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Nationalflagge Ukraine

Ukraine im Überblick

Staatsname:
Ukraine
Hauptstadt:
Kiew
Staatsform:
Republik
Fläche:
604.000 km²
Bevölkerung:
47,7 Mio.
Sprachen:
Ukrainisch, Russisch
Religionen:
Ukrainisch-Orthodox
Währung:
Ukrainische Hryvnia (UAH)
Vorwahl:
+380
Zeitzone:
OE(S)Z
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Ukraine Urlaub: Reisetipps, Nachrichten, Reisezeit, Klima

Ob eine Städtereise nach Kiew, eine Entdeckungstour durchs Land oder ein Badeurlaub am Schwarzen Meer – das osteuropäische Land hat viel zu bieten. Dabei ist die Ukraine eines der günstigsten Reiseziele weltweit: Der UN-Welttourismusorganisation zufolge ist das Land unter den beliebtesten Reisezielen die Nummer 1 was preiswerten Urlaub anbelangt. Kein Wunder also, dass es immer mehr Reiselustige dorthin zieht. Die wichtigsten Reiseinformationen für Ihren Ukraine Urlaub haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

  • Feste & Feiertage

    Die Ukraine ist ein religiös gespaltenes Land. Während der Osten russisch-orthodoxe Traditionen pflegt, hängen über 50 Prozent der im Westen lebenden Ukrainer dem katholischen Glauben an. Bei den Feiertagen richtet sich der ukrainische Staat nach dem julianischen Kalender, der auch in der orthodoxen Kirche verwendet wird. Das Neujahrsfest gilt traditionell als höchstes Fest, an dem man sich gegenseitig beschenkt und das alte Jahr verabschiedet. Bis zum anschließenden Weihnachtsfest am 07. Januar haben die Ukrainer in der Regel frei. Ebenfalls zu den religiösen Feiertagen werden die Ankunft der Heiligen Drei Könige am 19. Januar, das orthodoxe Ostern und das Pfingstfest gezählt.

    Hinzu kommt eine Vielzahl staatlicher Feierlichkeiten. So begeht die Ukraine alljährlich am 24. August den Tag der Unabhängigkeit, der mit einer großen Parade gefeiert wird. Tags zuvor wird der Wiedereinführung der ukrainischen Nationalflagge nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gedacht. Am 28. Juni begehen die Ukrainer den Tag der Verfassung. In den russisch geprägten Regionen werden der Tag des Verteidigers des Vaterlandes am 23. Februar und der Tag des Sieges über das faschistische Deutschland am 9. Mai überschwänglich gefeiert. Achtung: Bei Letzterem kam es im Westen des Landes immer wieder zu Gegenprotesten von nationalistischer Seite. Das Arbeitsleben steht darüber hinaus am 1. und 2. Mai (den Tagen der Arbeit) sowie am Internationalen Frauentag am 8. März still. Der Frauentag wird in der Ukraine übrigens sehr ernst genommen – Blumensträuße sind also gern gesehen.

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    Fotografieren

    In der Ukraine besteht ein striktes Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Sperrgebieten. Personen, die auf Grundlage des Spionagegesetzes verhaftet und verurteilt werden, drohen bis zu acht Jahren Haft. Auch beim Fotografieren größerer technischer Einrichtungen wie von Kraftwerken sollten Sie sich zurückhalten.

    Gerade auf dem Land sind die Einheimischen sehr aufgeschlossen gegenüber Fremden und lassen diese gerne an der regionalen Kultur teilnehmen. Im Zweifelsfall fragen Sie die Person, die Sie fotografieren möchten, einfach um Erlaubnis. Deutlich mehr Misstrauen erntet man dagegen in den Regionen, die kürzlich durch bürgerkriegsartige Zustände in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Zurückhaltung sollten Sie außerdem walten lassen, wenn Sie auf nationalistisch gesinnte Gruppen treffen. Zu ihnen gehören der rot-schwarz tragende Rechte Sektor (Правий Сектор) oder die Anhänger der Swoboda-Partei, die durch das stark an die Swastika erinnernde Wolfsangel-Symbol erkennbar sind.

