Ein Urlaub in Papua-Neuguinea ist ebenso individuell wie außergewöhnlich. Tourismus ohne Masse ist hier im Südpazifik noch möglich.
Papua-Neuguinea lässt sich auf viele Arten und Weisen entdecken. Beim Tauchen in glasklarem Wasser, während einer Trekkingtour durch das Hochland oder durch Teilhabe an der aufregenden Kultur seiner Einwohner.
Länderinformationen
Ein Großteil der Landesfläche wird von der gebirgigen Insel Neuguinea eingenommen, die etwa 160 km nördlich von Australien liegt. Um die Hauptinsel verteilen sich noch viele weitere kleinere Inseln und Inselgruppen. Das Festland wird durchzogen von einem etwa 200 Kilometer breiten, stark verästelten Gebirge, das von steilen Tälern und wenig zugänglichen Ebenen geprägt ist. Die isolierte Stammesbildung in Papua-Neuguinea wurde durch die Landesnatur begünstigt, die sich äußerst vielfältig und abwechslungsreich gestaltet. Die Gebirge mit ihren spitzen Gipfeln, weiten Tälern, Gletschern, Regenwäldern, Vulkanen, grasbewachsenen Hochplateaus und dichten Wäldern sind durch starke Höhenunterschiede gekennzeichnet. Zwischen ihnen und der Küste befinden sich beinahe unzugängliche Mangrovensümpfe, trockene Savannen, aber auch fruchtbares Schwemmgebiet. Vor der Nordküste und um die Nachbarinseln liegen ausgedehnte Korallenriffe, die zum Tauchen einladen.
Wissenswertes
Papua-Neuguinea ist traditionell ein Land mit sehr großer sprachlicher Vielfalt und Europäern archaisch anmutenden Stammesstrukturen. Unter den rund sechs Millionen Einwohnern werden über 800 Sprachen gesprochen, was etwa einem Fünftel der noch gesprochenen Sprachen der Welt entspricht. Vor diesem Hintergrund spielt die wachsende Bedeutung der Pidginsprache Tok Pisin, die sich langsam zu einer Kreolsprache entwickelt, eine große Rolle für das Nationalgefühl. Sie wird von immer mehr Menschen als Muttersprache beherrscht und gilt als bedeutende Verkehrssprache. Amtssprache ist Englisch.
Das traditionelle Muschelgeld, der Tolai, wird heute sogar offiziell als gesetzliches Zahlungsmittel benutzt. Es wird auf vielen Märkten und zum Teil auch in Geschäften akzeptiert. Im Februar 2002 wurde in der Nähe von Rabaul auf der Insel Neubritannien die weltweit erste Muschel-Bank eröffnet. In der Tolai Exchange Bank wird das Muschelgeld in die offizielle harte Währung, den Kina, umgetauscht.
Reiseinformationen
Die Anreise erfolgt meist über die Hauptstadt Port Moresby, eine der wenigen Metropolen Ozeaniens mit mehr als 300.000 Einwohnern. Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise einen Reisepass und müssen sich am Flughafen oder im Vorfeld der Reise über die Papua-Neuguinesische Botschaft in Brüssel ein Visum ausstellen lassen. Dann kann der Urlaub in Papua-Neuguinea endlich beginnen. Für viele Reiseziele, vor allem im Landesinneren, ist es empfehlenswert, sich um einen lokalen Reiseführer oder organisierte Gruppenreisen zu bemühen.
