Paraskevi), Ostersonntags- (Páscha) und Ostermontagsfest, zu Pfingsten (Agíou Pnévmatos), Mariä Himmelfahrt (Kímisi tis Thetókou) und an den beiden Weihnachtsfeiertagen (Christoúgena) frei. Alle öffentlichen Verwaltungseinrichtungen, Schulen sowie die meisten Geschäfte sind dann geschlossen. Traditionell kommt dem Osterfest der größte Stellenwert zu, was mit Umzügen, Musik und dem Osterfeuerwerk gefeiert wird. Auch zum Neujahr, dem Protochroniá, steht das Leben in Griechenland still, an dem der Heilige Wassilios (Ágios Wassílios) Geschenke bringt.

    Als wichtigster staatlicher Feiertag gilt der Nationalfeiertag am 25. März, der mit dem Fest zu Mariä Verkündung zusammenfällt. Mit obligatorischen Schul- und Militärparaden, panhellenischen Flaggen an Häuserfassaden und festlichen Reden wird der Revolution von 1821 und der Befreiung von der osmanischen Herrschaft gedacht. Sehr ähnlich gestaltet sich der 28. Oktober, der Ochi-Tag oder Jahrestag des Nein. Die Griechen erinnern dann an die Ablehnung des italienischen Besetzungsultimatums von Benito Mussolini im Jahr 1940, ein Ereignis, das zum zweitwichtigsten Staatsmythos avanciert ist. Den Arbeitnehmern ist der 1. Mai gewidmet. Gewerkschaften halten an diesem Datum Kundgebungen ab, während weniger politisch gesinnte Ausflüge unternehmen und Autos wie Häuser mit traditionellen Blumenkränzen schmücken. Wenn der 1. Mai auf einen Sonntag oder einen religiösen Feiertag variierenden Datums fällt, werden die Kundgebungen auf den nächsten Arbeitstag verschoben.

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    Knigge

    Höflichkeits- und Begrüßungsregeln sind in Griechenland besonders wichtig: Bis zum Mittag ruft man sich ein freundliches kaliméra zu, was so viel wie „Guten Morgen!“ bedeutet und sich nach 12.00 Uhr in die Grußformel kalispéra verwandelt, die wortwörtlich für „Gute Dämmerung!“ steht. Etwas informeller sind Wendungen wie jásu gegenüber einer Person und jássas gegenüber mehreren Personen. Sie werden unabhängig von der Tageszeit und auch als Trinkspruch im Sinne von „Prost“ verwendet. Zum Abschied sagt man in der Regel chérete oder adío und gibt sich wie zur Begrüßung die Hand. Umarmungen und Wangenküsse sind dagegen nur gut bekannten Personen vorbehalten. Ein Indikator dafür, dass einem der Gesprächspartner die Freundschaft anbietet, ist das Wort re, das „Du“ bedeutet. Das weitverbreitete Du kann jedoch auch Geringschätzung ausdrücken und sollte deswegen nicht inflationär verwendet werden. Wer als Antwort ein réxinos erhält, wird für die zu laxe Anrede kritisiert. Stattdessen ist man mit essís für Sie, einem kyría für Frau und kýrie für „Herr", gefolgt vom Nachnamen, stets auf der richtigen Seite. Vorsicht: Mit abgespreizten Fingern zu winken, versteht man in Griechenland als „Verzieh‘ dich!" In der Regel wird dabei va, par’ta oder órse ("Hier!", "Nimm das!" oder "Geh dorthin!") geäußert.