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    Knigge

    Wenn Sie bei Ukrainern zu Gast sind, ist es üblich, nur dem Mann die Hand zu geben oder ihn mit einer freundschaftlichen Geste zu umarmen. Bei Frauen hängt es davon ab, ob sie stark traditionsverbunden oder modern eingestellt sind. Warten Sie im Zweifelsfall ab, ob Ihnen ein Handschlag angeboten wird. Schuhe werden grundsätzlich vor Betreten der Wohnung abgelegt. Gastgeschenke müssen Sie nicht zwingend mitbringen, Blumen, Wein und Schokolade werden als kleine Aufmerksamkeit aber begrüßt. Wenn Wodka getrunken wird, reichen die Gastgeber kleine Häppchen (Zakuski), die nach Toast und Austrinken feierlich verspeist werden. Ein Aberglaube, der überraschend ernst genommen wird, ist das Verbot von Pfeifen in geschlossenen Räumen. Damit wünscht man dem Gastgeber finanzielles Unglück, was schnell als Affront aufgefasst werden kann. Als unheilvoll gilt es außerdem Zigaretten mithilfe einer Kerze anzuzünden. In Gesprächen sollten Sie bei heiklen politischen Themen abwägen, was Sie sagen: Gegenüber Ukrainern sollten Sie nach Möglichkeit nicht prorussisch-separatistische Aktionen im Osten des Landes verteidigen. Eine positive Erwähnung des früheren Partisanen Stepan Bandera in der Ostukraine dürfte ebenfalls zu Missmut führen, da in dieser Gegend der ukrainische Nationalheld als Kriegsverbrecher und Nazi-Kollaborateur gilt.

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    Rauchen

    Seit 2012 gilt ein absolutes Rauchverbot in öffentlichen Einrichtungen und auf Plätzen. Nichtsdestotrotz lassen sich immer noch viele Raucher in der Öffentlichkeit ausmachen. Vorsicht ist besonders deshalb geboten, weil Milizionäre gelegentlich nach Vorwänden für lukrative Bestechungsgelder bei westlichen Touristen suchen. Auch die offiziellen Geldstrafen bei Zuwiderhandlung können hoch ausfallen. Halten Sie in Restaurants und Bars nach den abgetrennten und separat belüfteten Raucherbereichen Ausschau, die mittlerweile üblich sind.

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    Strom

    Mit 220 Volt Stromspannung und demselben Steckdosensystem wie in Deutschland können Sie auf die Mitnahme eines Adapters verzichten. Teilweise kann es in der Ukraine aufgrund des Energiestreits mit Russland und einer instabilen Versorgungslage zu Stromausfällen und Spannungsschwankungen kommen.

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    Telefonieren und Internet

    Angesichts der weiten Verbreitung von Mobilfunkgeräten ist die Anzahl der Telefonzellen in der Ukraine erheblich zurückgegangen. Öffentliche Telefone können Sie immer noch in einigen Einkaufszentren, in manchen Läden und auf der Post finden. Kaufen Sie sich vorab eine Telefonkarte beziehungsweise Jetons. In manchen Shops wird die Rechnung auch direkt nach dem Telefonat an der Kasse beglichen. Die Vorwahl für die Ukraine lautet +380.

    Deutlich bequemer und vorteilhafter ist der Mobilfunk. Der Erwerb einer Prepaid-SIM-Karte ist bereits ab zehn Hrywnja (umgerechnet weniger als ein Euro) möglich. Zu den bekanntesten Providern gehören Kyivstar, MTS und life:). Achten Sie bitte darauf, dass die SIM-Karte für das gesamte Land zugelassen ist. Wenn der Tarif nur für eine Region gilt, müssen Sie andernorts Roaming-Gebühren bezahlen. Zur preislichen Orientierung: Für etwa 25 Hrywnja erhalten Sie pro Woche landesweit bis zu 40 Minuten Telefoneinheiten und 100 Frei-SMS. Bei Kyivstar sind auch Datenpakete mit einer Geschwindigkeit von 236 Kilobit pro Sekunde bis zu einem Verbrauch von 100 Megabyte pro Tag enthalten. Ihr Guthaben können Sie mit dem Code *111# abfragen.

