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Mücken als Krankheitsüberträger

Mücken sind für die meisten Europäer nicht mehr als lästige Quälgeister. In vielen tropischen Ländern sind die kleinen Flügeltiere allerdings als gefährliche Krankheitsüberträger gefürchtet. Durch ihren Stechrüssel können sie beim Blutsaugen Viren von Mensch zu Mensch weitergeben.

Zu der bekanntesten von Stechmücken übertragenen Krankheit gehört die Malaria. Doch im Zuge der Globalisierung haben sich auch andere Erreger verbreitet, zuletzt zum Beispiel das Ross-River-Virus in Australien oder der Zika-Virus in Südamerika. Der wirksamste Schutz gegen solche Infektionen besteht in einer konsequenten Abwehr der Krankheitsüberträger. Schützen Sie sich am besten mit Insektenspray, Moskitonetzen und langer Kleidung, um nicht gestochen zu werden. Bekommen Sie nach einer Fernreise Fieber, sollte die Devise immer lauten: Ab zum Arzt! Welches die bekanntesten von Mücken übertragenen Krankheiten sind, wie deren Symptome aussehen und welche Vorsichtsmaßnahmen man ergreifen sollte, erfahren Sie hier.

  • Malaria

    Malaria ist die wohl bekannteste von Stechmücken übertragene Krankheit. Während sie früher auch in Deutschland verbreitet war, kommt die Krankheit heute fast ausschließlich in tropischen Gebieten vor. Mücken sind dabei nicht die eigentlichen Krankmacher. Die Insekten sind nur der Wirt eines einzelligen Parasiten, dem sogenannten Plasmodium. Infizierte Mücken der Gattung Anopheles übertragen diese Parasiten während des Blutsaugens über ihren Stechrüssel Plasmodien in den Körper eines Menschen. Die gefährlichen Parasiten können sich anschließend in der Leber und im Blut vermehren.

    Es gibt vier verschiedenen Formen der Malaria: Malaria tropica, Malaria tertiana, Malaria quartana und die neu entdeckte Malaria knowlesi. Charakteristisch für die Krankheit ist hohes Fieber. Weitere Symptome der Malaria können Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sein. Die gefährlichste Form, Malaria tropica, kommt am häufigsten in Afrika, Südamerika und Südostasien vor und kann unbehandelt tödlich verlaufen. Deshalb sollte jedes Fieber während und auch bis etwa vier Wochen nach einer Reise in einem Malaria-Gebiet von einem Arzt begutachtet werden. Um hohe Kosten für einen Arztbesuch im Ausland zu verhindern, sollten Sie eine Auslandskrankenversicherung abschließen.

    Gegen die Malaria gibt es bis jetzt leider noch keine Impfung. Menschen, die in Gebieten aufwachsen, wo Malaria häufig vorkommt, haben zum Teil eine Immunität gegen das Erregerplasmodium entwickelt. Für Europäer, die in Malaria-Gebiete reisen, besteht allerdings eine hohe Gefahr, zu erkranken. Deswegen sind Schutzmaßnahmen sinnvoll.

    Die einfachste Tropenregel besagt: Wird man nicht von einer mit Mücke gestochen, kann man auch nicht mit Malaria infiziert werden. Eine besondere Bedeutung kommt deshalb der Expositionsprophylaxe zu. Diese beschreibt nicht-medikamentöse Maßnahmen, mit denen man verhindert, dass der Mensch einem Krankheitserreger ausgesetzt und dadurch infiziert wird.

    Anopheles-Mücken, die die Malaria übertragen, stechen nur nach Einbruch der Dunkelheit. Deswegen sollte man in Malaria-Infektionsgebieten nur unter engmaschigen Moskitonetzen oder in Räumen mit Klimaanlage schlafen. Die Insekten meiden die kühle Luft der Klimaanlage und werden stechfaul. Sind Sie in einem Hotel untergebracht, prüfen Sie vor dem Schlafen, ob das Moskitonetz frei von Löchern ist und im Schlaf nicht am Körper anliegt.

