Südafrika ist ein Reiseland, das Besuchern jeden Wunsch erfüllt: Spaziergänge an den langen Stränden des Indischen Ozeans oder Wanderungen an der Küste der Garden Route, Ballonfahrten über die Steppe oder Besuche in einem der vielen Wildparks, Tauchen mit Haien, Wale aus nächster Nähe beobachten … Südafrikas unterschiedliche Kulturen begegnen Ihnen besonders in den großen Städten: Durban, die Hauptstadt der Heimat der Zulu, ist stark indisch geprägt. In der Finanzmetropole Johannesburg spüren Sie Fortschritt und Tempo - und in Kapstadt das beschwingte Lebensgefühl des Landes.
Südafrika ist voller Vielfalt. Das Land ist riesig. Allein zwischen Johannesburg und Kapstadt beträgt die Entfernung ungefähr 1600 km. Dazwischen liegt die Inlandsteppe Karoo. Die Küste erstreckt sich über 3000 km entlang des Atlantiks und des Indischen Ozeans.
Sie können in Luxuszügen oder auf dem Motorrad durch das Land reisen, am besten aber doch mit einem Auto über die sehr guten Straßen. Auf der Fahrt kommen Sie an riesigen Schafsfarmen vorbei. Immer mehr Landwirte öffnen ihre Häuser für Touristen. Es ist ein Erlebnis, bei den überwiegend burischen Farmerfamilien mit ihrer sprichwörtlichen Gastfreundschaft zu übernachten. An der Strecke liegt Kimberley, wo in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. der größte Diamantenrausch aller Zeiten stattfand.
In den Wild- und Naturparks gibt es eine unglaubliche Artenvielfalt, und besonders der Besuch des Kruger National Parks ist unvergesslich. Er gehört zu den größten Wildschutzgebieten der Welt.
Das sonnige, aber gemäßigte Klima macht den Südzipfel Afrikas das ganze Jahr über zu einem idealen Reiseland. Für Besucher aus der nördlichen Hemisphäre sind die Monate Oktober bis April besonders verlockend, denn wenn dort die Tage kürzer werden, Kälte und Dunkelheit die Stimmung dämpfen, beginnt im Süden Afrikas der Sommer.
Wer nach der langen Fahrt von Johannesburg nach Kapstadt auf der Höhe der letzten Bergkette steht, die das Kap...
gewissermaßen vom Landesinnern abschirmt, muss glauben, den Garten Eden erreicht zu haben: So weit das Auge reicht, erstrecken sich Wein- und Obstanbaugebiete sowie Getreidefelder, die im Winter sattgrün leuchten. In der Ferne am Meer liegt Kapstadt - klar erkennbar das Wahrzeichen, der Tafelberg. Erlesene Weine werden Ihnen auf Weingütern mit zum Teil alter Tradition in einer Landschaft wie aus dem Bilderbuch angeboten. Entlang der Atlantikküste nach Namibia ist die Natur noch vielfach unberührt, besonders im Landesinnern. Das Blumenparadies Namaqualand verwandelt sich von August bis Oktober in ein Blumenmeer. Je weiter Sie von Kapstadt gen Norden kommen, desto wärmer wird das Wasser. Den ersten Teil der Strecke bildet die berühmte Garden Route mit so hübschen Orten wie Knysna und Plettenberg Bay.
Durban, die Metropole von KwaZulu-Natal, ist eine große Küstenstadt und ein beliebter Ferienort mit tropischem Klima. Südafrikanische Inder, die etwa die Hälfte der Stadtbevölkerung ausmachen, prägen das Straßenbild. Vom Trubel nicht allzu weit entfernt liegen das Tal der Tausend Hügel in wahrhaft ergreifender Schönheit und die Drakensberge mit dem höchsten Berg Mont aux Sources (3299 m). Ein grandioses Panorama erwartet Sie im Royal National Park. Im Kontrast zu dem immergrünen, vom Regen verwöhnten KwaZulu-Natal steht der Freistaat. Hier - wie auch in den Nordprovinzen - regnet es nur im Sommer, dann sieht das Land saftig grün aus. Im Winter wirkt es ziemlich trostlos: braun, trocken und staubig. Allerdings ist eben dann auch der afrikanische Eindruck am stärksten. Tagsüber scheint die Sonne vom blauen Himmel, abends können die Temperaturen um bis zu 20 Grad sinken - in Gefrierpunktnähe oder sogar darunter.