    Neben 3G-Technologie für den mobilen Internetzugang stehen Ihnen in der Ukraine zahlreiche WLAN-Hotspots zur Verfügung. Ein guter Anlaufpunkt sind öffentliche Plätze, da teilweise, ganze Stadtzentren mit kostenlosen WLAN-Netzen abgedeckt sind. Alternativ können Sie stets einen Internetzugang in Cafés, Restaurants, Bars, Hostels und Hotels finden.

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    Trinkgeld

    Trinkgeld ist in der Ukraine nicht obligatorisch, fünf bis acht Prozent sind aber durchaus gängig. In Restaurants bekommen Sie ein kleines Mäppchen mit dem Wechselgeld zurück und hinterlassen einen kleinen Obolus für die Bedienung. Bei Taxifahrten wird angesichts des niedrigen Werts der Kopijok, der nächstkleineren Geldeinheit, automatisch auf volle Hrywnja aufgerundet. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie kein Wechselgeld erhalten.

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    © Reisemeister GmbH
  • Autofahren

    Mit dem eigenen Auto benötigen Sie für Reisen in der Ukraine eine gängige Zulassung sowie die Grüne Versicherungskarte, womit Sie sich bis zu zwei Monate lang motorisiert im Land aufhalten dürfen. Wichtig: Sowohl ein Feuerlöscher als auch ein Warndreieck müssen nach den Gesetzen der Ukraine standardmäßig in jedem Fahrzeug mitgeführt werden. Darüber hinaus besteht eine Gurtpflicht. Stichprobenartige Kontrollen werden durchgeführt. Alkoholisierte Fahrten sind gänzlich verboten – die Promillegrenze liegt bei 0,0. Innerorts dürfen Sie bis zu 60 Kilometer pro Stunde, auf Landstraße bis zu 90 Kilometer pro Stunde und auf Autobahnen auf bis zu 130 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Es gilt wie in Deutschland Rechtsfahrgebot. In den Wintermonaten, von Oktober bis Mai, sollten Sie außerhalb geschlossener Ortschaften tagsüber das Licht eingeschaltet haben. Die Lichthupe eines entgegenkommenden Fahrzeugs signalisiert Ihnen eine Polizei- oder Geschwindigkeitskontrolle auf dem nächsten Kilometer. Bei Unfällen ist umgehend die Polizei unter der Nummer 02 zu informieren.

    Seit der Fußball-Europameisterschaft 2012 wurde das Straßensystem erheblich verbessert. Insbesondere die Autobahnen sind in gutem Zustand. Eine Mautpflicht gibt es bisher nicht. Die einfachen Landstraßen sind dagegen teils stark beschädigt: Achten Sie auf Schlaglöcher, offene Kanaldeckel und herausragende Straßenbahngleise. Besonders in abgelegenen Regionen sollten Sie sehr stark darauf achten – fahren Sie dort am besten nur bei Tageslicht. Die Straßenschilder sind sowohl mit kyrillischen als auch lateinischen Buchstaben beschriftet, sodass Sie mühelos Ihren Weg finden dürften. Meist werden jedoch die ukrainischen Begriffe direkt ins Lateinische transkribiert, wodurch es eventuell zu Verwirrungen kommen kann. Kiew wird beispielsweise zu Kyiv, Lemberg zu L'viv und Dnjepropetrowsk zu Dnipropetrovs'k.

    Die Fahrweise auf dem Land ist teilweise rabiat, wobei die Geschwindigkeitsbeschränkungen oftmals missachtet werden. Schneller fahrende Autos erwarten meist, dass langsamere Fahrzeuge auf den Seitenstreifen ausweichen und die Mitte der Fahrbahn freigeben. Rund um die Städte entwickelt sich zur Rushhour meist ein dichtes Verkehrsaufkommen. Weichen Sie dann nach Möglichkeit auf andere Verkehrsmittel aus. In Kiew, Dnjepropetrowsk und Charkiw gibt es zum Beispiel ein U-Bahn-Netz.