    In Kaffeehäusern und Tavernen können Sie schnell mit den Anwesenden ins Gespräch kommen, indem Sie die Gäste mit einem spontanen élla kátse an ihren Tisch einladen. Fettnäpfchen lauern in politischen Diskussionen, da der Nationalstolz in Griechenland stark ausgeprägt ist und die Einheimischen dazu neigen, ihre Meinung mit großer Leidenschaft zu vertreten. Verunglimpfungen der Nation oder allzu harsche Kritik an der griechischen Regierung in der aktuellen Wirtschaftskrise können zu hitzigem Streit führen. Absolut tabu sind die Insignien des Staates: Die Zerstörung von Symbolen wie der Flagge gilt nicht nur als unangebracht, sondern auch als strafbar. Eine sensible Thematik ist die territoriale Frage Makedoniens: Der Name des Nachbarlands lehnt sich namentlich und geschichtlich an das Imperium Alexanders des Großen an, dessen Persona auch von Griechenland beansprucht wird. Insofern ist der Begriff FYROM (Englisch für „Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien“) oder Skopje weitaus gängiger, während die Verwendung des Wortes Mazedonien oder Makedonien für das Land nördlich von Griechenland als unverblümte Beleidigung aufgefasst werden könnte.

    Im Restaurant teilt man den Rechnungsbetrag unabhängig von den individuellen Bestellungen durch alle anwesenden Personen, was als refiné bezeichnet wird. Wenn Sie zu einem Griechen nach Hause eingeladen sind, tauchen Sie bitte nicht zwischen 14.00 und 18.00 Uhr auf, selbst wenn ein Termin am „Nachmittag“ vereinbart wird. Einladungen auszuschlagen, kann schnell als Schmähung verstanden werden. Als Gastgeschenke eignen sich Schokolade, Spirituosen sowie Blumen für Frauen, und Sie sollten in gepflegter Kleidung erscheinen. Verspätungen bei Treffen und Besuchen werden einkalkuliert.

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    Rauchen

    Obwohl es seit 2010 ein Rauchverbot in Griechenland gibt, wird es im Alltag kaum umgesetzt. In den meisten Tavernen werden sogar bewusst Aschenbecher aufgestellt, um das Gesetz offen zu missachten. Nur wenige Kommunen, wie die Insel Euböa, gehen mit der Regelung konsequent um und verhängen Geldstrafen von bis zu 1.500 Euro. Die meisten Überprüfungen von Tavernen und Restaurants hängen mit der Rauchverbot-Hotline 1142 zusammen, über die man Verstöße melden kann. Grundsätzlich sollten Sie sich in allen öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern, Flughäfen und Einkaufszentren, in denen es keine Aschenbecher gibt, mit dem Rauchen zurückhalten.

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    Strom

    Das Stromnetz funktioniert mit derselben Spannung und Stromstärke wie in Deutschland, wobei auch dieselben Steckdosen wie in Deutschland verwendet werden.

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    Telefonieren und Internet

    Öffentliche Telefonzellen werden von der Netzgesellschaft OTE betrieben und sind meist auf dem Land in der Nähe von Supermärkten, Kiosken sowie in den Büros des Unternehmens zu finden. In Letzteren können Sie auch die für 90 Tage gültigen Telefonkarten für die Nutzung der Fernsprecher kaufen. Achtung: Telefonieren in Hotels ist weitaus teurer als in Telefonzellen, für die drei Euro mühelos ausreichen, um ein langes Gespräch innerhalb Griechenlands zu führen. Die Vorwahl für Griechenland lautet +30.

    Die Gebühren für die Mobilfunkgespräche innerhalb Europas sind erheblich gesunken, sodass sich für eine geringe Nutzung auch Roaming anbietet. Anrufe kosten innerhalb der EU nur noch 19 Cent pro Minute, eingehende Anrufe fünf Cent, SMS-Versand 6 Cent, Datendienste 20 Cent pro Megabyte und der Empfang von Kurzmitteilungen ist kostenlos. Auf Kreuzfahrten können die Roamingkosten teils sehr viel höher ausfallen, da Reeder und Schiffsunternehmen oftmals eigene Mobilfunknetze nutzen, bei denen im Extremfall Minutengebühren von bis zu 10 Euro entstehen. An den EU-Außengrenzen nehmen Mobiltelefone teilweise das Netz des Nachbarlandes auf. Für Vieltelefonierer ist der Erwerb einer regionalen Prepaid-Karte lohnenswert, wobei Ihnen die fünf Anbieter CosmOTE, frog mobile, Wind Q und Vodafon zur Auswahl stehen.