Die größten Städte Tshwane und Johannesburg werden wohl eines Tages zusammenwachsen, aber sie könnten nicht unterschiedlicher sein. Johannesburg ist die glitzernde und schnelle Finanzmetropole, Tshwane ruhig und beschaulich, eine Beamtenstadt. Wie in allen...
Städten und Dörfern erinnern die Townships, Slums am Rand der reichen (früher nur weißen) Wohngebiete, an die Jahrzehnte der Apartheid. Viele der Hütten haben seit 1994 Wasser und Strom bekommen, und so gibt es hinter den schäbigen Fassaden oft einen Fernseher und eine Waschmaschine. Außerdem baut die Regierung jedes Jahr Tausende neuer Häuser, aber es dauert einfach, bis die Folgen des Unrechtssystems geheilt sind.
In Kapstadt, das die Südafrikaner liebevoll Mothercity (Mutterstadt) nennen, hat die europäische Besiedlung begonnen: Als der portugiesische Seefahrer Bartolomëu Diaz Ende des 15. Jhs. ans „Kap der Stürme" kam, lebten hier „Hottentotten" und „Buschmänner", die heute politisch korrekt Khoisan-Völker genannt werden. Die ersten Siedler in der Region um Kapstadt waren die Buren aus Holland und Deutschland. Ab 1688 kamen die wegen ihres Glaubens aus Frankreich vertriebenen Hugenotten. Sie begründeten die südafrikanische Weintradition.
Als die Engländer, begierig, ihr Kolonialreich auszudehnen, ans Kap kamen und eine - vergleichsweise - liberale Menschenrechtspolitik einführten, suchten viele Buren 1835 im Landesinnern Raum. Nach einem erbitterten „Freiheitskrieg" - so die Buren bis heute - erklärte Großbritannien 1899 den Kapstaat zur Kronkolonie. Ab 1948 geriet das Land ins internationale Abseits. Zunehmend beunruhigt verfolgte die Welt die Einführung der Apartheid. Es war ein Weg in die Sackgasse, aus der erst Frederik Willem de Klerk, der 1989 die Regierung übernahm, das Land führte. Er entließ den Freiheitskämpfer Nelson Mandela nach fast 30 Jahren Haft, setzte alle Apartheidgesetze außer Kraft und schaffte damit die Voraussetzungen für eine friedliche, demokratische Lösung. Nach den ersten freien Wahlen 1994 wurde Mandela Staatspräsident. Südafrika wird seitdem auch das Land des Regenbogens genannt, denn es hat ein unvergleichlich farbiges Spektrum von Völkern, Kulturen und Religionen. Südafrika hat elf offizielle Landessprachen, die der...
Bevölkerungsgruppen Zulu, Xhosa, Afrikaans, Sotho, Pendi, Tswanga, Tsonga, Swazi, Ndebele, Venda und Englisch, das heute die Lingua franca ist und vor allem in den Großstädten gesprochen wird. Es gibt zwei politische Hauptstädte: Pretoria, heute Stadtteil der Gemeinde Tshwane, ist Regierungssitz, und in Kapstadt tagt das Parlament, wo sich die Abgeordneten für sechs Monate zu Sitzungen treffen.
Südafrika wirbt mit dem Slogan „Eine Welt in einem Land" - und es gibt eigentlich keinen Besucher, der dem nicht zustimmt.
