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Nationalflagge Kroatien

Kroatien im Überblick

Staatsname:
Republik Kroatien
Hauptstadt:
Zagreb
Staatsform:
Parlamentarische Republik
Fläche:
56.542 km²
Bevölkerung:
4,5 Mio.
Sprachen:
Kroatisch
Religionen:
ca. 90% Römisch-Katholisch
Währung:
Vorwahl:
+385
Zeitzone:
ME(S)Z +1
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Kroatien-Reise: Reisetipps & Auslandskrankenversicherung

Das schöne Kroatien hat wirklich viel zu bieten: Verträumte Inseln, kilometerlange Küstenstraßen mit wunderschöner Aussicht auf das blaue Mittelmeer. Allenthalben stößt man auf Zeugnisse einer jahrtausendealten Kultur und auch die moderneren Elemente des Landes können sich sehen lassen. Mit diesen praktischen Tipps zu Reisen im Land, Klima und Währung gelingt die Reise bestimmt!

  • Fotografieren

    Beim Fotografieren von Grenzanlagen, Bahnhöfen und anderen Verkehrsknotenpunkten kommt es in Kroatien eher selten zu Problemen. Im Zweifelsfall können Sie sich bei der kroatischen Staatsbahn und bei den Flughäfen eine kostenlose Genehmigung erteilen lassen, die Sie vor allem dann benötigen, wenn Sie mit Stativ oder professionell fotografieren möchten. Stärkere Einschränkungen bestehen bei militärischen Einrichtungen, wozu auch Schiffe der kroatischen Marine in den dalmatischen, kvarner und istrischen Häfen zählen.

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    Feiertage & Feste

    Kroatien ist stark vom katholischen Glauben geprägt und feiert religiöse Feste entsprechend nach dem gregorianischen Kalender. Als offizielle Feiertage werden so der Neujahrstag (Nova godina), das Dreikönigsfest (Bogojavljenje), der Ostermontag (Drugi dan Uskrsa), Fronleichnam (Tijelovo), Mariä Himmelfahrt (Velika Gospa), Allerheiligen (Svi sveti) und die beiden Weihnachtsfeiertage (Božićni blagdani) begangen. Üblicherweise bereitet man ein Festessen für den größeren familiären Kreis zu oder unternimmt Ausflüge in die Natur.

    Der Tag des antifaschistischen Kampfes (Dan antifašističke borbe) erinnert jedes Jahr am 22. Juni an die Gründung der Partisaneneinheiten 1941 in den Wäldern von Sisak. Bereits wenige Tage später, am 25. Juni, haben die Kroaten im Rahmen des offiziellen Staatsfeiertages (Dan državnosti) frei, der mit großen Paraden, Shows und Reden der Loslösung von Jugoslawien im Jahr 1991 gedenkt. Ein weiterer Unabhängigkeitstag findet am 8. Oktober, dem Dan neovisnosti, statt, an dem die Entscheidung zur Eigenstaatlichkeit Kroatiens letztlich in Kraft trat. Zwischen diesen beiden Staatsfesten haben alle Geschäfte am 5. August, am Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit gegenüber den kroatischen Verteidigern, geschlossen (Dan pobjede i domovinske zahvalnosti i Dan hrvatskih branitelja). Die Feierlichkeiten erinnern an die Rückeroberung der Krajina, der 1991 von den Serben selbst ernannten Republik rund um die frühere kroatische Königsstadt Knin. Ein Relikt aus der kommunistischen Zeit ist der Tag der Arbeit (Praznik rada) am 1. Mai, der nach wie vor mit Umzügen und Aufmärschen der verschiedenen Parteien begangen wird. Viele weniger politisch eingestellte Kroaten unternehmen stattdessen Ausflüge oder organisieren private Feiern.

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    Knigge

    Die blutigen ethnischen Auseinandersetzungen beim Zusammenbruch von Jugoslawien vor über 20 Jahren sind für viele Kroaten, Serben und Bosniaken immer noch ein sensibles Thema. Die meisten der heute 40- bis 60-Jährigen haben als Soldaten in dem Krieg gegen die jugoslawische und serbische Armee gekämpft oder wurden im Nachbarland Bosnien und Herzegowina Zeugen brutaler Kriegsverbrechen. Viele der Zeitzeugen sind gerne dazu bereit, Gespräche über ihre Erfahrungen zu führen, in denen jedoch bis heute Wut und Zorn gegenüber den serbischen Nachbarn mitschwingt. Eine allzu reflektierte Einnahme der serbischen Position kann daher schnell für Spannungen sorgen.