    Internetzugänge finden Sie in den vielen Internetcafés in den großen Städten und Badeorten. Pro Stunde sind Gebühren von drei bis fünf Euro Standard, jedoch können Sie mit dem eigenen Laptop oder Smartphone auch kostenlose WLAN-Netzwerke in Hotellobbys, Restaurants und Bars nutzen. Gekennzeichnet wird ein solches Angebot durch das Wifi-Symbol an den Schaufenstern und Eingangstüren.

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    Trinkgeld

    In den meisten Restaurants ist das Trinkgeld als Servicegebühr (φιλοδώρημα/ filodorima) bereits im Rechnungspreis inbegriffen und als solches auf dem Beleg vermerkt. Trotz dieser Zusatzkosten ist es durchaus üblich bis zu fünf Prozent - bei sehr gutem Service auch zehn Prozent - mehr zu geben. Trinkgelder unter 50 Cent werden als Beleidigung aufgefasst. Bei Taxifahrten können Sie großzügig aufrunden und Zimmermädchen sowie Gepäckträgern ein bis zwei Euro geben.

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  • Autofahren

    Mit dem Europäischen Führerschein und der grünen Versicherungskarte können Sie in Griechenland mit dem Auto fahren und sich vor Ort einen Mietwagen ausleihen. Autovermietungen finden Sie nicht nur an Flughäfen und Bahnhöfen, sondern auch in jeder Großstadt und in den Urlaubsorten. Ein Kleinwagen inklusive Vollkaskoversicherung kostet circa 30 Euro am Tag exklusive Benzin. Tipp: Einige Mietwagenfirmen haben besondere Online-Angebote. Buchen Sie also am besten Ihren Mietwagen schon vor der Reise im Internet vor.

    In Griechenland wird auf der rechten Seite gefahren und die Geschwindigkeiten sind in Ortschaften auf 50, auf Landstraßen auf 90 und auf Autobahnen auf 130 Stundenkilometer beschränkt. Zu schnelles Fahren oder Falschparken wird mit einer Grundstrafe von 50 Euro geahndet. Nicht geparkt werden darf an gelben Markierungen und an Vorfahrtsstraßen, wohingegen blaue Parkflächen gebührenpflichtig und weiße Seitenstreifen kostenlos sind. Im vorderen Bereich des Autos besteht Gurtpflicht und Sie müssen auf jeder Fahrt ein Warndreieck, einen Verbandskasten und einen Feuerlöscher mit sich führen. Die Promillegrenze liegt, bei 0,5 Promille, bei Fahranfängern sind jedoch nur 0,2 Promille erlaubt. Für alkoholisierte Fahrten sind mindestens 200 Euro Strafe zu entrichten, bei Blutalkoholwerten ab 0,8 Promille sogar 700 Euro.

