Urlaub Weißrussland ist im Vorfeld mit etwas bürokratischem Aufwand verbunden, welcher sich jedoch angesichts einer malerischen Natur und historischen Sehenswürdigkeiten lohnt.
Weißrussland zählt zu den letzten autokratisch regierten Staaten in Europa und ist aufgrund seiner Geschlossenheit nicht immer einfach zu bereisen. Bürokratische Vorgaben machen die Anreise bisweilen schwierig, jedoch nicht unmöglich. Zudem lohnt sich die eingehende Beschäftigung mit den Länderinformationen zu diesem Staat: man wird im Endeffekt überrascht darüber sein, wie viel Wissenswertes dieses schmale Land zwischen Polen und Russland zu bieten hat. Wer einen Urlaub Weißrussland plant, sollte sich zunächst im Klaren darüber sein, dass im Vorfeld ein Visum gekauft werden muss. Hier fragt sich nun: wie viel möchte man vom Land sehen. Wer nur auf Kurzbesuch in Minsk bleiben möchte, dem reicht teilweise schon das Transitvisum, welches einem den Aufenthalt in Weißrussland für 48 Stunden ermöglicht. Von Russland kommend erhält man das Transitvisum problemlos für 20 bis 30 Euro auf der weißrussischen Botschaft in Moskau.
Wer seinen Urlaub Weißrussland auf einen gesamten Monat ausdehnen möchte, benötigt in jedem Fall eine Einladung, mit der er zur Botschaft gehen muss. Die Einladung kann über ein Reisebüro oder über das Internet bestellt werden. Seit 2005 werden auch Sofort-Visa bei der Einreise über den Internationalen Flughafen in Minsk ausgestellt. Jedoch ist das die am wenigsten sichere Variante. Ein längerer Urlaub Weißrussland bietet sich vor allem für diejenigen an, die über die Hauptstadt Minsk hinaus die malerische Natur des Landes besichtigen wollen. Bekannt ist das Land insbesondere für große, zusammenhängende Waldflächen, Flusslandschaften und versteckte Dörfer, die ein sehr traditionelles Bild von Weißrussland vermitteln und gerade deshalb einen Besuch wert sind.
Die gängigen Reiseführer beschränken sich dennoch zumeist auf die größeren Städte des Landes. Minsk hat selbstverständlich viele Sehenswürdigkeiten parat. Allein die Metro der Hauptstadt zählt zu den schönsten Untergrundbahnen in Osteuropa. Daneben sind die prunkvollen Promenaden und Plätze, wie der Siegesplatz und der Unabhängigkeitsplatz mit der Roten Kirche wahre Höhepunkte bei einem Urlaub Weißrussland. Empfehlenswert ist neben der Besichtigung der Altstadt zudem ein Besuch der Museen der Hauptstadt. Die wichtigsten Sammlungen findet man im Weißrussischen Staatlichen Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges und im Museum für die Geschichte und Kultur von Weißrussland.
Abseits von Minsk sind Brest und Hrodna zwei interessante Reiseziele für einen Urlaub Weißrussland. Brest hat neben vielen mittelalterlichen, orthodoxen Kirchen und Konventen eine weit in die Vergangenheit zurückreichende Militärgeschichte. Nicht zuletzt der Waffenstillstandsvertrag von Brest-Litowsk im Ersten Weltkrieg hat die Stadt weltweit bekannt gemacht. Hrodna sollte speziell aufgrund seiner kirchenhistorischen Bedeutung besucht werden. In der Stadt an der polnischen Grenze sind das Zisterzienserkloster, das Franziskanerkloster sowie das Brigittenkloster wahrhafte Höhepunkte für einen Urlaub Weißrussland. Als beste Reisezeit bieten sich übrigens die Sommer- und Herbstmonate an. Besonders August und September sind von einem sehr milden Klima geprägt.
Aufgrund der rauen Winter in Weißrussland ist eine spätere Anreise nicht zu empfehlen. Weitere wichtige Reiseinformationen betreffen das Gesundheitssystem. Da Hygienebedingungen gerade in den ländlichen Gebieten nicht immer auf dem besten Stand sind, ist eine vorherige Impfung gegen Hepatitis A und Typhus angebracht. Der Süden von Weißrussland wurde zudem schwer von dem Reaktorunglück im ukrainischen Tschernobyl in Mitleidenschaft gezogen, weswegen man eventuell eine Reise in die ukrainische Grenzregion überdenken, seinen Aufenthalt dort jedoch mindestens verkürzen sollte.
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