    Zu Tisch geht es meist recht locker zu und man bevorzugt einen legeren aber gepflegten Kleidungsstil. Freikörperkultur hat in Kroatien eine lange Tradition, sodass sich entlang der Küste zahlreiche ausgewiesene FKK-Strände finden lassen.

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    Rauchen

    Das grundsätzliche Rauchverbot wird im kroatischen Alltag sehr locker gehandhabt. In den meisten Tavernen und Restaurants gehört die Zigarette einfach dazu, auch wenn es spezielle Bereiche für Nichtraucher gibt. In Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmittel ist es allerdings strikt verboten zu rauchen.

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    Tipp: Daten-Roaming in Kroatien

    Reisemeister Tipp

    Dank der EU-weiten Anpassung der Roaming-Tarife gelten für Handynutzer seit 2013 die folgenden Kostenobergrenzen für das Telefonieren, sowie SMS und mobiles Internet: Abgehende Telefonate kosten maximal 29 ct. pro Minute, ankommende Telefonate maximal 8 ct. pro Minute, SMS maximal 10 ct., und mobiles Internet maximal 54 ct. pro MB. (gültig ab 1. Juli 1013)
     

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    Telefonieren und Internet

    Verhältnismäßig preiswert sind Telefonate von öffentlichen Fernsprechern auf der Post, wofür Sie eine Telefonkarte benötigen, die Sie im Wert von 15, 25, 30, 50 und 100 Kuna am Kiosk, in Tabakläden oder im Postamt erwerben können. Telefonate vom Hotelzimmer sind dagegen mit einem Preisaufschlag verbunden.

    Seit dem EU-Beitritt gelten auch in Kroatien günstige Roaming-Preise für die Handynutzung: Aktuell betragen die Kosten pro Anruf europaweit nur neun Cent, für versendete SMS sieben Cent und für Datendienste 23 Cent pro Megabyte. Für Gespräche aus Deutschland gilt die Landesvorwahl +385. Bei längeren Aufenthalten in Kroatien lohnt sich der Kauf einer lokalen SIM-Karte, die Sie in Zeitungsläden beziehungsweise in den Shops von Hrvatski Telekom, TELE2 oder VIPNET erhalten. Hinzu kommen kleinere Mobilfunkunternehmen ohne eigenes Netz wie tomato und bonbon. Zur Orientierung: Die Preise beginnen im Durchschnitt bei 29 Kuna für 250 Freiminuten, 500 SMS und 1.000 Megabyte Datenvolumen, welche meist innerhalb von einem Monat zu verbrauchen sind. Viele Anbieter offerieren Ihnen außerdem Urlaubspakete, in denen eine gewisse Anzahl an Freiminuten für Auslandstelefonate inbegriffen ist.

    Ins Internet können Sie sich in Kroatien vielerorts einwählen. Entweder Sie nutzen eines der zahlreichen Internetcafés in den Stadtzentren oder Sie greifen auf die WLAN-Netzwerke an Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen, Flughäfen, Fährterminals, Bars, Cafés und Restaurants zurück. Bei den gängigen Mobilfunkanbietern können Sie alternativ einen Surfstick kaufen, was sich angesichts der hohen WLAN-Dichte jedoch kaum lohnt. Bei Hrvatski Telekom bezahlen Sie zehn Kuna, also mehr als einen Euro, pro 100 Megabyte und müssen zusätzlich etwa 200 Kuna, umgerechnet 26 Euro, für den Stick einplanen.

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    Trinkgeld

    Bei gutem Service werden üblicherweise etwa zehn Prozent Trinkgeld gegeben. Auch Hotelangestellte und Taxifahrer schätzen ein kleines Extra von etwa ein bis zwei Euro, erwartet wird der Obolus jedoch nicht.

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  • Autofahren

    Im Straßenverkehr und bei Autovermietungen werden alle deutschen Führerscheine anerkannt. Die meisten Fahrzeugverleihe befinden sich an Flughäfen und in der Nähe von Bahnhöfen, wobei die Preise je nach Lage deutlich variieren können, wobei Sie sich auf etwa 150 Euro pro Woche für einen Kleinwagen einstellen können. Das Mindestalter für den Verleih von Fahrzeugen liegt zwischen 18 und 21 Jahren und eine Versicherung ist stets im Mietwagenvertrag inbegriffen. Wenn Sie mit dem eigenen Fahrzeug nach Kroatien einreisen, benötigen Sie den europaweit gültigen grünen Versicherungsschein.