    Die sich im Privatbesitz befindlichen Autobahnen und großen Überlandstraßen sind gut ausgebaut und in ausgezeichnetem Zustand. Dies trifft weniger auf die Straßen in ländlichen und weit abgelegenen Regionen, wie den makedonischen Norden an der Grenze zum Nachbarland Mazedonien, zu. Hier sind Schlaglöcher und mangelnde Beschilderung keine Seltenheit, weswegen Sie auf Nachtfahrten in diesen Gebieten verzichten sollten. Auf den Autobahnen zwischen Athen, Thessaloniki, Patras und Tripoli sowie am Tunnel Aktio-Preveza (drei Euro) und auf der Brücke Rio-Andirrio (13,20 Euro) sind Mautgebühren zu bezahlen. Bei der Überquerung des Golfs von Patras hinüber auf die Halbinsel Peloponnes ist die Nutzung der Autofähre teils preiswerter, benötigt allerdings mit Einchecken auch länger für die gesamte Wegstrecke. Zur Orientierung für Mautstraßen: Die Nutzung der Athener Stadtautobahn und der Schnellstraße Attiki Odos zum Flughafen der griechischen Hauptstadt kostet 2,80 Euro pro Pkw. Für die 130 Kilometer von Patras nach Korinth werden dagegen 3,10 Euro veranschlagt. Die mit Abstand wichtigste Mautstraße des Landes ist die E75, die Athen mit der zweitgrößten Stadt Thessaloniki verbindet und deren Nutzung pro Abschnitt zwischen 1,65 und vier Euro kostet. Gleichfalls bedeutsam sind die Moreas-Autobahn, die quer über den Peloponnes von Korinth nach Kalamata führt sowie die Straßen der Nea Odos. Bezahlen können Sie die Mautgebühren entweder per e-Pass bei häufiger Nutzung, in bar oder mit Kreditkarte. Sämtliche Verkehrshinweise, Mautschilder und Ortszeichen sind sowohl in griechisch-kyrillischer, als auch in lateinischer Umschrift vorhanden.

    Der Fahrstil unterscheidet sich zum Teil erheblich von dem in Deutschland, so wird beispielsweise der Pannen- und Seitenstreifen im normalen Verkehr genutzt. Eine rabiate Fahrweise und eine große Menge an Privatautos sorgen vor allem in der Rushhour für kilometerlange Staus in den Stadtzentren von Athen und Thessaloniki. Die Suche nach Parkplätzen kann zu dieser Zeit ebenfalls ein Problem sein, zumal es in Griechenland erheblich an Parkhäusern mangelt. Öffentliche Tankstellen sind entlang der Überlandstraßen und in der Stadt weitverbreitet und akzeptieren grundsätzlich Kreditkarten.

    Nach Unfällen muss umgehend die Polizei unter der Nummer 100 oder die Unfallrettung unter der 166 gerufen werden.

    Öffentliche Verkehrsmittel - in der Stadt

    Das umfassendste U-Bahn-Netz Griechenlands wird in der Hauptstadt Athen betrieben und umfasst seit den Olympischen Sommerspielen 2004 insgesamt 55 Metrokilometer, 51 Stationen und drei Linien. Fahrscheine können Sie einfach an den Ticketautomaten mit Bargeld, weniger oft mit EC- oder Kreditkarten kaufen. Eine 70-minütige Fahrt mit Umsteigen kostet 1,20 Euro, auf der kürzeren grünen Linie 60 Cent (misó-Tarif) und auf der Strecke zum Airport acht Euro. Achtung: Selbst wenn Kontrollen selten geworden sind, muss jedes am Automaten oder an den Verkaufskiosken erworbene Ticket (εισιτήριο beziehungsweise eisitírio) vor dem Einstieg in die Metro entwertet werden. Dasselbe gilt für Straßenbahnen (τραμ), Busse, Oberleitungsbusse und S-Bahnen, die den Stadtverkehr in Athen erheblich flexibler machen. Es empfiehlt sich, ein Tagesticket für vier Euro oder ein 5-Tage-Ticket für zehn Euro zu kaufen. Wer mit einer Zeitfahrkarte auch die Fahrt zum Flughafen abdecken möchte, kann das 3-Tage-Touristenticket wählen.

    In Thessaloniki entsteht seit 2006 ein Metrosystem, das von der regionalen Transportgesellschaft Οργανισμός Αστικών Συγκοινωνιών Θεσσαλονίκης (OASTH) vermutlich 2017 in Betrieb genommen wird. Bis dahin sind die Busse das mit Abstand wichtigste Verkehrsmittel der Stadt. Dies trifft auf die meisten Städte Griechenlands und insbesondere auf den Überlandverkehr der Inseln zu. Bezahlt wird für die Busse meist vorab an einem der Kioske (periptero), wo beispielsweise in Thessaloniki eine einfache Fahrt 80 Cent und zwei Fahrten 90 Cent kosten. Da nicht an jeder festen Haltestelle ein Kiosk vorhanden ist, kaufen Sie am besten gleich mehrere Fahrkarten. Im Bus erworbene Fahrscheine kosten etwa zehn Cent mehr. 24-Stunden-Tickets sind für vier Euro an allen OASTH-Infopunkten erhältlich. Dort erhalten Sie zu einem Preis von zwei Euro auch Tickets für die Fahrt der Buslinie 50, die von einem Reiseführer begleitet wird.