    Mücken fallen auf dunklen Farben weniger auf als auf hellen; tragen Sie daher helle, lange und lockere Kleidung, um sich vor Insektenstichen zu schützen.Auf alle unbedeckten Hautstellen und solche, die nicht durch stichsichere Kleidungsstücke geschützt sind, sollten Sie ein Repellent mit dem Wirkstoff DEET oder Icaridin auftragen. Gegebenenfalls kann das Schutzmittel auch auf die Kleidung selbst gesprüht werden. Je nach Wirkstoffkonzentration bieten die Repellents eine Schutzwirkung von bis zu acht Stunden. Tragen Sie das Mittel erst eine viertel Stunde nach dem Eincremen mit Sonnenschutz und nur auf intakte Hautstellen auf. Kleinkinder und Schwangere sollten auf Repellents mit DEET und Icardin verzichten, da noch nicht genügend Forschungsergebnisse für diese Risikogruppen vorliegen. Setzen Sie sich in dem Falle am besten vor der Abreise mit einem Reisemediziner in Verbindung, der Ihnen Schutzmittelalternativen vorschlagen kann.

    Zusätzlich zur Expositionsprophylaxe wird Reisenden in einigen Gebieten zur Einnahme einer medikamentösen Prophylaxe oder Mitnahme eines Notfallmedikaments geraten. Bei der Auswahl des passenden Malaria-Medikaments spielt die Reiseregion eine wichtige Rolle. In manchen Teilen Afrikas zum Beispiel sind die Malaria-Erreger bereits immun gegen bestimmte Wirkstoffe. Da alle Medikamente, die gegen Malaria helfen, in Deutschland rezeptpflichtig sind, sollten Sie sich vor ihrer Reise unbedingt von einem erfahrenen Reisemediziner individuell beraten lassen. Dieser kann die richtige Malariaprophylaxe für ihre Reiseroute bestimmen und persönliche Risikofaktoren abwägen.

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  • Denguefieber

    Das Denguefieber wird umgangssprachlich auch als Knochenbrecherfieber bezeichnet. Es wird durch die Infektion mit dem Dengue-Virus hervorgerufen. Der Virus wird in tropischen und subtropischen Gebieten, genauso wie Malaria, durch den Stich einer infizierten Mücke übertragen. Das Dengue-Virus stellt eine immer größer werdende Gefahr dar, denn die Erkrankungszahlen haben sich durch die fortschreitende Globalisierung in den letzten 40 Jahren verdreißigfacht. Eine Infektion mit Dengue ist heutzutage unter Touristen sogar häufiger als Malaria.

    Dengue-Infektionen werden nicht immer treffend erkannt, denn oft ähneln die Symptome denen einer Grippe. Bei schweren Verlaufsformen zeigt der Erkrankte neben Symptomen wie hohem Fieber, Kopfschmerzen, Augenschmerzen und Gliederschmerzen auch den charakteristischen roten Hautausschlag und Blutungen. Während des Aufenthaltes in den Tropen und auch einige Wochen danach, sollte man kein Schmerzmittel einnehmen, welches Acetylsalicylsäure (zum Beispiel Aspirin) enthält, denn bei einer möglichen unbemerkten Infektion mit Dengue, kann das auf Grund der gerinnungshemmenden Wirkung zu gefährlichen Blutungen führen. Besonders gefährlich ist die Infektion mit dem Virus für Kinder, alte Menschen und Personen, die bereits eine Dengue-Erkrankung durchgemacht haben.

    Der Dengue-Virus besitzt vier verschiedene Serotypen. Übersteht man eine Infektion eines Typs, bedeutet das, dass man nur gegen diesen einen Typ immun ist. Wird man danach nochmal mit einem anderen Virustyp infiziert, können die körpereigenen Antikörper diesen nicht passend identifizieren und neutralisieren. Das Virus kann sich dann ungebremst im Körper verbreiten und eine schwere Verlaufsform der Krankheit wird immer wahrscheinlicher.

    Gegen das Dengue-Fieber gibt es keine Impfung und kein Medikament. Bei einem Ausbruch des Virus können lediglich die Symptome behandelt werden. Die Prävention der Erkrankung ist also absolut notwendig.

    Auch bei Denguefieber gilt: Wer nicht von einer Mücke gestochen wird, wird nicht infiziert. Tragen Sie deswegen lockere, lange, helle Kleidung, die sie vor Stichen schützt. Bei Bedarf können Sie diese zusätzlich mit einem DEET- oder Icaridin-haltigen Spray imprägnieren. Das Mückenschutzmittel mit einem dieser Wirkstoffe sollten Sie auch auf alle unbedeckten Hautstellen auftragen. Da die Mücken, die Dengue übertragen, tagaktiv sind, sollten Sie die Benutzung von Insektenschutzsprays zum Bestandteil Ihrer Morgenroutine machen.