    Tankstellen können Sie fast überall in der Ukraine finden. Viele von ihnen sind rund um die Uhr geöffnet und bieten günstige Preise für Kraftstoff an. Bleifreies Benzin, Diesel, Super und Super Plus sind überall erhältlich.

    Öffentliche Verkehrsmittel - in der Stadt

    Die Hauptstadt Kiew verfügt über ein gut ausgebautes Metrosystem, dass Sie mit dem Einwurf eines Jetons für unbegrenzte Zeit nutzen können. Diese erhalten Sie für vier Hrywnja am Schalter oder am Automaten. Geld sparen lässt sich mit einer elektronischen Fahrkarte, für die Sie zwölf Hrywnja Pfand hinterlegen müssen. Wenn Sie mit der Karte mehr als zehn Fahrten auf einmal kaufen, erhalten Sie wertvolle Rabatte. Fragen Sie dafür am Schalter nach einer „plastikowa bezkontaktna karta". Das Zahlungsmittel ist außerdem für die Standseilbahn Funikuljor gültig, die den Kiewer Stadtteil Podil mit dem Zentrum verbindet. Weniger umfangreiche Metrosysteme sind auch in anderen Städten der Ukraine wie in Dnjeprpetrowsk, Donezk und Charkiw in Betrieb.

    Im Stadtverkehr können Sie mit Straßenbahnen (Tramvaj), Bussen (Avtóbus) und Oberleitungsbussen (Trolleýbus) von A nach B gelangen. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zur Rushhour stark überfüllt. Tickets werden entweder vom Fahrer oder von speziellen Konduktoren verkauft. An manchen Orten gibt es immer noch die sowjetischen Lochentwerter, an denen Sie Ihren Fahrschein stempeln müssen.

    Eine preiswerte und flexible Alternative zu den Bussen sind die Marschrutki (Einzahl: Marschrutka), die auffälligen Kleinbusse, die allerorts durch die Städte schwirren und spontan heranzuwinken sind. Die Fahrstrecke machen Sie anhand des Schildes aus, das hinter der Front- und Seitenscheibe platziert ist. Allerdings sind die Ortsbezeichnungen ausschließlich in Kyrillisch vermerkt. Wenn Sie weitab vom Zentrum übernachten, lohnt es sich, in eine Marschrutka einzusteigen, die ein großes М mit einem nachfolgenden Ortsnamen als Aufschrift ausweist. Diese Minibusse bringen Sie in jedem Fall zu einer U-Bahn-Station, von wo aus Sie praktisch zu jedem Punkt in der Stadt gelangen können. Im Zweifelsfall fragen Sie den Fahrer nach „Metró" mit Betonung auf der letzten Silbe. Bei ihm bezahlen Sie im Übrigen auch für die Fahrtstrecke. Je nach Fahrzeit beläuft sich die Gebühr auf zwei bis drei Hrywnja. Es ist üblich, dass die am Ende des Kleinbusses sitzenden Passagiere das Geld bis zum Fahrer durchgeben – wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen ein anderer Fahrgast unvermittelt Banknoten in die Hand drückt und „Peredajte." („Geben Sie das weiter.") sagt.

    Nachts ist es anzuraten, die offiziellen Taxis direkt auf der Straße anzuhalten, die Sie sicher ans Ziel bringen. Bestellungen per Telefon sind ebenfalls möglich, jedoch sollten Sie dann Ukrainisch oder Russisch sprechen können. Taxameter haben sich vielerorts durchgesetzt, teilweise nutzen die Fahrer jedoch Umwege, wenn sie merken, dass der Fahrgast keinerlei Ortskenntnisse besitzt und der Landessprache nicht mächtig ist. Hier empfiehlt es sich, bei Bekannten oder im Hotel nachzufragen, wie viel man in etwa für eine bestimmte Fahrstrecke bezahlt.