    Bei Nacht (zwischen 0.00 und 5.00 Uhr), in ländlichen Regionen und auf vielen der griechischen Inseln sind Taxis ein wichtiges Fortbewegungsmittel. In den Städten kommen üblicherweise Taxameter zum Einsatz, wohingegen die Landtaxis agoraíon teils schwer überblickbare und in Kyrillisch geschriebene Tariftabellen verwenden. Für die nächtlichen Fahrten darf bis zu 100 Prozent auf den Preis aufgeschlagen werden, eine Regelung, die auch für Touren von Flughäfen, Häfen und Bahnhöfen sowie bei schweren Gepäckstücken über zehn Kilogramm gilt. Taxis sind im Stadtverkehr zwar sehr präsent, aber an Verkehrsknotenpunkten oder Metrostationen ist es leichter, eins zu bekommen. Eine ungefähre Preisberechnung finden Sie bei TaxiFareFinder, als Richtwert gelten 36 Cent pro angefangenen Kilometer.

    Öffentliche Verkehrsmittel - über Land

    Reisemeister Tipp

     

    Wenn Sie über Land reisen, sind die Fernbusse eine gute Option. Mit der Busgesellschaft KTEL können Sie zu nahezu allen Orten in ganz Griechenland reisen. Tickets lassen sich an den zahlreichen Busbahnhöfen des Unternehmens auch kurzfristig kaufen. Üblich ist es jedoch auch, die Überlandbusse direkt am Wegesrand anzuhalten und direkt beim Fahrer mit etwas Rabatt zu bezahlen. Neben Langstrecken werden auch kürzere Fahrten angeboten, sodass Sie im Umkreis von Städten und Dörfern preiswert von A nach B kommen.

    Deutlich weniger effektiv ist das nationale Eisenbahnnetz OSE. Die wichtigsten Linien führen von Athen nach Thessaloniki (4:25 Stunden Fahrzeit), Olympia (5:30 Stunden) und Patras (3:35 Stunden). Zwischen Athen und Thessaloniki verkehrt nachts zudem ein Schlafwagenzug. Tagsüber können Sie innerhalb von etwa fünf Stunden von Thessaloniki nach Alexandroupoli fahren und auch die berühmten Klöster von Metéora bei Kalambaka, Chalkís auf der Insel Euböa, Kozani, Kalamata, Nafplio und Tripoli sind schnell erreicht. Tickets können Sie am Bahnhof bar oder mit Kreditkarte erwerben. Die Preise sind meist etwas günstiger als bei den Überlandbussen.

    Mit über 3.000 Inseln kommt dem Schiffs- und Fährverkehr in Griechenland eine so bedeutende Rolle zu, dass die Reeder und Schiffsbetreiber verfassungsmäßig von der Steuer befreit wurden. Jedes der bewohnten Eilande verfügt über einen eigenen Fährhafen, wo Sie ebenfalls kurzfristig Fahrkarten bekommen können. Informieren Sie sich vorab über die genauen Abfahrtszeiten, da manche Inseln nur zweimal am Tag per Schiff bedient werden. In vielen Fällen ist auch eine Online-Buchung über ferries.gr oder greekferries.gr möglich.