    Die Geschwindigkeitsbeschränkungen liegen in Kroatien bei 50 Stundenkilometern in geschlossenen Ortschaften, 90 Stundenkilometern auf Landstraßen und 110 Stundenkilometern auf Schnellstraßen. Parallel zu den teils maroden, alten Landstraßen verlaufen die modernen Maut-Autobahnen, auf denen Sie bis zu 130 Stundenkilometer fahren dürfen. Die sogenannten Autocestas verbinden unter anderem Zagreb mit Dubrovnik (Dalmatinska autocesta A1), Macelj an der slowenischen Grenze mit Zagreb (Zagorska autocesta A2) und Bregana mit der serbischen Grenze bei Lipovac (Posavska autocesta A3). Daneben führen elf weitere kleinere Mautautobahnen durch das Land. Viele Kroaten weichen aufgrund der hohen Mautkosten auf kleinere Straßen aus, weswegen Sie auf den Autobahnen meist freie Fahrt haben. Eine detaillierte Preisliste finden Sie auf der Seite des Betreibers Hrvatske autoceste. Von Lučko, vor den Toren Zagrebs, bis nach Rijeka bezahlen Sie 70 Kuna für einen Kleinwagen (umgerechnet etwa neun Euro) bis nach Dubrovnik im äußersten Süden des Landes werden 223 Kuna (etwa 30 Euro) fällig. Auch für die Nutzung der Brücke auf die Ferieninsel Krk (Krčki most) wird eine Gebühr erhoben, die bei 35 Kuna (circa 3,25 Euro) für einen Pkw liegt. Den Betrag entrichten Sie ganz einfach in bar oder per Kreditkarte an den Mautstationen, die anhand der Aufschrift Cestarina erkennbar sind. Tipp: Für längere Strecken können Sie gleich zu Beginn Ihrer Fahrt einen Ticketblock mit bis zu 25 Einzeltickets kaufen und erhalten einen Nachlass von 25 Prozent. Vielfahrer erwerben dagegen besser Prepaid-Tickets, die für den Zeitraum eines Monats oder eines gesamten Jahres gelten und eine unbegrenzte Nutzung des Autobahnnetzes erlauben.

    Die Fahrweise der Einheimischen kann bisweilen etwas weniger regelkonform ausfallen als in Deutschland, mit tollkühnen Überholmanövern und nicht beachteten Verkehrsschildern müssen Sie dennoch nicht rechnen. Die Promillegrenze liegt derzeit bei 0,5 für Autofahrer über 25 Jahre und bei 0,0 Promille für jüngere Fahranfänger. Strengstens verboten ist es, Schulbusse zu überholen, während die Kinder ein- und aussteigen. Von Ende Oktober bis Ende März ist auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren und ab November kommt in einigen Gegenden Kroatiens, beispielsweise in Lika und Gorski kotar, eine Winterreifen- beziehungsweise Schneekettenpflicht hinzu. Verstöße werden mit einer Strafe von bis zu 700 Kuna (umgerechnet etwa 95 Euro) geahndet, ein Betrag, den Sie auch zahlen müssen, wenn Sie ohne Freisprechanlage am Steuer telefonieren. Ein Erste-Hilfe-Koffer, ein Feuerlöscher sowie Ersatzglühbirnen für die Fahrzeugbeleuchtung sollten im Auto ebenso mitgeführt werden wie ein Warndreieck und reflektierende Warnwesten. Die Pannenhilfe erreichen Sie unter der Nummer 987, den Rettungsdienst unter 94 und die Polizei unter der 92 oder 112.

