Abenteuer zu Lande und zu Wasser
Kenia ist eine begeisterte Sportnation. Ob Fußball, Leichtathletik, Kricket, Polo, Golf, Tennis, Wasser- oder Motorsport - es gibt für die meisten Sportarten Dutzende von Clubs und Organisatoren.
Entsprechend vielfältig sind auch die Möglichkeiten für Besucher, vor allem im Wassersport: Ob Surfen, Kitesurfen, Segeln, Wasserski, Schnorcheln oder Tauchen: Kenias Küste ist ein Dorado, vom Klima begünstigt und von Korallenriffen geschützt.
Bergsteigen
Eine Herausforderung für Bergsteiger ist der Mount Kenya, der zweithöchste Berg Afrikas. Wer noch höher hinaus will, kann einen Ausflug über die Grenze nach Tansania machen, zum Kilimandscharo. Die Besteigung der beiden Hauptgipfel des Mount Kenya - Batian und Nelion - setzt bergsteigerische Erfahrung und eine gute Ausrüstung voraus. Leichter ist der Lenana-Gipfel des Mount Kenya zu bezwingen; eine gute Kondition ist aber auch hier Voraussetzung. Bei der Planung müssen Sie die Regenzeit berücksichtigen: Mitte März bis Ende Juni und Mitte Oktober bis Ende Dezember sind Bergtouren nicht möglich. Info: Mountain Club of Kenya | Wilson Airport | P.O.B. 45741 Nairobi | Tel. 20/501747 | www.mountkenya.org. Geführte Wanderungen am Mount Kenya können Sie in der Naro Moru River Lodge und über Let's Go Travel buchen; z.B. 4 Tage für ca. 350 Euro (Preis abhängig von Teilnehmerzahl).
Fischen
Kenias Küste ist das ideale Revier für Sportfischer, die auf größere Beute aus sind: Dorade, Kingfish, Segelfisch, Schwertfisch, Tiger- und Hammerhai, Thunfisch. Seltener geworden, doch mit Glück und einem guten Skipper immer noch zu finden sind Blauer, Schwarzer und Gestreifter Marlin. Die besten Plätze: Lamu, Malindi, Watamu, Mombasa und der Küstenabschnitt vom Pemba Channel (Pemba Channel Fishing Club | P.O.B. 84851 Mombasa | Tel. 0722/205020 | Fax 41/491265 | www.pembachannel.com...
. Die meisten Hotels arrangieren Bootstouren mit Ausrüstung und Mannschaft. Ein halber Tag kostet 350-450 Euro. Unter Sportfischern am beliebtesten sind das Hemingway's Resort Hotel (Tel. 42/32624 | Fax 32256 | www.slh.com/hemingways/) und - preiswerter - gleich nebenan das Ocean Sports (Tel. 42/32008 | Fax 32266) in Watamu. Für die Hochsaison (Feb./März) sollte man am besten schon ein Jahr im Voraus buchen. Die eigentliche Fangsaison geht von August bis Ende März. In den restlichen Monaten ist das Wasser wegen des Südostmonsuns zumeist zu unruhig.
Auch die Seen und Flüsse versprechen gute Ausbeute: vor allem Forellen, Tilapia und Barsche. Die besten Plätze: Viktoria-, Naivasha-, Baringo- und Turkana-See, die Gewässer am Mount Kenya, am Mount Elgon und in den Aberdares-Bergen. Den Angelschein erhält man vom Kenya Wild Life Service am Eingang des jeweiligen Parks oder in Nairobi (Kenya Fisheries Dep. in der Nähe des Nationalmuseums | P.O.B. 40241).