    Wenn Sie außerdem eine Auslandskrankenversicherung abschließen, sind sie vor hohen Kosten bei einem möglichen Arztbesuch im Ausland geschützt.

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  • Gelbfieber

    Gelbfieber ist ebenfalls eine Viruserkrankung, die von einer Stechmücke auf den Menschen übertragen wird. Sie kommt vor allem in tropischen Gebieten Afrikas und Südamerikas vor. Die Erkrankung verläuft bei der Lokalbevölkerung meist leicht mit Symptomen wie Fieber, Übelkeit und Schmerzen. Bei Touristen, die nicht gegen Gelbfieber geimpft sind und noch nie mit dem Virus in Kontakt kamen, zeigt sich meist ein schwerer Verlauf mit Blutgerinnungsstörungen, Gelbsucht und Leberversagen. 50 Prozent der schweren Fälle führen zum Tod.

    Anders als zum Beispiel bei Malaria und Dengue gibt es gegen Gelbfieber eine sehr sichere und gut verträgliche Impfung. Die Impfung wird bei Reisen in Gelbfieberendemie-Gebiete dringend empfohlen und ist in vielen Ländern sogar Einreisevorschrift. Ob Ihr Reiseland dazu zählt, erfahren Sie auf unseren reiseZiel-Seiten. Die Gelbfieberimpfung muss spätestens zehn Tage vor der Reise injiziert werden, um einen Schutz zu garantieren. Dann ist die Impfung zehn Jahre wirksam. Da der Impfstoff sehr empfindlich ist und besonders gelagert werden muss, darf er nur von offiziellen Impfstellen verabreicht werden, die bei der Weltgesundheitsorganisation WHO registriert sind. Diese tragen die Gelbfieberimpfung auch in ein international gültiges Impfzertifikat ein, welches Sie – falls erforderlich – zur Einreise berechtigt.

    Neben Afrika und Südamerika kommt die Gelbfieber übertragende Aedes-Mücke auch in Asien vor. Bis jetzt ist es aber noch nicht zu Erkrankungen in dieser Region gekommen. Damit das so bleibt, verlangen viele der potentiell betroffenen Staaten ein gültiges Impfzertifikat von allen Reisenden, die sich zuvor in einem Gelbfieber-Gebiet aufgehalten haben.

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  • Chikungunyafieber

    Das Chikungunya-Fieber ist eine eher unbekannte Tropenkrankheit, die sich allerdings rasch in der Welt verbreitet. Auch dieser Virus wird mit dem Stich einer infizierten Mücke auf den Mensch übertragen. Der Virus wurde erstmals in den 50er Jahren in Westafrika entdeckt und hat sich seitdem auch nach Indien und Südostasien ausgedehnt. Ein Großteil der Bevölkerung in diesen Weltteilen ist bereits immun gegen Chikungunya. Im Zuge der Globalisierung konnten sich die Viren jedoch weiter verbreiten und dort wo es noch keine Immunitäten gibt, Epidemien auslösen. Im Jahr 2007 gab es beispielsweise sogar einen Ausbruch der Krankheit in Italien mit 247 Infizierten. Die jüngste Epidemie sucht vor allem die Karibik und Südamerika heim.

    Nach der Infektion mit dem Chikungunya-Virus entwickeln Betroffene Symptome wie hohes Fieber, Gliederschmerzen, Hautausschlag und Magen-Darm-Beschwerden. Meist klingen die Symptome nach ein bis zwei Wochen wieder ab. Das Fieber ist vor allem für Kleinkinder, alte Menschen und Geschwächte gefährlich. Die Gelenkschmerzen können noch Monate nach der eigentlichen Erkrankung anhalten. Schließlich heilt die Krankheit aber in der Regel folgenlos aus und man ist lebenslang immun gegen den Virus.

    Gegen das Virus gibt es keine Impfung und keine Medikamente. Bei einer Infektion können nur die Symptome behandelt werden. Die Symptome des Chikungunya-Virus ähneln denen anderer Tropenkrankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber. Zur Abgrenzung und Abklärung eines tropenassoziierten Fiebers sollten Sie also sofort einen erfahrenen Reisemediziner aufsuchen. Um vor Ort nicht auf hohen Kosten sitzen bleiben, lohnt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung.

