Karge Böden, reiche Fischgründe: Was Land und Meer hergeben, kommt in unzähligen Varianten auf den Tisch
Was in Kap Verde auf den Tisch kommt, bestimmt der Geldbeutel. Armut und Reichtum spiegeln sich auf dem Teller: Mais und Bohnen für die einen, Langusten für die anderen.
Letztere stehen bei Feinschmeckern hoch im Kurs und kommen rund um die Inseln häufig vor. Zu moderaten Preisen werden sie in fast jedem Lokal zubereitet. Wer arm ist, isst einfach und nahrhaft. Aus Mais, Hülsenfrüchten und Gemüse zaubern die kapverdischen Köchinnen Eintöpfe, die in ihrer Vielfalt dem Reichtum des Ozeans kaum nachstehen. Je nach Region werden bestimmte Zutaten wie Schweine- oder Ziegenfleisch für die typischen Spezialitäten der einzelnen Inseln verwendet. Auf São Nicolau wird daraus modje, auf Fogo djagacida gekocht.
Essen ist eine gesellige Angelegenheit: Bei einer Mahlzeit sitzen meist Verwandte, Freunde und Nachbarn mit am Tisch, und auf keiner privaten oder öffentlichen Feier darf ein üppiges Festessen fehlen.
Das kapverdische Nationalgericht heißt cachupa. Der Eintopf aus gestampftem Mais und Bohnen wird mit Gemüse und - sofern man hat - mit Fleisch, Wurst oder Fisch angereichert. Cachupa gibt es zu jeder Gelegenheit: zunächst als dicke Suppe, am nächsten Morgen als gebratenes Püree mit Zwiebeln und vielleicht einem Ei. Eine cachupa ist dabei mehr als eine nahrhafte Mahlzeit - sie gehört zum kapverdischen Lebensgefühl, schafft ein Stück gemeinsame Identität.
Auch Fisch (pexi) wird viel gegessen. Die artenreichen Gewässer decken den Tisch reichlich: Thunfisch, Makrelen, Brassen, Barben, Muränen, Knurrhahn, Raben- und Skorpionfisch, um nur einige zu nennen. Am liebsten wird der Fisch gegrillt - kleinere im Ganzen, große Arten als Steak. Wurzelgemüse wie Süßkartoffeln, Maniok- und Yamswurzeln sind gängige Beilagen, ebenso europäische Kartoffeln und Kohl. In Restaurants serviert man zu Fisch oft Reis oder Pommes frites. Auch Meeresfrüchte sind immer appetitlich und frisch. Tintenfisch, Muscheln und Meeresschnecken werden auf vielerlei Weise schmackhaft zubereitet....
Frischer Fisch ist auf Kap Verde geschmacklich kaum zu übertreffen und Fleischgerichten (kárni) vorzuziehen - jedenfalls dort, wo Hühner (frángu) aus der Tiefkühltruhe kommen statt vom eigenen Hof. Die zunehmende Verbreitung von Tiefkühlprodukten ist eine fragwürdige und u. U. gefährliche Angelegenheit, denn eine ununterbrochene Kühlkette kann auf den Kapverden niemand gewährleisten. Auch Schweinefleisch ist mit Vorsicht zu genießen: Auf manchen Inseln gibt es keine Trichinenbeschau o.Ä. Fleisch vom Rind ist nicht riskant, aber nach europäischem Standard oft sehr zäh.
Als Dessert werden heimische Früchte gereicht - Papaya, Banane, Mango, Guave oder ein Pudding mit Kokos- oder Kaffeegeschmack. Die bekannteste Nachspeise ist doce de papaia com queijo, ein süßes Fruchtgelee mit pikantem Ziegenkäse. Dieser gehört oft auch zum kontinentalen Frühstück (kebra-djudjum) in Hotels und Pensionen, das zudem aus luftigen Brötchen, Käse, Papayagelee, frischer Papaya, Kaffee und einem Orangen-Mixgetränk besteht.
Der Kaffee (kafé) von Fogo besitzt ebenso wie Fogo-Wein (vinho de Fogo) einen besonderen Geschmack, denn der Vulkanboden verleiht Bohnen wie Trauben ein fruchtiges, volles Aroma. Das typischste kapverdische Getränk ist grogue (Zuckerrohrschnaps). Ein Schuss Zuckerrohrmelasse macht aus dem grogue einen pontche, den traditionellen Zuckerrohrlikör. Doch auch Liköre, die mit Früchten, Kräutern oder Kokosnuss angesetzt sind, werden oft als pontche bezeichnet.
In der Hauptstadt Praia wird das einheimische Bier (serveja) Strela gebraut. Aus Portugal importiertes Bier (Sagres, Superbock), portugiesische Weine und Erfrischungsgetränke aus Europa und Brasilien sind fast überall erhältlich. Besonders lecker sind die Mango- und Guavensäfte. Wasser (águ) gibt es aus heimischer oder portugiesischer Abfüllung in Flaschen. Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie stets darauf zurückgreifen: Trinken Sie auf den Kapverden kein Leitungswasser!