Fliegen
Ein Erlebnis besonderer Art ist es, mit dem Segelflugzeug oder Drachen über die Landschaft zwischen Mount Kenya und den Aberdares zu fliegen. Gestartet wird auf der Flugpiste beim Aberdare Country Club, ca. 15 km von Nyeri. Anmeldung: Allmendinger | Tel. 61/2748 oder Gliding Club of Kenya | P.O.B. 926 Nyeri | Tel. 0733/760331 | Fax 61/55040 | gliding@africaonline.co.ke
Golf
Heute gibt es in Kenia ein Dutzend Golfplätze internationalen Standards - zumeist in reizvoller Landschaft, das ganze Jahre über bespielbar, ausgenommen die wirkliche Regenzeit. Die Mehrzahl der Plätze ist in Nairobi und Umgebung zu finden, weitere in den Aberdares, am Mount Kenya und an der Küste: Muthaiga Golf Club (18 Loch), Karen Golf Club (18), Royal Nairobi Golf Club (18), Aberdare Country Club (9), Mount Kenya Safari Club (9), Nyali Golf and Country Club (18), Leisure Golf Club (Diani Beach, 18 Loch). Eine Tagesmitgliedschaft kostet je nach Platz 25-30 Euro.
Surfen & Segeln
Die meisten Strandhotels um Mombasa vermieten Surfbretter (ca. 7 Euro/Std.) und geben Unterricht, so z.B. Africana Sea Lodge, Baobab Beach Resorts, Jadini Beach Hotel und Safari Beach Hotel. Idealer Platz für Kitesurfen: Che-Shale Bay nördlich von Malindi (www.cheshale.com). Segelboote werden an der Fourty Thieves Bar vermietet (Tel. 40/3202033) und kosten ca. 10 Euro/Std. Im Mombasa Yacht Club (Ganjoni Road | Tel. 41/2223580) kostet eine Gastmitgliedschaft für eine Woche 10 Euro (geöffnet So und Mi).
Tauchen & Schnorcheln
Die beste Zeit zum Tauchen und Schnorcheln ist Oktober bis März. Von Juni bis August ist das Wasser zumeist vom Monsun zu aufgewühlt, die Sicht beeinträchtigt. Taucher sollten einen international anerkannten Tauchschein besitzen. Da die Strömungsverhältnisse nach Region und Küstenabschnitt erheblich wechseln können, taucht man am besten mit erfahrenen ortskundigen Tauchern.
Die besten Tauchplätze sind der Malindi National Marine Park (Driftwood Beach Club, Silversands Bay), der Watamu National Marine Park (Bootsfahrten arrangieren die meisten Hotels) und der Kisite-Mpunguti National Marine Park, der wohl attraktivste Unterwasserpark Kenias. Interessant sind die Korallenriffe südlich von Wasini; ein Boot (oder eine Dhau) kann in Shimoni gemietet werden. Zumeist verleihen die Bootsbesitzer auch Maske und Schnorchel. Preis für ein Boot ca. 70 Euro mit Verhandlungsspielraum; Eintritt für den Marine Park 7,50 Euro. Tauchfahrten organisieren die Coral Reef Lodge (Shimoni | Tel. 41/52015 | Fax 471349) und der Pemba Channel Fishing Club (Tel. 0722/205020 | www.pembachannel.com).
Wandern & Trekking
Mount Kenya und das Aberdares-Gebirge sind ideale Wander- und Trekkinggebiete. Wenig besucht, aber nicht weniger reizvoll...
ist der Mount Elgon. Info: Mountain Club of Kenya (Adresse siehe „Bergsteigen")
Safaris zu Fuß organisieren: Tropical Ice | P.O.B. 24489 Nairobi | Tel. 20/884652 | Fax 883966 | tropice@africaonline.co.ke; Wilderness Trails | P.O.B. 56923 Nairobi | Tel. 20/600457 | Fax 605008 | www.bush-homes.co.ke; Naturetrek Adventure Safaris | P.O.B. 34817 Nairobi | Tel. 20/341188 | Fax 243572 | www.naturetreksafaris.com; Game Trackers.
Weißer Berg und rosa Flamingos
Rund um den „weissen Berg"
Die Route führt um die Westflanke des Mount Kenya - über Archer's Post in das Stammesgebiet der Samburu. Benötigte Zeit: zumindest 3 Tage. Der größte Teil der 700 km langen Strecke führt über befestigte Straßen und kann mit einem normalen PKW befahren werden. Wer über Isiolo hinaus bis in den Samburu-Nationalpark will, braucht dafür einen Geländewagen - und sollte die Fahrt nur in der Trockenzeit unternehmen. Wann immer die Strecke durch Regionen jenseits größerer Ortschaften führt, sollten Sie jede Gelegenheit nutzen zu tanken.