    In Kroatien wird auf der rechten Seite gefahren, jedoch bezieht man auf den Landstraßen sehr gerne auch die Standstreifen mit ein. In abgelegenen Regionen, zum Beispiel im Osten Slawoniens, sind die Straßenverhältnisse teilweise sehr schlecht und es mangelt an ausreichender Beleuchtung sowie Beschilderung, weswegen Nachtfahrten als nicht sicher gelten. Beim Parken halten Sie sich bitte an die ausgewiesenen gebührenpflichtigen und kostenlosen Parkplätze, die Sie an den Parkuhren erkennen. In der blauen Parkzone (Plava zona) gilt ein eingeschränktes Parkverbot, Standstreifen, die dagegen mit Zabranjeno parkiranje gekennzeichnet sind, unterliegen einem generellen Halteverbot. Besonders groß ist der Mangel an Stellflächen in der kroatischen Exklave Dubrovnik, wo aufgrund der engen Straßen und der denkmalgeschützten Altstadt viele Einwohner Motorroller oder Busse nutzen. Die Verkehrszeichen sind in weiten Teilen Kroatiens auch auf Englisch und Deutsch zu finden und selbst Verkehrswarnungen im Radio werden mancherorts zwei- bis dreisprachig angesagt. Sollte eine Übersetzung fehlen, achten Sie auf folgende Hinweise: Pažnja steht für Achtung, Polagano oder Vozi lagano hält Sie dazu an, langsamer zu fahren, Pjesaci weist auf Fußgänger hin und Opasna okuka/ zavoj warnt vor gefährlichen Kurven.

    Öffentl. Verkehrsmittel - in der Stadt

    In den meisten kroatischen Städten können Sie auf einen gut vernetzten Busverkehr zurückgreifen und in Zagreb wird darüber hinaus eine Straßenbahn betrieben, die Sie auf insgesamt 17 Linien bequem von A nach B bringt. Nachts verkehren hier sogar die vier Nachtlinien 31, 32, 33 und 34 im Halbstundentakt und machen wie die meisten Straßenbahnen am Hauptbahnhof sowie am zentral gelegenen Trg bana Josipa Jelačića halt. Informationen über die aktuellen Verkehrsverbindungen finden Sie auf der Webseite der Zagreber Verkehrsbetriebe Zagrebački električni tramvaj (ZET). Ein Einzelticket im öffentlichen Nahverkehr in Zagreb kostet derzeit zehn Kuna, umgerechnet etwa 1,30 Euro, wohingegen Nachtfahrten stets fünf Kuna teurer sind. Wer häufiger unterwegs ist, sollte sich eine Tageskarte für 30 Kuna oder eine 3-Tages-Karte für 70 Kuna an den offiziellen Verkaufsstellen, am Automaten oder direkt in Bussen oder Straßenbahnen kaufen. In Osijek sind die öffentlichen Verkehrsmittel etwas günstiger (acht Kuna pro Fahrt), wobei Sie auch hier die Straßenbahnen nutzen können. Informationen zu den acht Linien erhalten Sie auf der Webseite von Gradski prijevoz putnika d.o.o. Osijek. In den restlichen Städten Kroatiens sind Busse das bevorzugte Verkehrsmittel, in denen Sie entweder beim Fahrer bezahlen oder das Ticket vorab am Kiosk erwerben.

    Wenn Sie nachts allein unterwegs sind, sollten Sie nach Möglichkeit eines der offiziellen Taxis nutzen, die landesweit stabile Preise haben und durchweg über Taxameter abrechnen. Pro Kilometer bezahlen Sie sechs Kuna (etwa 70 Cent). Hinzu kommt eine Basisgebühr zwischen acht und zehn Kuna (etwa ein bis zwei Euro). Taxis werden meist direkt von der Straße herangewinkt, sie können die Unternehmen alternativ aber auch anrufen. Für Zagreb gelten beispielsweise die Nummern 1212 (Cameo), 1777 (Taxi Zagreb) und 1414 (EKO Taxi).

    Öffentl. Verkehrsmittel - über Land

    Durch die Lage Kroatiens an der Adria und die große Anzahl an Inseln vor der Küste, spielt der Schiffs- und Fährverkehr eine bedeutende Rolle. Besonders viele Fähren legen vom Hafen in Split ab und fahren unter anderem nach Hvar, Brač, Šolta, Lastovo und Korčula. Des Weiteren besteht ein regelmäßiger Fährverkehr von Hafenorten wie Dubrovnik, Zadar, Pula und Rijeka, wo Sie die Tickets für reguläre Strecken problemlos am Schalter im Terminal mit Bargeld, EC- oder Kreditkarte erwerben können. Wer mit dem Auto zu einer der Inseln übersetzen möchte, sollte grundsätzlich eine Vorabbuchung auf den Webseiten einer der kroatischen Reedereien wie Jadrolinija, BlueLineFerries oder G&V Line vornehmen. Zur preislichen Orientierung: Für die Strecke von Dubrovnik zur Insel Mljet bezahlen Sie je nach Ankunftsort 60 oder 70 Kuna (in etwa zwischen 7,80 und 9,20 Euro), von Zadar nach Preko gelangen Sie dagegen ab 18 Kuna pro Person (2,35 Euro), mit Pkw für 103 Kuna (13,50 Euro).

