New York City - Was für ein Reiseziel!
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Acht Jahre nach den Anschlägen vom 11. September ist das Trauma überwunden: Manhattan ist wieder da, Aufbruchstimmung und kreative Energie sind überall spürbar. Die Stadt hat nicht nur zu ihrem charakteristischen Rhythmus zurückgefunden, sie hat mehr Strahlkraft als je zuvor. Neue Hotels eröffnen (mit astronomischen Zimmerpreisen), neue Hochhäuser ragen in den Himmel, die Kunstszene explodiert, Museen werden herausgeputzt, Galerien rüsten auf. Es gibt neue Restaurants und spektakuläre Bars hoch über dem Lichtermeer – höchste Zeit also, das neue New York selbst zu erleben.
Ohnehin ähnelt der Versuch, diese Stadt mit Worten auf Papier zu bannen, dem Vorhaben, mit der Wasserpistole einen Stern vom Himmel zu holen: Auf keine andere Stadt der Welt trifft das Wort »unbeschreiblich« mehr zu. Und doch ist alles wahr, was Literaten und Journalisten über sie gesagt haben – ebenso wie das Gegenteil. Jedes Schlagwort, jede Formel stimmt und beleuchtet doch nur einen Stein aus dem großen Puzzle: Kapitale des Konsums, Mekka des Showbusiness, intellektuelles Epizentrum der Neuzeit.
New York lebt von seinen Widersprüchen, vom Neben- und Miteinander aller Weltkulturen und Hautfarben. Acht Millionen Einwohner hat die Stadt am Hudson, und mehr als 37 Millionen Besucher kamen 2008, um für ein paar Tage am eigenen Leib zu spüren, was das heißt: Leben auf der Überholspur.
Ob das Opium Manhattan den Besucher high oder hilflos macht, liegt dabei am eigenen Gemütszustand. In missmutiger Stimmung verstärkt New York den Kater, doch an guten Tagen wird das Leben hier zum ersten Preis. Da wird der Seelen-Akku bis zum Anschlag aufgeladen: Die Symphonie aus Subway-Dröhnen, Möwengekreisch und Polizeisirenen trifft mitten ins Herz.
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