Sie verlassen Nairobi in nordöstlicher Richtung auf der Schnellstraße A 2. Der nächste größere Ort, nach 44 km, ist Thika. Hier lohnt ein Abstecher zum Blue Post Hotel, die Abfahrt von der A2 ist ausgeschildert. Es wurde erbaut, als die ersten weißen Siedler in der Region Fuß fassten. Sehenswert sind der tropische Garten und der Blick auf die Wasserfälle des Chania- und Thika-Flusses.
Die gut ausgebaute Straße führt zwischen den Bergen der Aberdares im Westen und des Mount Kenya im Osten über Sagana weiter nach Norden. Sanft geschwungene Hügelketten bestimmen das Landschaftsbild, Kaffeeplantagen wechseln sich mit Sisalpflanzungen ab, dazwischen liegen verstreut auf kupferrotem Lateritboden Rundhütten aus Lehm. Es ist das dicht besiedelte Kernland des...
größten Volkes Kenias, der Kikuyu.
Wer das Ziel nicht an einem Tag erreichen will, kann 5 km hinter Karatina den ausgeschilderten Abzweig D 451 nehmen. Nach ca. 20 km gelangen Sie zur Serena Mountain Lodge (bereits in Nairobi buchen | www.serenahotels.com | €€): eine Luxuslodge auf Pfählen in über 2000 m Höhe im Wald am Hang des Mount Kenya. Ein Elefantenwechsel führt direkt an der Lodge vorbei.
Weiter auf der Strecke, im Nordwesten um Nyeri, liegt das ehemals bevorzugte Siedlungsgebiet britischer Farmer, die fruchtbaren „White Highlands": Weizenfelder bis zum Horizont, riesige Kaffeeplantagen, Rinderfarmen. Mit etwas Glück - die beste Zeit ist früh morgens - reißt der Wolkenkranz über dem Bergmassiv des Mount Kenya auf.
Naro Moru, 190 km von Nairobi entfernt, der nächste Ort auf der Strecke, ist der Ausgangspunkt für die Besteigung des Mount Kenya. Für einen Zwischenstopp geeignet ist die Naro Moru River Lodge (Tel. 62/62622 | €) mit Möglichkeiten zum Wandern und Forellenangeln. Kurz vor Nanyuki, 215 km von Nairobi, überquert die A2 den Äquator.
Zur Übernachtung bietet sich der Mount Kenya Safari Club (Tel. 02/216940 | www.fairmont.com/kenyasafariclub) an, der exklusivste Club Kenyas (Krawatte!) oder, entschieden preiswerter, das rustikale Sportsman's Arms Hotel (42 Zi. | Tel. 62/32348 | Fax 22895 | €€) in Nanyuki.
Ein empfehlenswerter Abstecher: Zwischen Bantu Lodge und Nanyuki führt eine Piste von der Asphaltstraße zum Trout Tree. Das malerisch gelegene Restaurant ist in und um einen gewaltigen Mugamo Fig Tree gebaut. Spezialität: fangfrische Forellen vom Holzkohlegrill (tgl. 11-16 Uhr | €).
Um die Nordflanke des Mount Kenya herum klettert die Straße auf 2000 m, um später wieder abzufallen, hinunter ins Tafelland. Ein beeindruckendes Panorama eröffnet sich: endlose...
Ebenen, am Horizont im Dunst verschwimmende Berge. Die Vegetation wird karger, die Luft heißer. Dann taucht Isiolo auf, ein kleiner Ort an der Nahtstelle zwischen Nord- und Südkenia, Treff- und Handelspunkt der unterschiedlichsten Volksgruppen des Landes. Unübersehbar sind die Nomaden mit ihren Kamelen, die hierher zum Markt kommen.
