Zunehmend wird das Balkanland Serbien für Urlaubsreisen entdeckt. Ein Urlaub Serbien lässt Reisenden eine uralte Kultur und eine faszinierende Landschaft entdecken.
Auch wenn Serbien aufgrund der Kriegshandlungen auf dem Balkan in den 90er Jahren immer noch wirtschaftlich angeschlagen ist, entwickelt sich das Land beständig in Richtung stabile Demokratie. Noch gehört der Staat nicht zur Europäischen Union, was für einen Urlaub Serbien jedoch kein Problem darstellt. Die Einreise kann ohne Visum unternommen werden. Ein Reisepass reicht aus, um sich den einfachen Einreisestempel an der Grenze zu holen. Die Anreise findet empfehlenswerter Weise mit dem Flugzeug oder mit der Bahn über Ungarn oder Bulgarien statt. Bei der Einreise über den Kosovo kann es zu Problemen mit den Einreisestempeln kommen. Da Serbien die abtrünnige Region weiterhin als Staatsgebiet betrachtet findet keine Grenzkontrolle seitens der serbischen Behörden statt. Der kosovarische Stempel wird dagegen nicht anerkannt, wodurch die Grenzkontrolle bei der Ausreise möglicherweise auf ein Bußgeld pochen kann. Die größten und interessantesten Orte des Landes sind die Hauptstadt Belgrad sowie Novi Sad im Norden von Serbien. Hier finden Touristen auch einige eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten. In Belgrad beispielsweise das historische Hotel Moskva, die architektonisch vielseitige Altstadt sowie die Burg, von der man direkt auf das Donautal herab blicken kann. Einige der Gebäude in Belgrad sind immer noch vom NATO-Bombardement der 90er Jahre beschädigt, erzählen aber mit ihren Spuren eine Geschichte und viel Wissenswertes.
Serbien ist eines der Kernländer des Balkans. Es befindet sich direkt im Zentrum der Halbinsel und grenzt im Süden und Norden mit Bulgarien und Ungarn an die Europäische Union. Die Konflikte im Kosovo sind weiterhin nicht vollständig überwunden. Die autonome und mittlerweile sogar eigenstaatliche Region im Süden des Landes wird zeitweise immer noch von Kampfhandlungen zwischen Serben und Kosovoalbanern in Atem gehalten. Reiseinformationen zum Urlaub Serbien raten daher von Reisen in das Grenzgebiet zu Albanien nachdrücklich ab. Die Präsenz der UN-Blauhelme bietet jedoch ein gewisses Maß an Sicherheit im Kosovo an.
In Serbien herrscht europäisches Kontinentalklima. Die klassischen vier Jahreszeiten können zum Teil. intensiver ausfallen als in Deutschland. Die Winter sind insbesondere in den Bergen frostig, die Sommer von einer moderaten Wärme geprägt. Die beste Jahreszeit für die Anreise ist so gesehen sicherlich der Hoch- und Spätsommer. Gesprochen wird Serbisch mit kyrillischen Schriftzeichen. Im Alltag werden die meisten Hinweisschilder auf Kyrillisch vorzufinden sein, weswegen eine vorherige Beschäftigung mit dem Alphabet lohnenswert ist. Viele Serben, insbesondere in der Hauptstadt Belgrad, sprechen auch Englisch. Probleme kann der Geldwechsel mit US-Dollar machen. Selbst in Belgrad akzeptieren nur wenige Wechselstuben die amerikanische Währung. Euro dagegen wird gerne gesehen. Beim Geldabheben am Automaten kommt es immer wieder zu Funktionsproblemen. Kreditkarten anzuwenden ist in Läden mit touristischer Orientierung nicht zwangsläufig ein Problem, im sonstigen Alltag aber kaum möglich. Einen ausreichenden Betrag an Euroscheinen nach Serbien einzuführen wäre daher angebracht. Jedoch sollten Urlauber nicht ständig größere Geldmengen mit sich herumtragen, da die Kriminalitätsrate in Serbien keine geringe ist. Da der wirtschaftliche Aufschwung durch die Nichtmitgliedschaft in der EU stockt, hat sich in den letzten Jahren auch in den urbanen Zentren Armut entwickelt, welche in Kleinkriminalität mündet. Auch Reisepässe werden gern zum Objekt der Begierde raffinierter Taschendiebe. Diesbezüglich sollte man unbedingt Vorsicht walten lassen.
Weitere Länderinformationen: die Infrastruktur von Serbien ist nach wie vor unzureichend. Selbst bei Zugreisen muss mit erheblichen Verspätungen gerechnet werden. Wer selber mit dem Auto auf Urlaub Serbien gehen möchte, den erwarten insbesondere in den ländlicheren Gegenden denkbar schlechte Straßen. Insofern ist bei Fahrten in jedem Fall Aufmerksamkeit geboten. Für Serbien zählt der EU-Führerschein, der stets mit sich zu tragen ist. Auf den größeren Straßen in Serbien fallen Mautgebühren an, welche unbedingt in bar gezahlt werden müssen. Landstraßen sind nicht gebührenpflichtig, dafür aber weniger gut erhalten.
Neben den auch kulturhistorisch interessanten Großstädten, gibt es bei einem Urlaub Serbien auch in den ländlichen Regionen viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Die Region war bereits vor Jahrtausenden Siedlungsort antiker Völker, deren Lebensweise heute weniger gut erforscht ist, als die der Griechen und Römer. Ihre Hinterlassenschaften sind auf dem gesamten Gebiet Serbiens zu finden. Die altrömische Festung Gamzigrad bei Zajecar zählt zu einer der Topattraktionen des Landes, ebenso wie die Festung bei Golubac. Die orthodoxen Klöster des Landes sind ein Muss, welches jeder Reiseführer zur Besichtigung empfiehlt. Viele von ihnen stammen aus dem Mittelalter und sind Teil der Weltkulturerbeliste der UNESCO.
Neben archäologischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Serbien auch für seine oft wilde Natur bekannt. Die beiden Nationalparks Djerdap und Tara sind besonders beliebt bei Abenteurern und Wanderfreunden. Sie zieht es in erster Linie zum so genannten Eisernen Tor, einer tiefen Schlucht, welche gemeinhin als Beginn der Karpaten gilt. Über Küstenabschnitte verfügt Serbien seit 2006 als sich Montenegro von dem Land unabhängig erklärt hat nicht mehr. Reisen in die Grenzregion sind vollkommen sicher. Die beiden Staaten pflegen weiterhin freundschaftliche Beziehungen zueinander. In dieser Gegend befinden sich außerdem Skigebiete und Thermalquellen.
Gesundheitliche Bedenken braucht man bei der Einreise nach Serbien nicht zu haben. Die medizinische Versorgung ist gerade in den großstädtischen Krankenhäusern auf mindestens ausreichendem Stand. Die Hygienebedingungen entsprechen in der Regel dem europäischen Standard, weswegen vor Antritt der Reise nicht zwangsläufig der Weg zum Impfarzt gesucht werden muss. Das Stromsystem entspricht ebenfalls dem europäischen. Wer elektronische Geräte in Serbien verwenden möchte, kann ganz einfach die deutschen Stecker verwenden, ohne auf spezielle Adapter angewiesen zu sein.
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