    Täglich fahren mehrere Züge von Zagreb nach Osijek, Vinkovci, Rijeka und Split, wobei seit 2005 sogar moderne Eisenbahnen mit Neigetechnik zum Einsatz kommen. Eine Ausnahme ist die kroatische Mittelmeerexklave Dubrovnik, die nicht von den Zügen bedient wird. Neben den sogenannten InterCity Nagibni-Strecken der kroatischen Staatsbahn Hrvatske željeznice, bestehen auch kleinere Regionalverbindungen, zum Beispiel die stark frequentierte Linie von Vinkovci nach Osijek. Auf diesen Fahrten müssen Sie angesichts maroder Gleise jedoch mit erheblichen Verspätungen rechnen. Grundsätzlich sind Bahnfahrten in Kroatien sehr günstig: Für die etwa sechsstündige Tour von Zagreb nach Split (ungefähr 400 Kilometer) berechnet man in etwa 190 Kuna (25 Euro), während die circa 40 Kilometer von Vinkovci nach Osijek circa 30 Kuna (etwa vier Euro) kosten. Selbst kurz vor der Abfahrt ist in der Regel noch ein größeres Ticket-Kontingent am Bahnhof erhältlich.

    Die Fernbusse sind in Kroatien sehr preisgünstig und bringen Sie auch an eher abgelegene Orte sowie in die vom Eisenbahnverkehr abgetrennte Exklave Dubrovnik. Auf dem Land sind oftmals Regionallinien unterwegs, die Sie am Straßenrand heranwinken oder von den festen Haltestellen und Busbahnhöfen (Kolodvor) nutzen können. Tickets bekommen Sie entweder direkt im Bus, am Schalter oder online bei Bus Croatia, wo auch alle aktuellen Fahrpläne veröffentlicht werden. Bei Vorabbuchungen kommt oftmals ein Gepäckzuschlag zum ursprünglichen Preis hinzu, der bei einer Bezahlung im Bus oftmals entfällt. Eine Reise von Zagreb nach Split kostet zwischen 125 Kuna (16,50 Euro) und 163 Kuna (21,50 Euro).

    Insgesamt verfügt Kroatien mit Zagreb, Split, Dubrovnik, Zadar, Rijeka, Pula und Brač über sieben internationale Flughäfen, die unter anderem von European Coastal Airlines, Croatia Airlines und Trade Air für Inlandsflüge genutzt werden. Einen weiteren Regionalflughafen gibt es in Osijek, wohin Trade Air bis zu fünfmal in der Woche fliegt. Die Kosten für diese Strecke belaufen sich in etwa auf 280 bis 440 Kuna.

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  • Klima

    Die Küstenregionen sind sehr stark vom Mittelmeer und mediterranen Verhältnissen geprägt, sodass es hier im Winter bisweilen deutlich mehr regnet als in Zagreb. Dafür wird es selten kälter als null Grad Celsius. Die Sommer sind sonnig und trocken, sodass in der Region ab Mai Temperaturen ab 25 Grad Celsius und höher herrschen. Eine Besonderheit sind die kalten Fallwinde Bora, die entlang der 1.770 Kilometer langen Küste plötzlich und heftig mit bis zu 250 Stundenkilometern auftreten können. Diese lassen die Temperaturen unvermittelt einbrechen, was drei Tage lang für Frost und Schneestürme sorgen kann. Der Gegenspieler der Bora ist der Jugo, ein warmer Wind, der von Südosten her weht und bis zu sieben Tage für sommerliche Temperaturen und Trockenheit sorgen kann.

    Im Inland müssen Sie mit kontinentalen Klimaverhältnissen rechnen, die von heißen Sommern und kalten schneereichen Wintern geprägt sind. Ab Dezember sind Minusgrade keine Seltenheit, während das Thermometer im Juli und August regelmäßig über 30 Grad anzeigt. In die zahlreichen Berggebiete sollten Sie stets warme Kleidung mitnehmen, insbesondere im Norden des Landes und in den küstennahe Erhebungen wie dem Biokovo-Gebirge.