Allerorts gibt es einheimische...
Restaurants, die einfache regionale Küche bieten. In den meisten gehört auch eine cachupa zum Standard - ein gutes Zeichen: Hier essen die Kapverdier! Es lohnt sich, mittags nach dem Tagesgericht (prato do dia) zu fragen - es ist immer frisch gekocht und meist sehr billig. Eintöpfe, Fisch und Huhn sind dabei die häufigsten Gerichte. Oft bieten Stände am Straßenrand kleine frittierte Pasteten, gegrillte Hühnerkeulen o.Ä. an. Generell gilt: nur gekochte Speisen verzehren. Auf Eiswürfel und Speiseeis sollten Sie ganz verzichten.
Die meisten Restaurants öffnen von 12 bis 15 Uhr und von 18 oder 19 bis 22 oder 23 Uhr. Cafés sind meist den ganzen Tag geöffnet. Wenn Sie draußen Platz nehmen, bleibt das oft unbemerkt. Um langes Warten zu vermeiden, sagen Sie am besten im Lokal Bescheid, dass Sie da sind und etwas verzehren möchten.
Arroz de marisco
Reis mit Meeresfrüchten
Arroz de peixe
Reis mit einer oder mehreren Sorten Fisch
Bife de atum
Thunfischsteak
Bife de serra
Schwertfischsteak
Búzios
Meeresschnecken
Caldo de peixe
Fischsuppe
Canja de galinha
Hühnersuppe mit Reis
Cozido de peixe
gekochter Fisch mit Kartoffeln und Gemüse
Doce de coco
Konfekt aus Kokosmark und Zucker
Doce de papaia
Fruchtgelee aus eingekochten Papayas
Feijoada
deftiger Bohneneintopf
Frango assado
Hühnchen vom Grill
Garopa
Barsch, meist im Ganzen angeboten; Achtung: viele feine Gräten!
Lagosta grelhada
gegrillte Languste
Lagosta soada
in Sud geschmorte Languste mit Tomaten und Zwiebeln
Lapas
Pfahlmuscheln
Molho de mancarra
Erdnusssauce
Polvo
Krake
Pudim de coco
Kokosnusspudding
Pudim de queijo
Pudding aus Ziegenkäse
Queijo de cabra
Frischkäse aus Ziegenmilch
Xerém
Maisbrei, wird mit verschiedenen Beilagen serviert
Restaurants, die einfache regionale Küche bieten. In den meisten gehört auch eine cachupa zum Standard - ein gutes Zeichen: Hier essen die Kapverdier! Es lohnt sich, mittags nach dem Tagesgericht (prato do dia) zu fragen - es ist immer frisch gekocht und meist sehr billig. Eintöpfe, Fisch und Huhn sind dabei die häufigsten Gerichte. Oft bieten Stände am Straßenrand kleine frittierte Pasteten, gegrillte Hühnerkeulen o.Ä. an. Generell gilt: nur gekochte Speisen verzehren. Auf Eiswürfel und Speiseeis sollten Sie ganz verzichten.
Die meisten Restaurants öffnen von 12 bis 15 Uhr und von 18 oder 19 bis 22 oder 23 Uhr. Cafés sind meist den ganzen Tag geöffnet. Wenn Sie draußen Platz nehmen, bleibt das oft unbemerkt. Um langes Warten zu vermeiden, sagen Sie am besten im Lokal Bescheid, dass Sie da sind und etwas verzehren möchten.
Arroz de marisco
Reis mit Meeresfrüchten
Arroz de peixe
Reis mit einer oder mehreren Sorten Fisch
Bife de atum
Thunfischsteak
Bife de serra
Schwertfischsteak
Búzios
Meeresschnecken
Caldo de peixe
Fischsuppe
Canja de galinha
Hühnersuppe mit Reis
Cozido de peixe
gekochter Fisch mit Kartoffeln und Gemüse
Doce de coco
Konfekt aus Kokosmark und Zucker
Doce de papaia
Fruchtgelee aus eingekochten Papayas
Feijoada
deftiger Bohneneintopf
Frango assado
Hühnchen vom Grill
Garopa
Barsch, meist im Ganzen angeboten; Achtung: viele feine Gräten!
Lagosta grelhada
gegrillte Languste
Lagosta soada
in Sud geschmorte Languste mit Tomaten und Zwiebeln
Lapas
Pfahlmuscheln
Molho de mancarra
Erdnusssauce
Polvo
Krake
Pudim de coco
Kokosnusspudding
Pudim de queijo
Pudding aus Ziegenkäse
Queijo de cabra
Frischkäse aus Ziegenmilch
Xerém
Maisbrei, wird mit verschiedenen Beilagen serviert
© Verlag Marco Polo