Sehenswürdigkeiten
Port Moresby ist die Hauptstadt der Insel und der Ausgangspunkt für einen Papua-Neuguinea Urlaub. Schattig-kühle Straßen, grüne Vororte und moderne Bürohäuser, Kaufhäuser, Hotels und Restaurants bestimmen das Stadtbild. Vom Paga Hill aus hat man eine herrliche Aussicht über die lebendige Stadt. Auf jeden Fall lohnt sich auch ein Besuch des Nationalmuseums, welches eine der feinsten Sammlungen ‚Primitiver Kunst' beherbergt. In Port Moresby nimmt auch der Kokoda Trail seinen Anfang. Diesen nutzten die Einheimischen schon lange, um von der Hauptstadt nach Norden zu gelangen. Er ist heute bei Abenteuertouristen eine der größten Attraktionen des Landes und führt durch einige schöne Regenwälder auf über 2.000 Höhenmeter.
Das Hochland von Papua-Neuguinea immer noch so beeindruckend wie 1933, als die ersten Europäer es besuchten. In den Highlands findet man feuchttropischen Regenwald ebenso wie grasreiche Landschaften und sogar einen schneebedeckten Berg, den Mount Wilhelm, die mit 4.509 Metern höchste Erhebung Papuas. Die Menschen leben hier hauptsächlich von der Landwirtschaft. Naturliebhaber können spannende Ausflüge zur Vogel- und Schmetterlingsbeobachtung unternehmen, sich Ausflügen in die traditionellen Dörfer oder Bushwalking-Touren in die Moos- und Flechtenwälder mit Hochgebirgsorchideen anschließen. In den Highlands befinden sich des Weiteren die Kaffee- und Teeplantagen Papua-Neuguineas, sowie die OK Tegi, die weltweit größte Kupfermine.
Der mystische Sepik River ist mit über 1.200 Kilometern der längste Fluss des Landes und bis heute noch größtenteils unbeeinflusst von der westlichen Zivilisation. Die Menschen leben hier noch beinahe genauso wie ihre Vorfahren. Sie jagen Krokodile, gewinnen Mehl aus dem Mark der Sagopalme und sind wahre Meister im Herstellen von ursprünglichen Kunstwerken. Besucher können den Sepik River an Bord von mehreren regelmäßig verkehrenden Schiffen entdecken. Die Eindrücke sind überwältigend: der Gesang und Ruf der tropischen Vögel in der Morgendämmerung, nebeldampfende Dschungelwälder und laut hämmernde Buschtrommeln. Die Einheimischen jagen mit Pfeil und Bogen, bauen Gemüse an und halten ihre Palaver im Männerhaus, dem Tambaran, ab. Deshalb trägt der Sepik auch den Namen ‚Amazonas des Pazifik'.
Die tropische Natur der Provinz Neubritannien mit ihrem immergrünen Regenwald, enormen Gebirgsketten und atemberaubenden Vulkanen hat die größte Insel des Bismarck-Archipels im Nordosten des Landes zu einem äußerst attraktiven Reiseziel gemacht. New Britain ist vor allem bekannt für seine Tauchreviere. Es gibt dort außerdem viele historische Sehenswürdigkeiten aus dem 2. Weltkrieg, einschließlich japanischer Schiffs- und U-Boot-Tunnels am Karavia Bay, sowie versunkene Schiffs- und Flugzeugwracks im Simpson Harbour. Von der Stadt Kimbe aus erreicht man das Tauchgebiet Kimbe Bay. Beeindruckende Korallenriffe, große Fischschwärme, unfassbarer Artenreichtum und Unterwasserhöhlen machten dieses Gebiet weltweit bekannt. Der blaue Merlin, Fächerfische und Hundzahn-Thunfische locken jedes Jahr unzählige Sportfischer an. Viele preisgekrönte Fotos wurden in den klaren Wassern um Papua-Neuguinea gemacht. Unterwasserfotografen werden hier sicherlich viele Schnappschüsse machen können.
Ein Urlaub in Papua-Neuguinea wird viele unerwartete Überraschungen bereithalten, und die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Als beste Reisezeit gelten die Monate von März bis Oktober. Übrigens war Papua-Neuguinea einst eine deutsche Kolonie, und man wird sicher auch noch auf einige Relikte aus dieser vergangenen Zeit treffen.
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