    Reisezeit

    Die meisten Feriengäste kommen zwischen Mai und September nach Kroatien, da in diesem Zeitraum die besten Voraussetzungen zum Baden herrschen. Wer milderes Klima bevorzugt und dem großen Touristenandrang im Juni, Juli und August ausweichen möchte, reist dagegen im Mai oder September an. Dann sind die Wassertemperaturen zwar noch nicht ideal zum Schwimmen, Segelfans, Surfer und Kiter finden aber reichlich Platz und gute Windverhältnisse vor. Auch zum Sightseeing in Orten wie Dubrovnik, Split und Zagreb sind die beiden Übergangsmonate sehr gut geeignet, da zu dieser Zeit weniger Touristen die bekannten Sehenswürdigkeiten Kroatiens besuchen. Für Wintersportler sind der Dezember, Januar und Februar in Skiresorts wie Petehovac Delnice, Gorski kotar, Mrkopalj und Baške Oštarije perfekt geeignet.

    Kleidung

    Für Sommerreisen an die Küste sollten Sie unbedingt kurze Kleidung und Badesachen einpacken, zumal es selbst in den Abendstunden nur selten kühl wird. Eine Jacke gegen plötzlich aufkommende Winde ist dennoch sinnvoll und bei Ausflügen in das Gebirge ein absolutes Muss. Bei Wanderungen in den Bergen, sowie rund um Zagreb und in Slawonien sollten Sie lange Hosen tragen, um Zeckenbisse zu vermeiden.

    In gehobeneren Restaurants und Hotelgaststätten ist Strandkleidung nicht gerne gesehen, wohingegen die meisten Tavernenbesitzer kein Problem mit lockerer Kleiderordnung haben. Auch beim Besuch katholischer Kirchen wird diese nicht allzu streng gehandhabt: Frauen dürfen beispielsweise mit freien Schultern eintreten, jedoch kann es unter Umständen zu Kommentaren seitens der Priester und Andächtigen kommen. In orthodoxen Kirchen sollten Sie grundsätzlich Haare wie Schultern mit einem Schal bedecken und lange Hosen tragen.

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  • Geld & Währung

    In Kroatien wird mit Kuna bezahlt, eine Währung, die in einer Stückelung von 1, 2 und 5 Kuna-Münzen sowie 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Kuna-Banknoten ausgegeben wird. Die Unterwährung der Kuna ist die Lipa, die in Münzen mit Werten von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 erhältlich ist. Mit Ihrer EC- oder Kreditkarte können Sie an jedem Bankautomaten in Kroatien Geld abheben, wobei eventuell Auslands-Gebühren anfallen können. Kreditkarten werden im Übrigen in vielen Geschäften, Kiosken, am Busbahnhof und am Fährterminal, in Bars, Cafés und Postämtern akzeptiert. Wenn Sie für eine Fahrt im Bus bezahlen möchten, sollten Sie jedoch Kleingeld zur Hand haben. Die Nutzung von Dollar ist sehr unüblich, jedoch kann man bereits in einigen Souvenir-Geschäften, Herbergen, Museen und touristisch ausgerichteten Restaurants mit dem Euro bezahlen. Ein- und ausgeführt werden dürfen sowohl Kuna als auch Euro, wobei ab einem Wert von mehr als 10.000 Euro eine Deklaration beim Zoll verlangt wird. Die Preise für Nahrungsmittel sind grundsätzlich niedriger als in Deutschland, jedoch müssen Sie in beliebten Urlaubsorten an der dalmatischen Küste, in Istrien und Dubrovnik sehr viel mehr für ein Essen im Restaurant bezahlen als anderswo. Grundsätzlich gilt: Je weiter Sie sich von der Küste entfernt befinden, desto preiswerter und authentischer sind die kroatischen Konoben (Tavernen) oder Gostionica (Gasthäuser). Hier kostet eine Portion der auf dem Balkan beliebten gegrillten Fleischfrikadellen Ćevapčići lediglich ein bis drei Euro, während Sie die Spezialität im Laden für circa sechs Euro pro Kilogramm kaufen können. Milch kostet aktuell 80 Cent pro Liter, eine große Flasche Mineralwasser 35 Cent, Schwarzbrot 78 Cent und ein halber Liter Bier 82 Cent.

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