In Isiolo endet die Asphaltstraße. Von hier geht es nur noch im geländegängigen Fahrzeug weiter. An der Ortsausfahrt ein Polizeiposten. Den Schlagbaum kann nur passieren, wer Namen, Fahrzeugkennzeichen und das Reiseziel einträgt. Vorsichtshalber sollten Sie sich bei den Rangern nach dem gegenwärtigen Zustand der weiteren Strecke und nach der Sicherheitslage erkundigen.
Es folgt eine knochenharte Waschbrettpiste zum Archer's Post, dem Eingang sowohl zur Samburu- als auch zur Buffalo-Springs- und Shaba National Reserve. Die schönste Route führt in die Samburu National Reserve, an den Uaso River in den Samburu Intrepids Club (25 Zelte | Tel. 64/30813 | Fax Nairobi Tel. 20/444600 | www.sales.heritagehotels.co.ke | €€€). Unbedingt vorher in Nairobi buchen! Die Unterkunft besteht aus Luxuszelten direkt am Fluss, der ideale Ausgangspunkt für Touren in die faszinierende Landschaft des Samburu-Parks: Buschsavanne, Schirmakazienwälder, in der Ferne ein Tafelberg, der Ololokwe, und dazwischen das silbern glänzende Band des Flusses Uaso-Nyiro, die Ufer von Palmen gesäumt.
Auf der Rückfahrt lohnt es, eine andere Strecke zu nehmen, die um die fruchtbare und dicht besiedelte östliche Flanke des Mount Kenya führt. Man fährt zunächst denselben Weg zurück, verlässt dann aber 21 km hinter Isiolo an der nächsten Straßenkreuzung die A2, und folgt der Ausschilderung nach Meru. Wer Zeit hat, sollte hier eine Übernachtung in Elsa's Kopje einlegen: 9 Cottages in der nahezu unberührten Wildnis des Meru-Nationalparks (Eintritt 30 Euro). Berühmt wurde der Ort durch George Adamson und seine Löwin „Elsa", der Star des Films „Born free" (Buchung: Tel. Nairobi Tel. 02/604053 | www.chelipeacock.co.ke | €). Über Embu führt die Route wieder nach Thika und Nairobi zurück.
Abenteurer in menschenleerer Wüstenregion
Die Route führt von Nairobi durch das Rift Valley in den äußersten Norden Kenias, zum Turkana-See. Die organisierte Fahrt mit dem „Turkana Bus" ist eine Campingsafari im geländegängigen Wagen unter der Obhut kenianischer Führer. Dauer: 8 Tage, Start in Nairobi, Übernachtung in Zelten, verpflegt werden die Teilnehmer von einem kenianischen Koch.
Zunächst geht es hinunter ins Rift Valley. Der erste Stop wird am Lake Nakuru mit einem Besuch der Flamingokolonien eingelegt. Dann geht's weiter nach Maralal; die Nacht wird im Zeltcamp am Fuße des Oldonyo-Nyiru-Berges verbracht. Spektakuläre Ausblicke auf das Rift Valley Escarpment bieten sich am nächsten Tag auf der Weiterfahrt in den Northern Frontier District, in die absolute Einsamkeit. Allmählich geht das Land in Halbwüste und schließlich in Wüste über, spärlich besiedelt von Nomaden und ihren Kamelherden. Flimmernde Hitze, schwarzes Lavagestein - eine Landschaft, in der jedes Leben erstorben scheint. Plötzlich schimmert jadegrün eine endlose Wasserfläche: Das Ziel ist erreicht, der Turkana-See. Über 230 km erstreckt er sich vom Mount Kulal bis zur Grenze nach Äthiopien. Auf der Insel Central Island (Bootsausflüge möglich) befindet sich das landesweit größte Brutgebiet von Krokodilen. Am Ostufer bei Koobi Fora liegt eine inzwischen weltberühmte Ausgrabungsstätte: der Fundort eines 2,2 Mio. Jahre alten Hominidenschädels.
Buchung und Information: Let's Go Travel
© Verlag Marco Polo