    Öffentliche Verkehrsmittel - über Land

    Seit der sowjetischen Industrialisierung verfügt die Ukraine über ein sehr gut ausgebautes Eisenbahnnetz. Mit dem Zug können Sie in jeden Landesteil aufbrechen und sich bei Buchung eines Platzkartnij biljet, besonders bei langen Nachtfahrten, über einen gemütlichen Liegeplatz freuen. Etwas teurer sind die separaten Abteile - Coupés beziehungsweise Kupe genannt. Die günstigste Fahrklasse ist der Sitzplatzwaggon Sidjaschtschij, die sich allerdings nicht unbedingt für ausgedehntere Strecken eignet. Die Tickets können Sie im Bahnhof direkt am Schalter erwerben. Angesichts der hohen Nachfrage ist es sinnvoll, die Fahrkarten bereits ein bis zwei Tage vorher zu besorgen. Aktuelle Fahrpläne sind auf der Webseite der ukrainischen Staatsbahn Ukrzalizniza einsehbar. Online können auch Buchungen und Zahlungen durchgeführt werden, jedoch müssen Sie sich dafür zunächst ein eigenes Benutzerkonto anlegen.

    Für kürzere Strecken sind tagsüber Überlandbusse, teils auch Überland-Marschrutkas,ein beliebtes Verkehrsmittel. Fahrkarten können Sie auch kurzfristig an den Busbahnhöfen kaufen. An den Schaltern hängen die Fahrpläne oft auch mit lateinischer Umschrift aus, mit deren Hilfe Sie Ihren Reisewunsch dem Beamten angeben können. Dieser gibt Ihnen auch Auskunft über die genaue Abfahrtsstelle des Busses oder Kleinbusses. Die Verhältnisse auf den ukrainischen Busbahnhöfen können sehr chaotisch sein. Scheuen Sie sich also nicht davor zurück, Passanten um Hilfe zu bitten („Probatschte. Meni potribna dopomoga.").

    Inlandsflüge werden von den Fluggesellschaften Ukraine International Airlines, Air Urga und UTair angeboten. Vor allem über weite Strecken, beispielsweise von Charkiw nach Lemberg, empfiehlt es sich, zu fliegen. Sie sollten jedoch frühzeitig buchen, um sich günstige Preise zu sichern. Flugreisen in die Südostukraine sind nicht mehr möglich, nach dem Raketenbeschuss des malaysischen Verkehrsflugzeugs MH17 im Juli 2014 und der kompletten Zerstörung der Flughäfen von Donezk und Luhansk.

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  • Klima

    Im gesamten Nordwesten, Norden und im Zentrum der Ukraine herrscht kontinentales Klima. Im Sommer wird es hier entsprechend trocken und heiß. Außerhalb der Städte kann es bisweilen zu heftigen Sandstürmen kommen. Die Winter sind dagegen eisig kalt und frostreich. In Kiew müssen Sie so Anfang November mit den ersten Schneefällen rechnen, die bis weit in den März anhalten. Teils werden Temperaturen von bis zu -20 und -30 Grad Celsius erreicht – ein scharfer Kontrast zu den bis zu +30 Grad Celsius und mehr im Sommer. Als niederschlagsreich gelten im Herzen der Ukraine die Monate Juni und Juli sowie der November, Dezember und Januar. Dazwischen nimmt die Zahl an Niederschlagstagen deutlich ab. Viele der Wolken regnen sich in den Karpaten und im Westen ab. Das Gebirge gilt mit bis zu 1.600 Millimetern Niederschlag pro Jahr als regenreichste Region.

    Ein Vorteil an Reisen in den Süden des Landes sind die milderen klimatischen Verhältnisse. Die mediterrane Wetterlage sorgt für viel Sonnenschein vom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein. In Odessa können Sie beispielsweise zwischen Mai und September im Schwarzen Meer baden. Die Wintertemperaturen sinken hier kaum unter 2 Grad Celsius ab.