    Da die Aedes-Mücken, die das Chikungunya-Virus übertragen können, tagaktiv sind und es keine ursächlichen Behandlungsmöglichkeiten gibt, sollten sich Reisende unbedingt vor Mückenstichen schützen. Dazu gehört neben der Nutzung von Moskitonetzen auch das konsequente Einsprühen mit Mückenschutzmittel. Bewährt haben sich Repellents mit dem Wirkstoff DEET oder Icaridin, die je nach Wirkstoffkonzentration bis zu acht Stunden vor Insekten schützen. Das Tragen von langer, heller und stichdichter Kleidung hilft außerdem, sich vor den Stichen zu schützen. Bei Bedarf können Sie auch ihre Kleidung mit einem Mückenschutzspray imprägnieren.

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  • West-Nil-Fieber

    Das West-Nil-Fieber ist ein Virus, der ebenfalls von Mücken übertragen wird. Es werden hauptsächlich Tiere wie Vögel oder Pferde infiziert, aber der Erreger kann auch auf Menschen übergreifen.

    Anders als Dengue, Malaria, Gelbfieber und Chikungunya kommt das West-Nil-Virus nicht nur in tropischen Gebieten, sondern auch gemäßigten Klimazonen vor. Es ist die einzige durch Mücken übertragene Krankheit, die auf allen fünf Kontinenten vorkommt. Erstmals wurde der West-Nil-Virus 1937 in Uganda entdeckt. Nachdem das Virus in den 50er Jahren in Israel aufgetreten ist, konnte es sich über Russland, Griechenland, Algerien und Frankreich bis nach Nordamerika ausbreiten. Eine Mücke, die mit einem israelischen Flugzeug im Jahr 1999 nach New York City gelangt ist, wurde als Quelle des Ausbruchs in den Vereinigten Staaten identifiziert. Seitdem konnte sich das Virus weiter bis zur Westküste der USA ausbreiten. Denn ein einziger Mückenstich reicht, um sich mit einem solchen Virus zu infizieren. In den Vereinigten Staaten führte es seitdem zu mehreren Epidemien; den letzten Ausbruch gab es 2012 mit 5674 Infizierten und 286 Todesfällen.

    Die Dunkelziffer infizierter Person liegt wahrscheinlich deutlich höher, da 80 Prozent der Infizierten erst gar keine Symptome entwickeln. Die West-Nil-Fieber typischen Beschwerden wie Fieber, Appetitlosigkeit, Durchfall, Hautausschlag, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen werden außerdem oft mit denen einer Grippe verwechselt. In manchen schweren Fällen kann es allerdings zu einer gefährlichen Gehirn- und Gehirnhautentzündung mit Lähmungserscheinungen kommen. Diese Komplikationen können dann zum Tod führen.

    Da es keine Impfung oder Medikamente gegen das West-Nil-Virus gibt und bei einer Infektion nur die Symptome behandelt werden können, ist es wichtig, sich vor Mückenstichen zu schützen. Denn wer nicht von einer Mücke gestochen wird, kann auch nicht mit dem Virus infiziert werden. Da die den Virus übertragende Culex-Mücke auch tagaktiv ist, muss dieser Schutz auch tagsüber gewährleistet sein. Lange, helle und stichdichte Kleidung sowie ein DEET- oder Icaridin-haltiges Mückenschutzmittel helfen, die lästigen Insekten fern zu halten.

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  • Japanische Enzephalitis

    Die Japanische Enzephalitis ist eine weitere gefährliche Viruserkrankung, die durch den Stich einer Mücke auf den Menschen übertragen werden kann. Sie kommt vor allem im südostasiatischen Raum vor. Das wichtigste Reservoir der Erreger sind Schweine; dadurch gibt es insbesondere im ländlichen Raum viele Infektionen. Der Hauptüberträger ist die Culex-Mücke, auch Reisfeldmücke genannt. Da der Virus kaum in Städten und touristischen Gebieten vorkommt, ist das Risiko zu erkranken für Touristen relativ gering. Außerdem verläuft die Infektion bei circa 90 Prozent der Infizierten ohne jegliche Beschwerden. Fast ausschließlich Kinder unter 15 Jahren, ältere oder geschwächte Menschen entwickeln Symptome wie hohes Fieber, Lähmungen und Bewusstseinsstörungen. Schließlich kann sich eine Hirn- und Hirnhautentzündung entwickeln, die schwerwiegende bleibende Schäden hinterlassen oder sogar zum Tod führen können.

