Viele sind auf der Suche nach einem exotischen Reiseziel für ihren Urlaub. Oman ist ein echter Geheimtipp.
Das Sultanat Oman befindet sich im Osten der Arabischen Halbinsel. Etwa die Hälfte der Landesgrenzen sind Küstengebiete: Im Norden liegt der Golf von Oman und im Osten und Südosten das Arabische Meer. Nachbarländer sind die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und der Jemen. Wer eine Reise in das faszinierende Märchenland aus 1001 Nacht unternehmen möchte, sollte sich zunächst über die Einreisebedingungen informieren. Deutsche Staatsbürger benötigen ein Visum, was sie jedoch nicht vor Beginn der Reise beantragen müssen, sondern im Oman gegen eine Gebühr von etwa 6 OMR (12 Euro) erhalten. Wichtig ist, dass der Reisepass noch mindestens 6 Monate gültig ist. Besucher dürfen sich mit diesem Visum dann einen Monat im Land aufhalten. Möchte man das Visum für um einen weiteren Monat verlängern, ist dies für die gleiche Gebühr einmal möglich.
Die erste Station bei der Anreise in den Oman ist meist die Hauptstadt Maskat, denn internationale Flüge kommen am Muscat International Airport an. Von Frankfurt aus gibt es täglich Direktflüge, die circa 7,5 Stunden dauern. Alternativ gibt es auch Routen, bei denen man in Zürich, Jordanien, Bahrain, Kuwait, Katar oder Dubai umsteigt. Bei der Auswahl der besten Reisezeit ist zu beachten, dass es im Landesinneren sehr heiß und trocken ist. An den Küsten hingegen ist es eher feucht und heiß. Die Temperaturen sind im Winter mit Tiefstwerten bei rund 18 Grad deutlich angenehmer als bei durchschnittlich 35 Grad im Sommer, wobei die Höchstwerte auch oft über 50 Grad erreichen. Gutes Wetter ist wichtig für einen gelungenen Urlaub. Oman gehört zu den Ländern, in denen es Monsunzeiten gibt. Das sollte man von Juni bis September beachten, wenn man sich in der Provinz Dhofar aufhalten möchte.
Wer sich über Anreise und Einreisebedingungen informiert hat und auch Wissenswertes zum Klima erfahren hat, der sollte sich dann auch kurz weitere Länderinformationen einholen. Zunächst möchten Besucher wissen, wie sie im Oman bezahlen können. Die Währung ist der fest an den US-Dollar gebundene omanische Rial (OMR), der sich in 1.000 baiza unterteilt. Zwar gibt es keine Einfuhrbeschränkungen, es empfiehlt sich jedoch das Geld erst im Oman zu tauschen. In kleinen Geschäften wird meist bar bezahlt, aber ansonsten sind auch Kreditkarten ein gebräuchliches Zahlungsmittel. Die Nationalsprache ist Arabisch, aber viele Menschen sprechen sehr gut Englisch. Wer seine Elektrogeräte mitbringt muss sich nur einen überall erhältlichen Dreipol-Adapter kaufen. Die Spannung beträgt 240/ 220 Volt.
Hat man nun alle Reiseinformationen zusammen beginnt der Urlaub. Oman erwartet Besucher mit vielen Abenteuern. Das Land eignet sich gut für eine Individualreise, aber auch Touren mit einem Reiseführer sind spannend. Wer sich für eine Reise auf eigene Faust entscheidet, sollte sich einen Mietwagen buchen, da es innerhalb des Landes keinen Bahnverkehr gibt und Busse nur in großen Städten fahren. Im Oman herrscht Rechtsverkehr, auf den Straßen geht es ruhig zu und das Benzin ist mit umgerechnet rund 25 Euro-Cent pro Liter extrem günstig. Vom Flughafen von Maskat sind es etwa 30 Fahrminuten und schon findet man sich mitten in dem geschäftigen Treiben des faszinierenden orientalischen Land wieder. Die pulsierende, märchenhafte Hauptstadt bietet tolle Sehenswürdigkeiten. Vor allen die kleinen Gassen von Alt-Muskat, von denen die beeindruckenden Stadtmauern zu sehen sind, sind sehr sehenswert. Nicht verpassen sollte man einen Besuch im Bait al Zurbair Museum, in dem in vier Themenräumen spannende Artefakte zum kulturellen Erbe des Sultanats ausgestellt werden. Eine Tour durch Maskat ist nicht komplett, wenn man den Souk in Mutrah, den ältesten Souk des Landes, nicht gesehen hat. Hier werden die unterschiedlichsten Waren angeboten, wie zum Beispiel Kleidung, Gewürze und Antiquitäten und der Besucher erlebt die unverfälschte Tradition des Landes.
Eine Reise durch das orientalische Märchenland kann anschließend in das Landesinnere führen. In der Nähe der Stadt Nakhl erhebt sich auf einem Hügel das imposante sandfarbene Fort von Nakhl mit prächtigen Wehrburgen. Ein toller Ausblick auf die Berge von Hadjar – ein wahres Paradies für Wanderer - und die fruchtbare Ebene bietet sich Besuchern von dort. Wer weiter zum Sonnenberg Djabal Shams fährt kann von dort einen noch besseren Panoramablick genießen, denn von dort sieht man das Wadi Nakhar, was auch Grand Canyon von Oman genannt wird. Bei einer Fahrt quer durchs Land gibt es unzählige lohnenswerte Stopps, darunter auch die Stadt Nizwa, die ehemalige Hauptstadt. Zur bekanntesten Sehenswürdigkeit gehört der mehrmals pro Woche stattfindende Tiermarkt. Auch die die gesamte Stadt überragende Festung ist eindrucksvoll und zudem eignet sich Nizma gut für Ausflüge in die Berge.
Zu weiteren lohnenswerten Reisezielen im Oman gehören die Städte Ras al Hadd und Sur. In Ras al Hadd gibt es ein prächtiges gleichnamiges Fort und den bekannten Turtle Beach. Im Rahmen geführter Touren kann man hier Riesenschildkröten bei der Eiablage am Strand beobachten. Wer Glück hat sieht sogar kleine Schildkröten schlüpfen und ins Wasser laufen. Die Hafenstadt Sur ist der östlichste Punkt des Sultanats und wird vor allem wegen der traditionellen arabischen Holzschiffe, sogenannte Dhaus, besucht, die hier noch hergestellt werden. Egal wie lange man Zeit hat und für welche Städte und Gegenden man sich entscheidet - in dem geheimnisvollen arabischen Land verbringt jeder einen tollen Urlaub. Oman ist ein Reiseziel, das authentische Erfahrungen garantiert, denn Massentourismus gibt es hier nicht. Die Regierung hat sich klar dagegen ausgesprochen und vor allem Individualurlauber freuen sich darüber sehr.
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