    Reisezeit

    Angesichts der bitterkalten Winter sind Reisen in die Ukraine erst ab dem April jeden Jahres zu empfehlen. Dann setzt die Schneeschmelze ein und die Landschaften blühen, die sich besonders in den Karpaten zum Wandern eignen. Als Hauptsaison für Städteurlauber gelten im Allgemeinen die Monate von Mai bis September. Je nach Wetterlage kommen auch der März, April, Oktober und November für Reisen infrage. An der Schwarzmeerküste können Sie ganzjährig auf kulturelle Entdeckungstour gehen. Zum Baden eignet sich dagegen nur die Zeit von Ende Mai bis Ende September.

    Kleidung

    Im Sommer können Sie auf lange Kleidung angesichts der hohen Trockenheit und Hitze im Inland verzichten. In den Bergen kann es eher zu Schauern kommen – ein adäquater Regenschutz ist je nach Wetterlage nützlich. Wenn Sie im Winter anreisen, sollten Sie besonders warme und winterfeste Kleidung einpacken.

    In orthodoxen Kirchen und Klöstern wird von Frauen erwartet, ihre Haare zu bedecken. Kopftuch, Schal oder Kapuze reichen hierfür aus. Nackte Schultern und Knie dürfen ebenfalls nicht sichtbar sein. Auch Männer sollten aus Respekt vor den Gläubigen lange Hosen tragen. Bei den katholischen und unitarischen Kirchen im Westen werden die Kleidervorschriften deutlich liberaler gehandhabt.

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  • Geld & Währung

    In der Ukraine wird mit Hrywnja und der nächstkleineren Einheit Kopijok bezahlt. Die Währung wird in Münzen zu 1, 2, 5, 10, 25 und 50 Kopijok sowie zu 1 Hrywnja ausgegeben. Banknoten sind in einer Stückelung von 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Hrywnja erhältlich. Der Kurs ist seit 2014 aufgrund des Wegfalls des russischen Absatzmarktes und des anhaltenden Bürgerkrieges in der Ostukraine starken Schwankungen unterworfen. Entsprechend ratsam ist es, den tagesaktuellen Wert des Hrywnja im Auge zu behalten. Die Preise in den Shops und Restaurants sind bisher weitgehend gleich geblieben. Für ein umfangreiches Mittagessen bei der weitverbreiteten ukrainischen Restaurantkette Puzata Hata (Пузата Хата) bezahlt man derzeit je nach Menu zwischen 25 und 35 Hrywnja. Aufgrund der aktuellen Lage können sich die Preise kurzfristig ändern.

    Geld können Sie in der Ukraine an allen Geldautomaten abheben, die ebenso wie Banken landesweit sehr weit verbreitet sind. Geldinstitute werden auf Kyrillisch mit dem Wort Банк ausgeschildert und wie „Bank" ausgesprochen. Wenn Sie einen Geldautomaten suchen, müssen Sie nach „De tut bankomat?" („Де тут банкомат?") fragen. An den Automaten können Sie sowohl Kreditkarten als auch europäischen EC-Karten zum Abheben nutzen. Letztere sind an eine Gebühr für den Auslandseinsatz gebunden, die bei etwa fünf bis sieben Euro liegt. Die meisten Kreditkartenunternehmen verzichten dagegen auf die Erhebung von Zusatzkosten. Für den Umtausch stehen Ihnen landesweit Wechselstuben zur Verfügung, die Sie an den großflächigen Kurstafeln und dem Hinweis „Обмiн Валют" erkennen können. Die meisten Wechselstuben werben auch mit Bannern in englischer Sprache. Die Zahlung in Euro oder Dollar ist im Alltag zwar eher unüblich, kann aber angesichts der stetig fallenden Kurswerte des Hrywnja wieder attraktiv für regionale Händler werden. Bei größeren Beträgen, zum Beispiel beim Kauf von Autos, Wohnungen oder teurem Schmuck, ist die Nutzung stabiler Fremdwährungen - sprich Euro und Dollar - mittlerweile gang und gäbe. Alternativ können Sie in den meisten Restaurants, Läden und sogar Kiosken sowie beim Kauf von Fahrkarten mit Kreditkarten bezahlen. Kleingeld wird dagegen auf dem Markt, im Bus und im Marschrutka-Minibus gebraucht.

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