    Für längere Strecken, zum Beispiel von Thessaloniki oder Athen nach Kreta oder nach Rhodos, sind Inlandsflüge eine sinnvolle Alternative. Fluggesellschaften wie Aegean Airlines, Astra Airlines, Olympic Airlines und Sky Express SA bieten Ihnen zahlreiche Routen, unter anderem auch die staatlich subventionierten PSO-Strecken, auf kleine abgelegene Inseln wie Leros, Syros und Lesbos, an. Die Einstiegspreise liegen mit Sonderangeboten bei etwa 29 Euro, im Normalfall aber bei circa 50 Euro. Sky Express SA und Minoan Airsind die wichtigsten Regionalfluglinien Griechenlands, die eine Reihe von Inseln miteinander verbinden.

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  • Klima

    Griechenland ist von einem gemäßigten Mittelmeerklima geprägt, das zwischen Juni und September für hohe Lufttemperaturen mit Werten von über 30 Grad Celsius sowie eine niedrige Regenwahrscheinlichkeit sorgt. Selbst in den Monaten Mai und Oktober kommt es höchstens an drei Tagen zu Niederschlägen und die Temperaturen liegen um die 25-Grad-Marke. Zwischen Mai und September können Sie dabei mit bis zu dreizehn Sonnenstunden am Tag rechnen, ein Wert, der ab Oktober schlagartig abnimmt. Zwischen November und März scheint die Sonne nur noch etwa vier bis sechs Stunden am Tag und die Niederschlagswahrscheinlichkeit nimmt mit bis zu sieben Regentagen im Monat zu. Bei zwischen acht und 15 Grad Celsius sind der Spätherbst, Winter und das Frühjahr dennoch gut zum Sightseeing geeignet. Ab April beginnt allmählich die Bade- und Wassersportsaison.

    Reisezeit

    Wenn Sie in Ihrem Urlaub in Griechenland baden und Wassersport betreiben möchten, sollten Sie ab Mai anreisen. Als Hauptsaison gelten die Monate von Ende Juni bis Mitte September, wenn in Griechenland sonniges Wetter mit Temperaturen über 30 Grad Celsius herrscht. Die schneereichen Gebirge am 2.918 Meter hohen Olymp und im Norden des Landes eignen sich für das Skifahren oder Snowboarden dagegen vor allem für einen Besuch im Winter.

    Kleidung

    Im Süden des Peloponnes ist lange Kleidung bei Nacht zur Vorbeugung gegen Mückenstiche empfehlenswert. Außerdem sollten Sie sich auf Wanderungen in die makedonische Natur durch körperbedeckende Kleidung gegen Zeckenbisse schützen. In Kirchen und Klöstern müssen Frauen grundsätzlich ihre Schultern, Oberarme und Knie bedecken, aber auch Männern wird von kurzen Hosen abgeraten. Im Winter, in den Übergangsjahreszeiten, in höheren Lagen sowie an der Küste lohnt sich die Mitnahme warmer und vor Wind schützender Kleidung.

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  • Geld & Währung

    In Griechenland wird mit dem Euro bezahlt. Bargeld können Sie problemlos mit der EC-Karte am Automaten abheben, sollten allerdings mit Gebühren zwischen fünf und acht Euro rechnen. Kreditkartenunternehmen verzichten dagegen oftmals auf Zusatzkosten. An Kiosken, in Restaurants, an manchen Fahrkartenautomaten, in Bars, bei Mautstellen, im Fährhafen und am Busbahnhof können Sie mit Kreditkarten bezahlen. Für den öffentlichen Nahverkehr sollten Sie dagegen Bargeld zur Hand haben. Die Preise für Lebensmittel liegen deutlich unter denen in Deutschland. Eine Portion Gyros im Fladenbrot kostet beispielsweise etwa zwei Euro, ein Mokka 1,60 Euro und ein Glas Wein 2,60 Euro. Die Eintrittspreise für Museen und archäologische Ausgrabungsstätten variieren zwischen zwei und vier Euro. Tipp: Landesweit sind Museen für Personen ab 65 Jahren und Studierende aus EU-Ländern frei, wofür die Vorlage des Personalausweises beziehungsweise des deutschen Studentenausweises genügt. Zwischen November und März sind die Museumssonntage für jedermann kostenlos.

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