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Myanmar im Überblick

Staatsname:
Republik der Union von Myanmar
Hauptstadt:
Naypyidaw
Staatsform:
Militärregime
Fläche:
676.578 km²
Bevölkerung:
55,2 Mio.
Sprachen:
Birmanisch
Religionen:
86% Buddhistisch, 4% Christlich, 4% Muslimisch
Währung:
Kyat (MMK)
Vorwahl:
+95
Zeitzone:
UTC +6:30

Myanmar-Reise: Einreisebestimmungen & Auslandskrankenversicherung

Lebendige Kultur, traumhafte Strände und atemberaubende Naturhighlights: Myanmar ist ein vielfältiges Reiseziel, dass man nicht so schnell vergessen wird. Dabei blieb die Schönheit des Landes den meisten Menschen jahrelang verwehrt, denn die Militärregierung sperrte sich gegen den Tourismus. Seit Beginn der Freiheits- und Demokratisierungsbewegung erlebt Myanmar aber einen wahren Touristen-Boom. Wenn auch Sie demnächst in das asiatische Land aufbrechen, finden Sie hier alle Infos für Ihre Urlaubsvorbereitung.

  • Sicherheit & Kriminalität

    Myanmar steht noch am Anfang der touristischen Entwicklung. Eingeläutet wurde diese durch den 2011 einsetzenden Demokratisierungsprozess. Seitdem ist es für Touristen überhaupt erst möglich, das Land am Indischen Ozean zu bereisen. Davor sperrte sich die regierende Militärjunta gegen die Erteilung von Visa für ausländische Gäste, unterdrückte oppositionelle Kräfte und fälschte vermeintlich "freie Wahlen". Nicht zuletzt ist es den Aktivitäten der bekannten Oppositionspolitiker Aung San Suu Kyi zu verdanken, dass sich Myanmar langsam auf die Demokratie zubewegt. 

    Dennoch gibt es weiterhin Konflikte zwischen Militär und oppositionellen Gruppierungen, die mitunter für Touristen gefährlich werden können. Auch Spannungen zwischen religiösen und ethnischen Gruppierungen entladen sich in gewaltsamen Zusammenstößen. Um sicher zu reisen, sollten Urlauber daher bestimmte Regionen Myanmars und vor allem die Grenzgebiete meiden.

    In Teilen des Kachin State beziehungsweise nördlichen Shan State kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Militär und Rebellengruppen. Die Lage in den Regionen Chin State, Sagaing, Shan, Mon, Kayin und Kayah State bleibt ebenfalls angespannt; ungekennzeichnete Minenfelder stellen hier eine zusätzliche Gefahr dar. Auch von Reisen in den Rakhine State rät das Auswärtige Amt bis auf Weiteres ganz ab; in den Toursitenstädten Ngapali und Mrauk U kam es allerdings bisher nicht zu Unruhen.

    Keinesfalls sollte man sich auf politische Diskussionen mit Einheimischen einlassen oder sich gar selbst an Protesten und Demonstrationen beteiligen. Eine Teilnahme an solchen politischen Aktivitäten ist ebenso strafbar wie Kritik an der Regierung. Es ist außerdem ratsam, größere Menschenansammlungen zu umgehen, da es in der Vergangenheit zu Terroranschlägen gekommen ist. Der Besitz von Drogen wird in Myanmar hart bestraft; hier kann sogar die Todesstrafe drohen.

    Naturkatastrophen

    Aufgrund seiner geographischen Lage ist Myanmar regelmäßig betroffen vom Monsun. Die starken Regenfälle von Mai bis Oktober führen regelmäßig im ganzen Land zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen. Besonders schlecht ausgebaute Land- und Gebirgsstraßen, Bahnverbindungen und Strecken entlang von Flüssen werden dann mitunter tagelang unpassierbar.

    In den Küstenregionen Myanmars treten in dieser Zeit auch immer wieder Zyklone auf, die zum Teil verheerende Folgen haben können. Einer der schwersten tropischen Wirbelstürme traf das Land im Mai 2008 und machte rund eine Million Menschen obdachlos, mehrere zehntausend kamen ums Leben.

    Auch mit Erd- und Seebeben muss in Myanmar gerechnet werden: Das Land befindet sich in der Kollisionszone der Indischen mit der Eurasischen Platte. Die plattentektonischen Spannungen entladen sich unterschiedlich heftig in großer Tiefe, mitunter auch am Meeresboden. Erkundigen Sie sich am besten vor Ort nach den lokalen Sicherheitsmaßnahmen im Erdbeben-Fall.

    Kriminalität

    Die Bewohner Myanmars zeichnen sich durch Freundlichkeit und Gelassenheit aus, die sie Reisenden entgegenbringen. In der Regel kann man sich in Städten wie Rangun auch als allein reisende Frau bedenkenlos aufhalten und ebenso sicher in Myanmar reisen. Natürlich gilt es aber auch hier, wie auf allen Reisen, einige Vorsichtsmaßnahmenzu beachten. So sollten Sie Ihr Geld oder Ihren Schmuck nicht offensichtlich zur Schau stellen, sondern zusammen mit Ihren Reisedokumenten stets sicher verwahren. Als ausländischer Besucher Myanmars sind Sie verpflichtet, Ihren Reisepass immer bei sich zu tragen.

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  • Gesundheitshinweise / Auslandskrankenversicherung

    Für eine Reise nach Myanmar bestehen keine Impfvorschriften, doch werden neben dem Standard-Impfschutz Impfungen gegen Hepatitis A und bei einem längeren Aufenthalt auch gegen Hepatitis B empfohlen, ebenso wie Impfungen gegen Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis.

    Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie dem Schutz vor Mückenstichen schenken, da sowohl Malaria als auch Dengue-Fieber recht häufig in Myanmar vorkommen. Insektenschutzmittel und im Idealfall auch ein Moskitonetz sollten daher nicht in Ihrer Reiseapotheke fehlen. Denken Sie auch an Sonnenschutz und Ihre persönlichen Medikamente.

    Durchfallerkrankungen sind nicht selten in Myanmar, können aber durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Leitungswasser sollte in Myanmar auf keinen Fall getrunken werden und, wenn möglich, auch nicht zum Zähneputzen benutzt werden. Greifen Sie besser auf Trinkwasser zurück, das überall in Flaschen erhältlich ist. Der grüne Tee, der in Myanmar traditionellerweise zu vielen Gelegenheiten gereicht wird, ist unbedenklich. Tatsächlich ist er sogar die beste Möglichkeit, seinen Durst zu löschen. Falls Sie einen empfindlichen Magen haben, sollten Sie auf den Genuss von rohem Gemüse und Salat verzichten.

    Gerade im Landesinneren von Myanmar ist die medizinische Versorgung schlecht: Es mangelt an der notwenigen Ausstattung, Gerätschaften und gut ausgebildeten Ärzten. Da die meisten Mediziner in der Regel kein Englisch und schon gar kein Deutsch sprechen, kommt es darüber hinaus oft auch zu Verständigungsproblemen. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen sollten, sofern möglich, statt in Myanmar besser im Heimatland behandelt werden. Der Abschluss einer Reiseversicherung inklusive Reiserückholgarantie ist daher dringend zu empfehlen.

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  • Einreisebestimmungen

    Für die Einreise nach Myanmar ist ein Visum erforderlich, das von allen Auslandsvertretungen der Union Myanmar gegen eine Gebühr ausgestellt wird. Neuerdings können Visaanträge auch elektronisch gestellt werden. Informationen dazu erhalten Sie ebenfalls von der zuständigen Auslandsvertretung. In der Regel sind diese Touristenvisa auf eine einmalige Ein- und Ausreise beschränkt. Benötigt wird darüber hinaus ein Reisepass, der noch sechs Monate über die Reisedauer hinaus gültig ist. Kinder können nur mit einem eigenen Kinderreisepass inklusive Lichtbild einreisen. Beachten Sie bitte, dass Sie als ausländischer Besucher in Myanmar dazu verpflichtet sind, sich jederzeit ausweisen zu können. Werden Sie ohne Reisepass von der Polizei angetroffen, droht Ihnen im schlimmsten Fall eine Nacht auf örtlichen Revier.

    Achtung: Das Auswärtige Amt weist auf seiner Homepage darauf hin, dass die Zahl der bei der Botschaft von Myanmar in Berlin eingehenden Visaanträge in letzter Zeit stark zugenommen hat. Daher können weitere Visa sowie Nachfragen zum aktuellen Stand des Antrags zur Zeit nur eingeschränkt bearbeitet werden. Auch die Rücksendung von Reisepässen verzögert sich. Bei Ihrer Reiseplanung sollten Sie daher unbedingt auf eine entsprechende Vorlaufzeit achten.

    Zollbestimmungen

    Ausländische Devisen dürfen ein- und ausgeführt werden, müssen jedoch, falls sie den Gegenwert von 10.000 US-Dollar überschreiten, deklariert werden. Die Landeswährung Kyat darf nach Myanmar weder ein- noch ausgeführt werden (siehe dazu Myanmar: Geld & Währung).

    Tragbare Computer dürfen ohne Genehmigung eingeführt werden, für Mobiltelefone benötigt man dagegen eine vorherige Einfuhrerlaubnis vom Post & Telecommunications Department in Myanmar. Bis zur Ausreise sollten Mobiltelefone eigentlich beim Zoll deponiert werden, doch wird diese Regelung von den meisten Zollbeamten eher lax ausgelegt. Auch Spielkarten und Gegenstände, auf denen die Staatsflagge Myanmars und/oder Abbildungen Buddhas oder myanmarischer Pagoden zu sehen sind, dürfen nicht eingeführt werden. Unbedenklich sind dagegen Fotos und Abbildungen von myanmarischen Sehenswürdigkeiten (Buddhas, Pagoden) auf Reiseführern.

    Beliebte Souvenirs aus Myanmar sind Edelsteine, Silber und Schmuck. Diese sollten Sie nur in staatlich lizenzierten Geschäften erwerben, da für die Ausfuhr die Kaufquittung eines staatlich zugelassenen Händlers benötigt wird. Antiquitäten und archäologische Artefakte dürfen grundsätzlich nicht ausgeführt werden.

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  • Diplomatische Vertretungen

    In Deutschland

    Botschaft der Republik der Union Myanmar
    Thielallee 19
    14195 Berlin
    Tel. +49 (030) 206 15 70
    Fax +49 (030) 206 15 72 0
    http://www.botschaft-myanmar.de
    info@botschaft-myanmar.de
     

    In Myanmar

    Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
    9 Bogyoke Aung San Museum Road
    Bahan Township
    11201 Rangoon (Yangon)
    Tel. +95 1 548 951; 548 952; 548 953
    Fax +95 1 548 899

    Wichtige Rufnummern

    Tel. 192 Notruf
    Tel. 199 Polizei
    Tel. 191 Feuerwehr

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