    Obwohl es kein Medikament zur ursächlichen Behandlung der Japanischen Enzephalitis gibt, exisitert seit 2009 ein in Deutschland zugelassener Impfstoff gegen den Virus. Er wird zweimal im Abstand von 28 Tagen verabreicht. Wie lange er zuverlässig vor der Krankheit schützt, ist noch nicht hinreichend erforscht, die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt allerdings eine Auffrischungsimpfung nach drei Jahren. Die Impfung wird bei Reisen in ländliche Gebiete, in denen viel Schweinezucht und Reisanbau betrieben wird, sowie bei Langzeitreisen über einem Monat empfohlen. Da Krankheitsfälle vermehrt in Regenzeiten auftreten, kann auch bei einer Reise, die in diese Zeit fällt, über eine Impfung nachgedacht werden.

    Entscheiden Sie sich gegen eine Impfung, gilt, auch wegen anderen von Mücken übertragenen Krankheiten: Schützen Sie sich am besten schon im Voraus gegen Mückenstiche! Nutzen Sie Repellents mit den Wirkstoffen DEET und Icaridin und tragen Sie lange, helle und stichdichte Kleidung. Im Schlaf können Sie sich mit einem Moskitonetz vor Mücken schützen.

    Um Ihr individuelles Risiko einschätzen zu können, setzen Sie sich am besten mit einem Reisemediziner in Verbindung. Dieser kann Sie individuell beraten und die Notwendigkeit einer Impfung gegen Japanische Enzephalitis klären.

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  • Zika-Virus

    Der Zika-Virus ist eine durch Mücken übertragene Erkrankung, die in den letzten Jahren vermehrt aufgetreten ist. In den Fokus der Öffentlichkeit rückte der Zika-Virus im Jahr 2015 durch den Ausbruch in Brasilien.

    Erstmals wurde der Virus in den 50er-Jahren in Afrika entdeckt und breitete sich nachfolgend in ganz Afrika und Südostasien aus. Als Überträger des Virus konnte die Gelbfiebermücke identifiziert werden. Allerdings waren bis vor 10 Jahren Infektionen beim Menschen eher die Seltenheit. Bis dahin gab es lediglich 15 beim Menschen nachgewiesene Infektionen. 2007 wurden dann aus Mikronesien die ersten gehäuften Zika-Infektionen beim Mensch gemeldet.  2015 folgte dann die Epidemie in Südamerika. Über 200 deutsche Urlauber infizierten sich bereits im Ausland mit dem Zika-Virus und erkrankten dann bei der Rückkehr nach Deutschland. Zu den Zielen aus denen die Urlauber den Zika-Virus mitbrachten, gehören unter anderem Thailand, Vietnam, Brasilien, die Malediven, die Karibik

    Eine Infektion mit dem Zika-Virus verläuft mit ähnlichen Symptomen wie beim Dengue- oder Chikungunya-Fieber und nimmt bei gesunden Menschen meist einen relativ milden Verlauf. Typische Symptome sind ein roter Hautausschlag, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Bei einem Großteil der Infizierten verläuft die Erkrankung aber auch völlig ohne spürbare Krankheitssymptome.

    Eine besondere Gefahr stellt der Virus für Schwangere dar: Inzwischen gilt es als erwiesen, dass eine Infektion der Mutter zu Schädelfehlbildungen beim ungeborenen Kind führen kann. Es wird ebenfalls vermutet, dass eine Infektion der schwangeren Frau auch noch Jahre später zu Entwicklungsverzögerungen beim Kind führen kann.

    Neben einer Übertragung durch den Stich einer infizierten Mücke, kann eine Infektion mit dem Zika-Virus auch durch ungeschützten sexuellen Kontakt und Blutprodukte (z.B. Blutkonserven) erfolgen.

    Eine Impfung oder Medikamente gegen den Zika-Virus gibt es bisher noch nicht. Reisenden wird deshalb empfohlen, sich konsequent und intensiv vor Mückenstichen zu schützen. Dazu gehören das Tragen von langer und heller Kleidung, das Schlafen unter einem Moskitonetz und das Auftragen von Insektenabwehrmitteln auf die Haut. Gegen die den Zika-Virus übertragende Mücke haben sich besonders Repellentien mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin bewährt. Schwangeren Frauen oder Frauen, die schwanger werden möchten, wird empfohlen, Gebiete, in denen der Zika-Virus grassiert, vorsorglich komplett zu meiden. Männer, die sich in einem Zika-Gebiet aufgehalten haben, sollten nach ihrer Rückkehr zum Schutz vor einer möglichen Virus-Übertragung beim Geschlechtsverkehr Kondome benutzen.

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