Ein Urlaub Aserbaidschan entführt Reisende in eine orientalische Kultur, die irgendwo zwischen islamischer Tradition und russischer Industriemoderne schwebt.
Aserbaidschan nimmt im Kaukasus eine gewisse Sonderrolle ein. Kulturell schwankt das Land zwischen Persien, türkischen Wurzeln und russischen Einflüssen. Genau das macht einen Urlaub Aserbaidschan ausgesprochen interessant. Zudem ist die Natur, welche schroffe Berglandschaften und eine einzigartige Küstenfläche entlang des Kaspischen Meeres zu bieten hat, ein großer Touristenmagnet. Durch die lange Zugehörigkeit zur Sowjetunion hat sich auch in Aserbaidschan ein tiefgehender Bürokratismus in die Kultur eingeprägt. Vor der Anreise sollte man sich daher genau mit den Länderinformationen zu Aserbaidschan beschäftigen und wird letztlich erfahren, dass ein Visum, welches nur mit offizieller Einladung ausgestellt werden kann unabdingbar ist. Das Visum kann nicht bei Einreise gekauft, sondern muss auf der Botschaft Aserbaidschans in Berlin beantragt werden. Die Kosten für ein Touristenvisum belaufen sich auf 60 Euro. Für Transitvisa bezahlt man lediglich 16 Euro. Zur Beantragung werden zwei Passbilder, ein noch mindestens drei Monate gültiger Reisepass und der Nachweis über eine für den Urlaub Aserbaidschan gültige Reisekrankenversicherung benötigt.
Wer einen Urlaub Aserbaidschan plant, sollte sich auf heiße klimatische Bedingungen einstellen. Die Sommer können extrem schwül-warm werden, Herbst- und Wintermonate sind dagegen moderat. Das milde Klima im September bietet sich optimal für Reisen durch das Land an. Wer in die Berge aufbrechen möchte sollte womöglich den Spätsommer für Wander- und Klettertouren nutzen. Die kaukasischen Berge sind an und für sich eine der großen Sehenswürdigkeiten, die in jedem Reiseführer zu Aserbaidschan Erwähnung finden muss. Bis zu einer Höhe von 4466 Meter kann man emporsteigen. Der höchste Berg des Landes, der Bazardüzü, ist bei Bergsteigern weltweit als einzigartiges Naturwunder beliebt. Wer sich weniger zu den Bergen hingezogen fühlt, wird in den Tiefebenen des Landes auf beeindruckende Steppen und Wüten treffen, die man am besten mit dem Jeep und einem ortskundigen Reiseführer befährt. Die landschaftliche Vielfalt Aserbaidschans zeigt sich zudem an den ebenfalls weitreichend vorhandenen Waldflächen und natürlich den malerischen Küstenabschnitten, welche zu ausgedehntem Badeurlaub einladen. Ein kulturgeschichtlicher Höhepunkt bei einem Urlaub Aserbaidschan ist zweifellos der Besuch der Höhlenmalereien von Kobystan. Die mehr als 4000 Jahre alten Zeichnungen sind ein eindrucksvolles Vermächtnis der Vergangenheit und eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Weitere Reiseinformationen: Schließlich ist auch die Hauptstadt Baku eines der wichtigsten Reiseziele des Landes und oft der Ort, an dem Reisende zuerst ankommen. Einreisen über Land sind oftmals kompliziert, weswegen ein Flug empfehlenswert ist. Was die Anreise über Land zudem noch erschwert ist der andauernde Grenzkonflikt mit Armenien um die autonome Region Berg-Karabach im Westen des Landes. Wer von Westen her kommt, müsste zwangsläufig durch die abtrünnige Provinz, kann jedoch mit einem Einreisestempel von Berg-Karabach das restliche Staatsgebiet Aserbaidschans nicht betreten. Die Ankunft in Baku lohnt sich jedoch auch um zunächst viel Wissenswertes über Land und Kultur zu erfahren, um anschließend in die Provinzen aufzubrechen. In Baku gibt es unzählige Museen, die sich u. a. mit der islamischen Geschichte, aber auch mit der von Russland geprägten Vergangenheit beschäftigen. Wer Industriegeschichte mag, dem werden Ausstellungen zu den Ölfunden im Kaspischen Meer sehr zusagen. Gesprochen wird in Aserbaidschan Äseri, welches dem Türkischen sehr ähnlich ist. Aber auch Russisch ist eine sehr gängige Sprache im Kaukasusstaat, wobei man mittlerweile auch sehr gut mit Englisch weiterkommen kann.
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