100 v. Chr.
Die Khoisan-Stämme wandern aus Zentralafrika ein
1488
Bartolomëu Diaz umsegelt das Kap der Guten Hoffnung
1652
Erste weiße Siedler unter Jan van Riebeeck gründen eine Versorgungsstation am Kap
1658
Ankunft von asiatischen und afrikanischen Sklaven
1688
Ankunft der Hugenotten
1795
Englische Besetzung des Kaps
1814
Burenrebellion gegen die britische Verwaltung
1815
Shaka wird König der Zulu
1835
Die Buren beginnen den großen Treck nach Norden
1838
Schlacht zwischen Buren und Zulu am Blutfluss
1867
Der erste Diamantenfund
1886
Gründung Johannesburgs
1910
Zusammenschluss der britischen Kolonien und der Burenrepubliken zur Südafrikanischen Union
1948
Beginn der Apartheid
1960
Widerstand gegen die Passgesetze, 60 Tote in Sharpeville
1976
Schülerunruhen in Soweto
1990
Nelson Mandela kommt frei
1994
Erste freie, demokratische Wahlen. Mandela wird Präsident
2001
Die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission legt ihren Bericht vor
2004
Thabo Mbeki tritt seine zweite und letzte Amtszeit an
Taucher holen die Steine aus den Tiefen des Ozeans
Selbst viele Südafrikaner wissen nicht, dass Diamanten nicht nur in Minen, sondern auch im Meer gefunden werden. Der Atlantik zwischen Langebaan und der Grenze nach Namibia ist in Quadrate aufgeteilt, für die Unternehmen Tauchgenehmigungen kaufen. Von Booten tauchen Diamantensucher mit einer Art Riesenstaubsauger auf den Meeresgrund und bringen Sand und Steine nach oben. Diamanten, die in dem Geröll gefunden werden, müssen bei einer staatlich kontrollierten Abnahmestelle abgeliefert werden. Der Preis ist reguliert, und Diebstahl wird mit Höchststrafen geahndet. Die meisten der abenteuerlustigen Taucher leben in dem ansonsten kargen Küstendorf Port Nolloth.
www.brianberkman.com
Der südafrikanische Journalist Brian Berkman stellt in seinem Weblog nicht nur Hotels und Restaurants vor, sondern berichtet auch über das gesellschaftliche Leben in Kapstadt.
www.southafricablog.co.za
der beste Blog mit Informationen über Tourismus
www.kapstadt.net/spezielles/suedafricapodcasts/index.htm
Hier finden Sie Podcasts und Reisetipps.
www.24.com/media/podcast/music und www.soundrepublic.co.za
Musik zum Download
www.travelcomments/podcast_southern_africa.htm
Reisende tauschen ihre Erfahrungen aus.
Der lange Weg zur Freiheit
In seiner Biografie beschreibt Nelson Mandela sein Leben, in dem jahrzehntelang der Kampf gegen die Apartheid bestimmend war.
Roter Staub
Der Roman von Gilian Slovo erzählt, wie sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund vor der Wahrheitskommission wieder treffen.
Tsotsi
Die südafrikanische Produktion gewann einen Oscar. Der Film zeigt Hoffnungslosigkeit in den Townships und die Kriminalität, die dort entsteht.
Good Bye Bafana
Der Film mit Diane Krüger und Ralph Fiennes schildert das Verhältnis zwischen Nelson Mandela und seinem Gefängniswärter.
Blutdiamanten
Mit dem Problem der illegalen Diamanten setzt sich der Film mit Leonardo Di Caprio in der Hauptrolle auseinander.
Schande
Der Roman von Literaturnobelpreisträger John M. Coetzee wurde 2007 mit John Malkovich verfilmt. Er handelt von einer weißen Frau, die bereit ist, einen Teil der Schuld, die sie den Schwarzen gegenüber empfindet, abzutragen.
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