Gran Canaria - Was für ein Reiseziel!
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Oder auf Tamarán, wie die kleine, runde Insel von ihren Ureinwohnern genannt wurde. Klein vielleicht in ihren absoluten Maßen (sie hat gerade mal 50 Kilometer Durchmesser), aber riesig, fast monumental sind ihre Landschaften. Gewaltige Berge beherrschen das Innere der Insel, und doch sind es nur die spektakulären Trümmer noch gewaltigerer Vulkane, die einst die Insel aufbauten. Sonne, Regen und Wind haben sie abgetragen, die steilen Hänge abgeflacht und die Küstenlinie mit ihren Stränden geschaffen, die heute der Traum so vieler wettergeschädigter Nordeuropäer sind.
Sie ist nicht ganz einfach, die kleine, runde Insel Tamarán. Aber hinreißend. Ein labyrinthischer Garten inmitten des Ozeans. Oasen ruhiger Natur in den tiefen Tälern der Inselmitte, eine der lebendigsten Hafenstädte der Welt an der Küste. Wohl organisierter, moderner Tourismus im Süden, hartes, arbeitsames Landleben im Norden. Das sind die Extreme. Nach Jahrhunderten idyllischer Abgeschiedenheit ist Gran Canaria endgültig auf dem Weg in die Moderne. Seit Beginn des Tourismus auf ihrem »Inselchen«, Anfang der 1960er Jahre, haben die Kanarier sich tapfer entschlossen, ihn zu gehen. Das hat Tradition, denn schon die Ureinwohner hatten den Ruf, ein tatkräftiges, mutiges Volk gewesen zu sein.
Doch der Weg in die Moderne ist nicht einfach. An manchen Stellen der Insel ist zu viel Beton verbaut worden. Daher hat die Regierung 2001 auf die Bau-Bremse getreten, mit dem Ziel, dass sich der Tourismus auf Gran Canaria auf einem stabilen Niveau einpendelt.
Es wird viel dafür getan, den Charakter des »Miniaturkontinents« zu erhalten, der mit der leisen Freundlichkeit seiner Menschen und seiner eigentümlichen Vielfalt überrascht. Gran Canaria: Nicht mehr Europa, noch nicht Amerika und doch nicht Afrika. Sie sind eingeladen, die Insel immer wieder neu zu entdecken.
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